© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 06. September 2003


Aus den Heimatkreisen

 

Allenstein-Stadt

Kreisvertreter: Gottfried Hufenbach, Telefon (0 22 25) 70 04 18, Fax (0 22 25) 94 61 58, Danziger Straße 12, 53340 Meckenheim. Geschäftsstelle: Stadtgemeinschaft Allenstein, Telefon und Fax (02 09) 2 91 31, Vattmannstraße 11, 45879 Gelsenkirchen

Das 48. Jahrestreffen findet im Jahr des 650jährigen Stadtjubiläums von Allenstein, vom 19. bis 21. September, wieder in Gelsenkirchen statt, erst-mals jedoch im Schloß Horst. Es ist das bedeutendste Renaissance-Bauwerk des Ruhrgebiets und zählt zu den kunst- und architektonisch wichtig-sten Bauten des 18. Jahrhunderts. Für die vielen hundert Allensteiner, die aus allen Gegenden Deutschlands kommen werden, ist es aber als repräsentativer und stilvoller Veranstaltungsort mit einer guten Gastronomie wohl noch bedeutsamer. Nach der Stadtversammlung am Freitagnachmittag im Hotel Ibis und dem ökumenischen Gottesdienst am Sonnabend vormittag in der Propsteikirche wird es am 20. September um 12 Uhr seine Pforten öffnen und mit Bücher- und Verkaufsständen einladen. Um 15 Uhr beginnt dann die Eröffnungsfeier, bei der natürlich auch Begrüßungsworte des Vorsitzenden der Stadtgemeinschaft und von einem Vertreter der Stadt Gelsenkirchen gesprochen werden. Schwerpunkt bilden jedoch die musikalischen Beiträge des Bläser- und Posaunenchors Erle und des Knappenchors Bergwerk Consolidation. Viele Teilnehmer kommen aber hauptsächlich wegen des Wiedersehens mit alten Bekannten und des zwanglosen Gespräches zu diesem Treffen, andere wiederum aufgrund des unterhaltsamen Teils mit Tanz und Unterhaltungsmusik der bewährten Kapelle Oskar Delberg ab 17.30 Uhr. Nicht alle werden bis 24 Uhr bleiben, aber für manche kommt selbst dieses Ende noch zu früh. Der Sonntag vormittag dient wie immer dem Gottesdienst, den die Katholiken in der Propsteikirche und die Evangelischen in der Altstadtkirche besuchen. Von 11 bis 13 Uhr lädt zum Besuch auch das Heimatmuseum "Treudank" in der Vattmannstraße ein. Viele Erinnerungsstücke, alte Ansichtskarten und Fotos, große Bilder und Gemälde, gesammelte Zeitungen und Bücher finden nicht nur bei den alten Allensteinern Interesse und Anklang. Wir hoffen, daß auch junge Landsleute, Abkömmlinge und Gäste den Weg zu diesem Treffen finden werden, um auch so zum runden Geburtstag unserer Heimatstadt etwas beizutragen.

 

 

Fischhausen

Kreisvertreter: Louis-Fer-dinand Schwarz. Geschäftsstelle: Telefon (0 41 01) 2 20 37 (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 9-12 Uhr), Postfach 17 32, 25407 Pinneberg

Programm des Hauptkreistreffens in Pinneberg vom 18. bis 21. September 2003 - Donnerstag, 18. September, 15 Uhr, Pressekonferenz im VfL-Heim. Anwesend wird unter anderem sein: der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Wladimir Gilmanow aus Königsberg. Freitag, 19. September, 18 bis 19.30 Uhr, der Bürgermeister der Stadt Pinneberg, Horst-Werner Nitt, führt den Vorstand der Kreisgemeinschaft Fischhausen durch die neue Rathauspassage. 20 Uhr, Gemütlicher Abend mit den Repräsentanten des Kreises und der Stadt Pinneberg im VfL-Heim. Bereits anwesende Ortsvertreter sind dazu herzlich eingeladen. Sonnabend, 20. September, 11 Uhr, Ortsvertreterversammlung. 11 bis 12 Uhr, Heiko Peters, Kaufmann aus Hamburg berichtet: "Neuere Entwicklung bei Enteignungen auf dem Boden der ehemaligen DDR", Vortrag und Diskussion. 12 bis 13 Uhr, Gespräch der Ortsvertreter mit dem Vorstand. 18 Uhr, Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden im Hotel Cap Polonio. Ab 19 Uhr gemütliches Beisammensein. Fiete vun Appen spielt auf zum Tanz. Sonntag, 21. September, Tag der Heimat. 10.30 Uhr, Musik. 11 Uhr, Beginn der Feierstunde im Kreishaus in Pinneberg: Schleswig-Hol- stein-Lied, Begrüßung durch den Vorsitzenden der Kreisgemeinschaft, Louis-Ferdinand Schwarz, Grußworte, Totenehrung vom stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisgemeinschaft, Wolfgang Sopha, Ansprache von Prof. Dr. Wladimir Gilmanow (Quo vadis Königsberg?), Ostpreußenlied, Schlußwort, Deutschlandlied. Die Schirmherrschaft hat der neue Kreispräsident des Kreises Pinneberg, Burkhard E. Tiemann, übernommen. Nach der Feierstunde geht es weiter mit dem Hauptkreistreffen im Hotel Cap Polonio und im VfL-Heim.

