© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 27. Mai 2000


IN KÜRZE

Lizenz zum Töten

Die Zulassung eines "Killer-Cocktails" durch das Europäische Patentamt in München hat für Aufregung gesorgt. Das Produkt zum "humanen Töten von Säugetieren" – gegebenenfalls aber auch von Menschen – wurde  vom  Pharmakonzern Hoechst mitfinanziert. Patenthalter ist die US-amerikanische Michigan State University in Ann Arbor. Gegen die Erteilung des Patents dieses  "Euthanasie-Compositions" genannten Mittels haben mehrere Organisationen protestiert. Eine von ihnen, die Stiftung Hospiz, sprach von einem "Skandal". Das Patent eröffne, so ihr Sprecher Eugen Brysch, die Möglichkeit, "lebensunwertes Leben zu vernichten".

Keine Beleidigung

Der französische Innenminister Jean Pierre Chevènement hat seine kritischen Bemerkungen über Deutschland bedauert und sie als "Mißverständnis" bezeichnet. Er hatte kürzlich behauptet, Deutschland sei von der "Entgleisung" des Nationalsozialismus noch nicht geheilt. Deutschland träume, so Chevènement, "noch immer vom Heiligen Römisch-Germanischen Reich".

George Turner 65

Der Inhaber des Lehrstuhls für Rechtswissenschaften  mit  den Schwerpunkten Agrarrecht und Wissenschaftsverwaltung an der Universität Hohenheim vollendet am 28. Mai sein 65. Lebensjahr. Der gebürtige Insterburger wird mit Ablauf des Sommersemesters 2000 seine Tätigkeit als Lehrstuhlinhaber einstellen. Turner verbrachte die ersten neun Lebensjahre auf dem elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb in Ostpreußen. Die Flucht führte die Familie nach Niedersachsen. Von 1970 bis 1986 leitete er als Präsident die Universität Hohenheim. 1979 bis 1983 war er Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz, 1986 wurde er als Parteiloser Senator für Wissenschaft und Forschung in Berlin.