© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 17-11 vom 30. April 2011

MELDUNGEN

Neue Orgel für Salzburger Kirche

Gumbinnen − In der Salzburger Kirche in Gumbinnen hat eine 20 Jahre alte Orgel aus Deutschland eine neue Heimat gefunden. Sie stammt von der Orgelbaufirma Alexander Schuke in Potsdam. Sie hat sechs Register, ist 3,20 Meter hoch und wiegt ungefähr 750 Kilogramm. Seit 1990 befand sie sich im Gemeindehaus der evangelischen Gemeinde Berlin-Johannisthal, wo sie jetzt aufgrund von Umbauarbeiten nicht mehr gebraucht wird. Propst Jochen Löber wurde das Instrument von Pfarrer Kähler aus Berlin als Geschenk angeboten. Da für die Kirche in Gumbinnen eine Orgel benötigt wurde, nahm Propst Löber Kontakt mit dem dortigen Kirchenvorstand auf. Dieser stimmte dem Vorhaben zu. In der alten Salzburger Kirche hatte es früher eine etwas größere Orgel gegeben, die auf der Westempore stand, wie es auf alten Fotografien zu sehen ist.

Die Mitarbeiter der Königsberger Propstei, Alexander Reich und Wladimir Stassenko, brachten die Orgel aus Berlin nach Gumbinnen, wo sie zusammengesetzt wurde. Am 26. Dezember 2010 wurde die Orgel in einem Gottesdienst von Pastorin Tatjana Wagner und Propst Löber eingeweiht. Zugegen war auch der Orgelbaumeister Vincent Schaper, der die Funktionsweise und die Besonderheiten der Orgel erklärte. Von der Stadtverwaltung wurden Grüße überbracht.

Da diese Orgel die einzige in Gumbinnen ist, ist geplant, sie nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für Konzerte und Abendmusiken zu nutzen. So werden Orgel und Kirche hoffentlich auch unter den restlichen Einwohnern auf Interesse stoßen. Gäste, die nach Gumbinnen kommen und Orgel spielen können, sind herzlich eingeladen, nach Absprache Konzerte in der Salzburger Kirche zu geben.

Eva-Maria Funke, Propsteibrief Kaliningrad Februar-März 2011

 

Warenverkehr übers Haff

Elbing – Nach fünfjähriger Unterbrechung kam vor kurzem von Königsberg das erste Frachtschiff mit Kohlen im Meereshafen von Elbing an. Mit Zement beladen fuhr es zurück nach Russland. Nach einer Verständigung zwischen Polen und Russland kehrte somit der Warenverkehr auf das Haff zurück. Die offizielle Schiffssaison begann am 1. April. Der Direktor des Elbinger Hafens, Arkadiusz Zglinski, sagte, dass der Hafen in diesem Jahr beginnen werde, sich zu rentieren. Wenn alle Verträge unterschrieben sind, sollen 200 bis 300 Tonnen an Waren umgeschlagen werden. Aus Elbing werden hauptsächlich Baumaterialien nach Königsberg transportiert. Aus Russland werden auf diesem Wege Kohlen, Sojaschrot und Holz ankommen.      PAZ


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