 

 

Gerdauen

Kreisvertreter: Dirk Bannick, Tel. (0171) 5 27 27 14. Geschäftsstelle: Karin Leon, Am Stadtgraben 33, 31515 Wunstorf, Telefon und Fax (0 50 31) 25 89

9. Reuschenfelder Treffen - Am 11. Mai war es wieder so weit, daß sich die Reuschenfelder zu ihrem nunmehr 9. Treffen im Hotel Waldfrieden in Kleingera/Vogtland einfanden. Ingeborg Stupning berichtet darüber: "Das Zusammensein begann mit einer gemeinsamen Kaffeetafel und einer ersten Überraschung. Renate Jacks, geb. Warwel, seit Jahrzehnten in den USA ansässig, hatte ihren Deutschlandbesuch so gelegt, daß sie an unserem Treffen teilnehmen konnte. Die restliche Zeit des Tages verlief kurzweilig mit angenehmen Gesprächen und Informationen über das weitere Programm. Ein ungenannter Reuschenfelder hatte uns eine Busfahrt spendiert. Das Ziel war das Städtchen Ziegenrück/Saale. Die Fahrt dorthin führte uns bei gutem Wetter durch eine Mittelgebirgslandschaft mit stimmungsvollen Eindrük-ken. Ziegenrück wurde bereits 1258 urkundlich erwähnt und besitzt seit 1328 Stadtrechte, deren in diesem Jahr mit einem besonderen Fest gedacht wird. Der Höhepunkt des Tages jedoch war eine Führung durch das Museum für Wasserkraftnutzung, ein technisches Denkmal, das ebenfalls 1258 als Fernmühle in Zusammenhang mit der Holzflößerei in einer Urkunde Erwähnung findet. Als erste Wassermühle am Oberlauf der Saale diente sie anfangs als Mahl-, Schneid- und Ölmühle. Im Laufe von vielen Jahrhunderten wurde sie immer wieder wechselnden Verwendungszwecken zugeführt, bis sie 1897 zu einem Laufwasserkraftwerk umgebaut wurde, um für Holzstoff- und Pappenfabrikation elektrischen Strom zu liefern. 1965 erfolgte die Stillegung, um im Jahr darauf als technisches Museum wieder eröffnet zu werden. Seit 1997 erzeugt eine reaktivierte 80 kW Turbine erneut Strom, der in das örtliche Netz eingespeist wird. Das Mittagessen nahmen wir im Hotel am Schloßberg ein, wo uns der Inhaber später noch einen Film über Ziegenrück und die nähere Umgebung zeigte. Nach der Rückkehr ins Hotel war etwas Erholung nötig, um am Abend das Tanzbein schwingen zu können. Da unsere beliebten und bewährten musikalischen Unterhalter verhindert waren, hatte sich ein weiterer Sponsor für einen Alleinunterhalter gefunden. Es wechselten Tanz und Vortrag ab, es wurde ein langer Abend. Am nächsten Tag fuhren wir mit den Hausbussen an die Pöhltalsperre in die Vogtländische Schweiz. Bei bedecktem Himmel und frischem Wind machten wir eine einstündige Schiffsfahrt auf der Talsperre, die 1964 offiziell eröffnet wurde. Es schloß sich ein Spaziergang an die Elstertalbrücke an, die einen ähnlichen Baustil aufweist wie die Göltzschtalbrücke. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Am Abend konnten wir Erinnerungen auffrischen, da Heinz Possekel uns einen Videofilm vom letzten Treffen überlassen hatte. Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei Dorothea Ebert für die gute Vorbereitung von drei abwechslungsreichen Tagen und besonders bei den Sponsoren bedanken. Allen 26 Teilnehmern hat es wieder gefallen, und sie wollen im nächsten Jahr wiederkommen. Das nächste Treffen ist vom 2. bis 5. Mai 2004 im Hotel Waldfrieden in Kleingera vorgesehen."

