© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 27. Mai 2000


Eine mahnende Erinnerung
Die Gruppe Winsen/Luhe feierte ihr 50jähriges Jubiläum

Mit einem Festakt auf dem Schloßplatz feierte die Ortsgruppe ihr 50jähriges Bestehen vor der herrlichen Kulisse des Winsener Schlosses. Die Veranstaltung war mit 300 Anwesenden sehr gut besucht, viele Bürger der Stadt und aus der Umgebung sowie zahlreiche Besucher und Gäste von nah und fern konnten ein würdiges Fest mit musikalischer Umrahmung und Chorgesang erleben. Die landsmannschaftlichen Vertreter aus dem Bezirk und aus Hamburg waren ebenfalls zugegen.

Höhepunkt des Tages waren die Festrede des ehemaligen Oberkreisdirektors Hans-Joachim Röhrs sowie die Einweihung eines über 40 Zentner schweren Gedenksteins am Rathaus. Röhrs betonte das Unrecht, das den Vertriebenen vor mehr als 50 Jahren angetan wurde. Den Gedenkstein enthüllten Otto Penger und Elisabeth Redemund – die ältesten Mitglieder der Gruppe. Den riesigen Granitfindling hatte Steinmetzmeister Georg David bearbeitet und mit folgender Aufschrift verziert: Heimat im Osten – Verloren – aber nicht vergessen – Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen 1950 – 2000.

Weiterhin erstellten die kommissarische Vorsitzende Dr. Annemarie Karkmann und WA-Redakteur Martin Teske eine Festschrift von 90 Seiten unter dem Untertitel "Eine Festschrift zum Andenken an unsere Heimat und die Großen, die dort gewirkt haben". Sie wird mit Sicherheit ein Nachschlagewerk für viele, weil sie Berichte über die Landsmannschaft und deren hiesige Geschichte, über die Tätigkeit berühmter Männer und Frauen, über ostpreußische Rezepte, über Liedertexte, über Eigenheiten der Sprache und über vieles andere enthält.

Nach der Feier ging es zum gemütlichen Kaffeetrinken in Stallbaums Gasthaus, wo die Gruppe seit ihrer Gründung ihr Domizil hat. Dort wiederholte Annemarie Karkmann ihren Dank an alle Beteiligten und Helfer. OB