© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 23. März 2002


Die ostpreußische Familie
Leser helfen Lesern
Ruth Geede

Lewe Landslied,

da liest man nun immer die "Ostpreußische Familie", hofft mit den Suchenden, freut sich über Erfolge, staunt über die "Wunder" und glaubt, daß man sie selber nie bemühen müßte. Aber dann taucht plötzlich eine Erinnerung auf und läßt doch zur Feder greifen. So erging es jedenfalls unserer Leserin Ursula Cramer - für die das Ostpreußenblatt die geliebte Sonntagslektüre ist -, die sich an ihre, ausgerechnet auf dem Wehlauer Pferdemarkt begonnene, Jugendliebe erinnert. Aber dann kam der Krieg dazwischen, und aus war es mit Heirat und Kennenlernen seiner Heimat. Die lag im Kreis Angerapp, genau in Karkeim, früher Kariotkehmen. Wer weiß, wo dort der Hof der Familie Bewersdorf lag und besitzt vielleicht noch Fotos von diesem kleinen Ort? (Ursula Cramer, Treeneblick 2 b in 24988 Oeversee).

Im folgenden Fall geht es um ostpreußische Landsleute, die von September 1946 bis März 1947 im dänischen Flüchtlingslager (Skovbylejren (Insel Fünen) interniert waren. Sie waren damals Kinder oder Jugendliche, die während der Lagerzeit Briefe schrieben. Diese noch existierenden Briefe möchte der dänische Archivar Karl Peder Pedersen gerne veröffenltichen. Dazu benötigt er die Erlaubnis der Betreffenden oder deren Nachkommen, und bat uns, die Namen der damals jungen Briefschreiber zu bringen. Hier die Liste der ostpreußischen Mädchen und Jungen (in Klammern das ungefähre Geburtsjahr):

Rosmarie Arbachzewski (1934), Arnulf Billebech (1937), Helmut Gerlach (1930), Rosemarie Goldbach (1936), Willi Grübtzer (1937), Sigrid Knappke (1931), Ulrich Koppenhagen (1930), Peter Kyl (1931), Hannelore Riechert (1934), Ingeborg Schramm (1930) und Wilhelm Schramm (1934), Hans Stumke (1933), Heinz Wagner (1935), Ruth Thoms (1929), Klaus-Jürgen Willer (1931) und Hans Peter Wollert (1934). Vermutlich werden einige der Genannten nicht diese Zeilen lesen, aber vielleicht können Landsleute Hinweise auf deren Verbleib geben. Alle Zuschriften sind zu richten an: Arkivar Karl Peder Pedersen, Strindbergsvej 25, DK-2500 Valby, Dänemark.

Unser Landsmann Dietrich Morschheuser benötigt für eine Dokumentation genaue Angaben über die Überführung der Särge des Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten von Hindenburg und seiner Gemahlin von Hohenstein nach Marburg im Januar 1945. Die Särge, die sich damals im Reichsehrenmal Tannenberg befanden, wurden zusammen mit den Nachbildungen der ruhmreichen Fahnen der ost- und westpreußischen Regimenter vor den russischen Panzern am 21. Januar in Sicherheit gebracht. Auf dem Kreuzer "Emden" und später auf der "Pretoria" sollen die Särge dann nach Swinemünde gebracht und von dort in ein Salzbergwerk im thüringischen Bernterode gekommen sein. Seit August 1946 ruhen Hindenburg und seine Gemahlin in der Elisabeth-Kirche in Marburg. Herr Morschheuser möchte nun diesen Weg - über den es verschiedene Versionen gibt - bis in das kleinste Detail verfolgen und bittet deshalb um Unterstützung. Gibt es noch Zeitzeugen, die beim Transport der Särge, vor allem auf den Schiffen, dabei waren? (Dietrich Morschheuser, Butzhorn 18 in 23730 Neustadt/Holstsein).

Unser Nachschrapselchen: In gute Hände abzugeben ist der wunderschöne Gedichtband von Agnes Miegel "Mein Bernsteinland und meine Stadt", ersch. 1944 bei Gräbe und Unzer. (Diakonisse Hildegard Schulz, Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 3 A in 37581 Bad Gandersheim).

Eure

Ruth Geede