 

Gumbinnen

Kreisvertreter: Eckard Steiner, Schöne Aussicht 35, 65510 Idstein/Taunus, Telefon (0 61 26) 41 73.

Regionaltreffen für den Raum Mainz und Umgebung - Am 25. Oktober 2003 findet im Ingelheimer Winzerkeller, Binger Straße 16, 55218 Ingelheim, ein Treffen der Gumbinner aus dem Raum Mainz und Umgebung statt. Organisation und Auskunft bei Karl Feller, Telefon (0 67 25) 22 88 und Fax (0 67 25) 64 18.

 

 

Johannisburg

Kreisvertreter: Gerhard Wip-pich, Karteistelle: Waitz-straße 1, 24937 Flensburg. Schrift­führerin: Sieglinde Falkenstein, Mackensenweg 7, 28832 Achim

Kurwien-Heimattreffen - Die Ortsgemeinschaften Kurwien, Kreuzofen, Erdmannen und Heidig führen am Sonnabend, 4. Oktober 2003, wieder ihr Heimattreffen in Hamm durch, zu dem wir alle Landsleute mit ihren Angehörigen recht herzlich einladen, unter Gleichgesinnten einen schönen Tag zu verleben, Meinungen auszutauschen und Neues zu erfahren. Auf der Tagesordnung stehen aktuelle Themen und Berichte, unter anderem die für Juni 2004 geplante zehntägige Busreise nach Johannisburg und in unsere Orte. Einladungen an unsere Landsleute sind erfolgt, die Anmeldungen laufen bereits. Für unser Wohl sorgen die Zentralhallen mit einer wie immer guten Gastronomie. Postanschrift: Günter Woyzechowski, Röntgenstraße 14, 31157 Sarstedt, Telefon (0 50 66) 6 34 38.

 

 

Königsberg-Stadt

Stadtvorsitzender: Klaus Wei­- gelt. Geschäftsstelle: Annelies Kelch, Luise-Hensel-Straße 50, 52066 Aachen. Patenschaftsbüro: Karmelplatz 5, 47049 Duisburg, Tel. (02 03) 2 83-21 51

Adressenänderung der Redaktion Königsberger Bürgerbrief - Charlotte Gottschalk wohnt ab sofort in 47279 Duisburg, Dirschauer Weg 36, Telefon und E-Mail unverändert.

Königsberger Treffen am 13. und 14. September 2003 in den Mozart-Sälen, Moorweidenstraße 36 in 20146 Hamburg, ganz in der Nähe vom Dammtorbahnhof. Zimmerbestellung unter Telefon (040) 30 05 10. Das Wichtigste zum Programm: 13. September, um 9 Uhr Öffnung der Veranstaltungsräume, 14 Uhr, Sitzung der Stadtvertreter (Haushalt). 15 Uhr Begrüßung durch den Stadtvorsitzenden Klaus Weigelt, Grußworte, der Ostpreußenchor singt für die und mit den Teilnehmern, Ruth Geede trägt Gedichte und Geschichten vor, Dr. A. Walter berichtet über seine Arbeit in Königsberg, 18 bis 19 Uhr, Abendessen, danach Plachandern. 14. September, um 9 Uhr Öffnung der Veranstaltungsräume; 11 Uhr, Beginn der Feierstunde, Musik (Amabile-Trio), Totenehrung durch Horst Glaß, Gedichtvortrag H. Canzler (Agnes Miegel), Begrüßung durch den Stadtvorsitzenden Klaus Weigelt, Musik, Gedichtvortrag H. Canzler, Festrede Dr. Christean Wagner, Hessens Staatsminister der Justiz, Ostpreußenlied, Dankesworte Dr. Beister, 3. Strophe Deutschlandlied, 12.30 Uhr, Mittagessen. Wie oben ersichtlich, werden die Räume am 13. September um 9 Uhr geöffnet, um Ihnen Gelegenheit zu geben, die vielen interessanten Ausstellungen zu besuchen. Sicher-lich haben Sie vom Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten gehört. Mit großer Meisterschaft behandelt Werner Lux das Gold der Ostsee. Bernsteindrechslermeister W. Lux ist als Aussteller auf dem Treffen zugegen und freut sich auf jedes rege Interesse an seiner Kunst. Auch Harald Mattern hat unserer Aufforderung Folge geleistet, seine Videofilme vorzustellen und gegebenenfalls auch Ausschnitte aus den Filmen vorzuführen.

