© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 23. März 2002


In Kürze

Kalte "Hotline"

Das Bundesamt für Verfas-sungsschutz will an der "Hotline" für ausstiegswillige Rechtsextremisten "bis auf weiteres festhalten", obwohl seit Oktober keiner mehr angerufen hat. Das teilte der Pressesprecher des Amtes, Hans-Gert Lange, mit. In vier Fällen, so der Sprecher, sei Ausstiegswilligen "der Umzug finanziert" worden, und jeder Ausstieg zähle.

 

Protest gegen Rot-Rot

Etwa 700 Berliner Sozialdemokraten haben seit der Entscheidung der SPD, in Berlin mit der PDS eine Koalition einzugehen, ihr Parteibuch zurückgegeben. Insbesondere in den ehemaligen Westsektoren wurde die Partei Wowereits und Schröders von dieser Form des Protestes gegen Rot-Rot getroffen.

 

Geber und Nehmer

Das seligmachende Gebot

vom Nehmen und vom Geben

bringt alle in Gewissensnot,

die Seligkeit erstreben:

denn schmerzt nicht, was man gebend treibt,

um seliger zu werden,

wenn jeder minder selig bleibt,

der Nehmer ist auf Erden?

Der Nehmer wieder - sekundär -

gibt Seligkeit dem Geber:

Er quält sich - doppelt selig - mehr

als simple Seligstreber!

Doch drückt darob den Geber nicht

gleich dreifach das Gewissen?

Es wär' ja selbst Spendier-Verzicht

kein sanftes Ruhekissen ...

Für Christen ist's ein Teufelskreis,

drum ward in trauten Runden

von Gebern heimlich, still und leis'

das "do ut des" erfunden:

Ich gebe, daß auch du mir gibst

- so rechnen Spendenritter -,

ich liebe Geld, wie du es liebst,

und zahlen muß ein Dritter.

Doch Quadratur der Geberei

mit Quittung ohne Spenden?

Das schaffte erstmals die Partei,

um Müll in Geld zu wenden!

"Non olet" gilt ja immerdar,

was sicher man bedachte,

ob Arthur Andersen sogar

die Rechnungsprüfung machte?

Pannonicus