© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 01. März 2003


Rügen: Reemtsma rudert zurück
Einwohnerprotest verhindert Wehrmachtausstellung

Rügen atmet auf. Die Drohung, sich die nächste Touristensaison durch die Demonstration der umstrittenen Anti-Wehrmachtausstellung des Jan Philipp Reemtsma verderben zu lassen, ist vom Tisch. Reemtsma hat dem Druck der Rügener Öffentlichkeit nachgeben müssen und erklärt nun, seine Ausstellung werde "definitiv nicht in Prora gezeigt".

Eine von linksaußen dominierte Vereinigung mit dem schönen Namen "Neue Kultur" wollte im Sommer dieses Jahres die durch ihre früheren massiven Fälschungen berüchtigte Propaganda-Ausstellung gegen die Soldaten der Wehrmacht in Prora auf Rügen zeigen. Vermutlich spielte bei dieser Planung auch eine Rolle, daß zu jener Zeit auf der Insel der Verein "Prora 03" zusammen mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung einen großen "Jugendevent Prora 03" durchführen wollte, zu dem 15.000 Teilnehmer erwartet werden. Auf diese Jugendlichen, in der Regel ohne Vorkenntnisse und ohne kritisches Verständnis, sollte offenbar durch die Propaganda-Show politisch eingewirkt werden.

Die wundervolle Ostseeinsel Rügen gehört zu den Tourismusgebieten mit den höchsten Zuwachsraten. In den letzten Jahren waren während der Saison fast alle Hotels und Pensionen ausgebucht. Und jetzt sollte eine Ausstellung mitten in die Touristensaison platzen, die mit Sicherheit, wie überall, wo sie gezeigt wird, heftige Kritik und, dadurch ausgelöst, linke Gewalttaten zur Folge gehabt hätte.

Entschieden wandte sich der Landestourismusverband gegen die Ausstellung auf Rügen. Er sah schon "ein Riesenpolizeiaufgebot und verstopfte Straßen" und prophezeite schwer zu beherrschende Probleme. Sie hätten mit Sicherheit ein Ausbleiben vieler Touristen zur Folge gehabt, die in ihrer Urlaubszeit die schöne Landschaft und das Wetter genießen und sich nicht von linken Agitatoren belästigen lassen wollen.

Nun jammert die linke taz, Mecklenburg-Vorpommern habe "eine Chance vertan", wobei man sich fragt, um welche Chance es sich gehandelt haben soll. Die Mitarbeiterin der Zeitung klärt darüber auf: Man habe mit der Ausstellung im "ehemaligen Kraft-durch-Freude-Seebad Prora" es den Rechten einmal so richtig zeigen wollen.

Die Rügener haben das offenbar verstanden und durch ihren Protest die Ausstellung auf ihrer Insel verhindert.

Nun denken die Reemtsma-Deutschen in Hamburg daran, die Ausstellung in Peenemünde auf Usedom zu zeigen, wo "die berüchtigte V2 entwickelt und produziert wurde", wie die taz meint. Sie war offenbar so "berüchtigt", daß die Amerikaner nichts Eiligeres tun konnten, als nach dem Ende der Kämpfe alle Forschungsergebnisse zur V2 samt den Köpfen wie Braun, die sie entwickelt hatten, sicherzustellen, damit sie in den USA an ihren Erfindungen weiterbauen konnten. Anders wären die Amerikaner wohl auch nicht so bald zum Mond gekommen. Jochen Arp