Treffen der Königsberger Mädchen Frischbier-Schule, Jungen Farenheid-Schule - Das diesjährige Treffen der ehemaligen Schülerinnen und Schüler war zahlenmäßig weniger gut besetzt als in den Jahren zuvor, denn durch Krankheit und andere Verhinderung mußte von einer Anreise Abstand genommen werden. Der Freitag abend diente der Begrüßung, wobei wir ein Ehepaar und eine ehemalige Schülerin als Neuzugänge willkommen heißen durften. Danach gedachte Lotti Fiebig vier Verstorbener und besonders Astrid Weisbachs, die in den vergangenen 13 Jahren die Gruppe geleitet hat und am 18. Juni dieses Jahres plötzlich von uns gegangen ist. Schon am 7. August trafen sich fünf Mitglieder im Ostheim, um in Vorgesprächen und bei Akteneinsicht Neuregelungen zu treffen, galt es doch einen Ersatz zu finden, der diese Arbeit fortsetzt. In Klaus Braun haben wir einen kompetenten Mann gefunden, der gewillt ist, dieses Amt zu übernehmen, und durch einstimmige Wahl der Anwesenden nominiert wurde. Ihm zur Seite stehen Lotti Fiebig und Egon Hafke, die für spezielle Aspekte zuständig sind. Allen wurde mit kräftigem Applaus gedankt. Nach diesem abgeschlossenen Teil las zur Einstimmung Lotti Fiebig ostpreußische Heimatgedichte, woran sich das Ostpreußenlied anschloß. Der Abend verlief recht fröhlich, so, wie auch die beiden darauffolgenden Abende. Vorträge und Sketche unter Einbeziehung der Anwesenden trugen zur Unterhaltung bei. Wie immer sorgten Egon Hafke, Lore und Horst Dultz und Lotti Fiebig für Lachsalven, und auch Klaus Braun bewies sich als Akteur bestens. Da das Wetter ja extrem heiß war, wurde von einer Busfahrt Abstand genommen und die Sonne gemieden, indem wir in der Allee von Bad Pyrmont den Schatten zum Ausruhen nutzten. Am Sonnabend hatte Frau Winkler eine Kaffeetafel arrangiert, bei der es recht feierlich zuging. Geburtstagskindern wurden mit kleinen Präsenten und Blumen gratuliert und der Einstand des neuen Vorsitzenden sowie ein 75. Geburtstag mit einem Gläschen Sekt begossen. Als Überraschung erhielt jede Dame eine Rose. Am Sonntag wurde noch mal für Stimmung gesorgt und fleißig Lieder gesungen. Am Montag hieß es, mit dem Versprechen sich im nächsten Jahr wiederzusehen, Abschied nehmen. Wir werden durch Rundbriefe weitere Mitschüler anschreiben und Einladungen für das Treffen verschicken. Wir bedanken uns bei dem Ehepaar Winkler und dem Personal des Ostheims für die Betreuung und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten August.

