© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 01. März 2003


Kommission soll helfen
Meinungsstreit über die Kurische Nehrung

Das weitere Schicksal der Kurischen Nehrung hängt laut Nina Snopkowa von der Kulturabteilung der UNESCO entscheidend von der Entwicklung der russisch-litauischen Beziehungen ab. Hier gibt es immer noch eminente Meinungsverschiedenheiten. Während für die litauische Seite der geplante Bau einer Ölförderanlage in nur 40 Kilometer Entfernung von der Nehrung immer noch Anlaß zur Sorge ist, versuchen die Russen die damit verbundenen möglichen Gefahren für die Naturlandschaft herunterzuspielen und abzulenken. So erklärte der Präsident für das Weltkultur- und Naturerbe Rußlands, Igor Makowetskij, auf einer Pressekonferenz, sein Land habe schon zur Genüge auf die litauischen Fragen geantwortet und die Außenministerien der beiden Staaten arbeiteten intensiv an der Lösung der noch verbliebenen Probleme. Statt auf die Ölförderanlage möchte Makowetskij das Augenmerk der Öffentlichkeit lieber auf die Beseitigung der Sturmschäden gerichtet wissen, von denen seinen Angaben zufolge fast die Hälfte des Baumbestandes des von der UNESCO als Welterbe eingestuften Naturdenkmals betroffen ist. Zu einer Ver-ständigung zwischen den beiden Nachbarstaaten soll nun eine gemeinsame Kommission beitragen. MRK