Sackheimer Mittelschüler feiern ihr 50jähriges Jubiläum - Ende Juli trafen sich im Rhein-Hotel Vierjahreszeiten in Bad Breisig 90 Sackheimer Mittelschüler mit ihren Freunden, um das 50jährige Bestehen der Schulgemeinschaft zu feiern. Der Vorsitzende Gerhard Minuth begrüßte in der Vorhalle des Hotels die zahlreich erschienenen Schülerinnen und Schüler mit ihren Gästen. Am Freitag morgen hatte die Organisatorin des gesamten Treffens, Margot Pulst, zu einer Rheinfahrt bis hin nach Boppard eingeladen. Die Teilnehmer erlebten bei schönstem Wetter eine Rheinfahrt durch das romantische Rheinland mit den vielen Burgen und Schlössern, deren Besitzer ehemals Fürsten und Ritter waren. Auch Ordensbrüder bauten am Rhein ihre Klöster, denn sie liebten den deutschen Strom und wußten, daß der Wein hier gut wachsen würde, und sie liebten den guten Rheinwein. Bei Ko-blenz an der Moselmündung in den Rhein passierten wir das Deutsche Eck mit dem Kaiser Wilhelm-Denkmal. Auf der rechtsrheinischen Seite sahen wir das Städtchen Vallendar mit dem dahinterliegenden Kloster Schönstatt, das Mutterhaus der Schönstattschwestern. Am Abend erfolgte die Mitgliederversammlung. Der Vorsitzende der Schulgemeinschaft, Gerhard Minuth, begrüßte mit launigen Worten die Mitglieder und deren Freunde. Die Totenehrung hatte Margot Pulst übernommen. In einer Schweigeminute gedachten alle des Ehrenvorsitzenden Willi Krause, Elsa Behrends, Gertrud Voigts, Lisbeth Neumanns und Heinz Schapals'. Der Schriftführer Günter Walleit ehrte in diesem Jahr verdiente Mitglieder. Anläßlich des 50jährigen Gründungjubiläums hatte der Vorstand beschlossen, Ilse Romey und Otto-Fritz Hein, die in Düsseldorf am 4. Oktober 1953 bei der Wiedergründung der Schulgemeinschaft dabei waren, mit einer Ehrenmitgliedschaft auszuzeichnen. Bruno Portmann, Karl-Heinz Karpinsky, Irmgard Hoffmann, geb. Kullick, und Heinz Reinke erhielten für ihre 40jährige Zugehörigkeit eine Ehrenurkunde. Elly Perez, die Kassiererin, berichtete von der guten Zahlungsmoral der Mitglieder. Wer allerdings zwei Jahre hintereinander die 15 Euro Jahresbeitrag nicht gezahlt hat, erhält keinen Rundbrief mehr. Ursula Bohm, ständig darauf bedacht, die Mitgliederliste auf dem neusten Stand zu halten, bat darum, jede Änderung anzugeben. Die Mitgliederliste läßt erkennen, daß alle auf die 80 Jahre zumarschieren. Der Schriftführer erneuerte den Wunsch, Schulerlebnisse und Erlebnisse aus der Vaterstadt aufzuschreiben. Gerhard Minuth lobte in seinem Rechenschaftsbericht die nach 50 Jahren immer noch fest zusammenhaltende Schulgemeinschaft. Mit einem Handschlag dankte der Vorsitzende seinen Mitstreitern. Im kommenden Jahr soll das Treffen an der Ostsee stattfinden. Wer dort ein passendes Hotel kennt, soll es bitte dem Vorsitzenden melden. Am Sonnabend ging es mit dem Bus nach Bonn in das Haus der deutschen Geschichte. Die Königsberger wurden in diesem Museum an die menschenverachtende Vertreibung aus ihrer angestammten Heimat erinnert. Am Abend gab es ein Galabuffet. Der anschließende festliche Abend wurde von den Schülerinnen und Schülern der Sackheimer Mittelschule selbst gestaltet. Besonders Margot Pulst, Dorothea Blankenagel, Horst Süss und Siegfried Dorn waren sehr aktiv dabei. Der Alleinunterhalter mit einer Assistentin sorgte für gute Tanzmusik, so daß es auf der Tanzfläche eng wurde. Mit einer angesagten Polonaise schaffte es die Musik, alle Teilnehmer des Abends zum Tanz zu bewegen. Während eines besonderen musikalischen Leckerbissens führte uns Marlene einen rhythmischen Ausdruckstanz vor. Ein Großfeuerwerk, das vom gegenüberliegenden Rheinufer abgebrannt wurde, machte unseren festlichen Abend zu einem besonderen Erlebnis. Bei einem guten Glas Wein und launigen Rheinliedern wurde geschunkelt. Um Mitternacht sangen alle gemeinsam auf der Tanzfläche das Ostpreußenlied.

 

 

Königsberg-Land

Kreisvertreter: Helmut Bor- kow­­ski, Ellernweg 7, 49525 Lengerich, Tel. (0 54 81) 25 98. Geschäftsstelle: Simeonsplatz 12, im Preußen-Museum, 32427 Minden

Geschäftsstelle telefonisch zu erreichen: Sonnabend und Sonntag, von 11 bis 12 Uhr, Telefon (05 71) 4 62 97.

Ergebnis der Informationstagung in Hamm vom 30. Juni 2003 - Im Einvernehmen mit dem Vorstand der Kreisgemeinschaft Landkreis Königsberg e.V. hatte die Geschäftsstelle in Minden zu der obigen Informations-Tagung eingeladen. Anlaß war neben organisatorischen Fragen zum Hauptkreistreffen in Minden, dem Wahlverfahren und der Gestaltung des Heimat-Museums (ges. Protokoll) die dringend notwendige Koordinierung der unterschiedlichsten Meinungen und Auffassungen zur künftigen Zusammenarbeit mit der KG Fischhausen.

Erkundungen bei unserem Patenkreis haben ergeben, daß der Beschluß unseres Kreisausschusses vom 4. Januar 2003, die Umbenennung der Kreisgemeinschaft Landkreis Königsberg in Kreisgemeinschaft Samland zu beantragen, den Verlust der Patenschaft mit dem Kreis Minden-Lübbecke zur Folge hätte, damit auch den Verlust jeglicher Zuwendungen. Die Entscheidung hierzu sollte den Mitgliedern des künftigen Kreisausschusses überlassen sein, zumal mit personellen Änderungen gerechnet wird.

Gespräch mit dem Landrat unseres Patenkreises - Anfang August fand ein Gespräch in freundlicher Atmosphäre mit dem Landrat unseres Patenkreises Minden-Lübbecke in Minden statt. Die Eigenständigkeit unserer Heimatkreisgemeinschaft war u. a. Gegenstand des Gespräches. Die Textfassung: Ergebnis der Informationstagung in Hamm vom 30. Juni 2003 wurde überreicht.

Spenden zur Finanzierung des geplanten Samland-Museums in Minden müssen weiterhin mit Fleiß eingeworben werden. Bisher haben drei Ortschaften mit Hilfe der zuständigen Ortsvertreter sehr gute Ergebnisse eingebracht.

 

 

Rößel

Kreisvertreter: Ernst Grunwald, Tel. (02 21) 4 91 24 07, Losheimer Straße 2, 50933 Köln. Rößeler Heimatbote: Anton Som­mer­feld, Tel. (0 21 31) 54 53 83, Benzstraße 18, 41462 Neuss

Provisorische Ortsbücher des Kreises Rößel - Im ostpreußischen Kreis Rößel lagen einige Kirchspiele, für die heute keine oder nur Bruchstücke von Originalen oder Kopien der Kirchenbücher verfügbar sind. Daher ermittelt der Verfasser seit längerer Zeit in den zugänglichen Büchern der Kirchspiele aus der Umgebung systematisch Ehepartner, deren Kinder und Eltern sowie Trauzeugen und Taufpaten, bei denen angegeben ist, daß sie aus einzelnen Orten der "bücherlosen Kirchspiele" stammen. In das so gewonnene Datenmaterial werden Informationen aus der genealogisch relevanten Literatur eingearbeitet. Durch die Angabe der Fundstellen können so für einen nicht geringen Teil der Bewohner vieler Orte des Kreises aus sechs Jahrhunderten nachprüfbare Hinweise auf deren Existenz gegeben werden. Die Schriften sind zu beziehen durch den örtlichen oder den Internet-Buchhandel. Bisher sind erschienen: Brauer, Karl M.: Bewohner von Glockstein im Ermland zwischen 1300 und 1900, Berlin-Wannsee 2003, ISBN 3-8330-0528-9; Brauer, Karl M.: Bewohner von Schellen im Ermland zwischen 1300 und 1900, Berlin-Wannsee 2003, ISBN 3-8330-0651-X; Brauer, Karl M.: Bewohner von Schöneberg im Ermland zwischen 1300 und 1900, Berlin-Wannsee 2003, ISBN 3-8330-0698-6; Brauer, Karl M.: Bewohner von Santoppen und Rosenschön im Ermland zwischen 1300 und 1900, Berlin-Wannsee 2003, ISBN 3-8330-1010-X; Brauer, Karl M.: Bewohner von Bischdorf, Heinrichsdorf und Tornienen im Ermland zwischen 1300 und 1900, Berlin-Wannsee 2003, ISBN 3-8330-1127-0. In Vorbereitung befinden sich entsprechende Schriften über die Gemeinden Plausen und Linglack, Prositten, Begnitten, Fürstenau und Landau, Bischofstein, Damerau, Gerthen und Klackendorf sowie Legienen, Lossainen und Samlack. Prof. Dr. Karl M. Brauer, Damsdorfer Weg 11, D-14109 Berlin; karl.m.brauer@t-online.de , Telefon: (0 30) 8 05 13 94, Fax: (0 30) 80 60 37 95.

 

 

Schloßberg (Pillkallen)

Kreisvertreter: Arno Litty, Telefon (0 30) 7 03 72 62 Britzer Straße 81, 12109 Berlin. Ge­schäftsstelle: Marie-Luise Steinzen, Tel. (0 41 71) 24 00, Fax (0 41 71) 24 24, Rote-Kreuz-Straße 6, 21423 Winsen (Luhe)

Hauptkreistreffen - Schon am 20. Juni kamen die ehemaligen Schüler der Friedrich-Wilhelm-Oberschule zusammen, um der Schule zu gedenken, die in diesem Jahr ihr 75jähriges Jubiläum hätte feiern können. Nach einem Situationsbericht über unsere Patenschule, das Gymnasium Winsen, durch Oberstudiendirektor Reinhard Haun und Ehrungen einiger Jahrgänge wurden von den "Ehemaligen" Schulgeschichten aus damaliger Zeit vorgetragen. Ursula Gehm hatte mit einem abwechslungsreichen Programm dafür gesorgt, daß die Zeit viel zu schnell verging. Mit dem Lied "Kein schöner Land" verabschiedeten sich die ehemaligen Schüler am späten Abend. Am nächsten Tag traf man sich im Traditionsraum im Gymnasium Winsen. In der St. Marien-Kirche in Winsen konnten sieben Landsleute goldene oder diamantene Konfirmation feiern. Pfarrer Frithjof Besch ehrte die Jubilare in einem Gottesdienst. Vor Beginn der Kreistagssitzung eröffnete der Kreisvertreter die Gemäldeausstellung des Ehepaares Bockhold und die kunstgewerbliche Ausstellung des Jörg Heidenreich. Arno Litty wies darauf hin, daß es inzwischen die dritte Gemäldeausstellung ist, die während eines Hauptkreistreffens stattfindet. Das Ehepaar Bockhold war aus Rehna (Mecklenburg) angereist und zeigte mit seinen Ölgemälden vor allem Motive von der Ostseeküste und aus der ostpreußischen Heimat. Sie haben ihre Ausbildung in der Malerei erst vor zehn Jahren begonnen und verfügen inzwischen über eine stattliche Zahl von Gemälden. Jörg Heidenreich, der schon seit 22 Jahren im Kreistag der Kreisgemeinschaft mitarbeitet, präsentierte kunstgewerbliche Arbeiten mit Bauernmalerei. Der in Sommerswalde (Lasdinehlen) geborene Jörg Heidenreich hatte seine Arbeiten im Foyer der Stadthalle zu einem wunderbaren Blickfang aufgebaut. Zur öffentlichen Kreistagssitzung konnte Kreisvertreter Arno Litty neben den Besuchern des Hauptkreistreffens auch Ehrengäste begrüßen: Herrn Ruschmeyer, den 1. Stellvertretenden Bürgermeister von Winsen, Frau Dr. Karkmann, die Vorsitzende der Ost- und Westpreußen in Winsen, und Renate Wiese, die Nachfolgerin der jetzigen Geschäftsführerin Marie-Luise Steinzen. Aus Haselberg (Krasnoznamensk) war die stellvertretende Rayon-Verwaltungsleiterin, Frau Bespalowa, anwesend, die auch ein Grußwort sprach. Bei den Tagesordnungspunkten "Deutsch-russische Zusammenarbeit" und "Planung einer Reise des Kreistages nach Ostpreußen im Frühjahr 2004" kam es zu einer lebhaften Diskussion der Kreistagsmitglieder und der Zuhörer. Um 16 Uhr konnten dann die Besucher des Hauptkreistreffens auf Einladung der Stadt Winsen an einer Stadtrundfahrt teilnehmen, wobei eine rege Beteiligung festzustellen war. Dann fand der heimatliche Gemeinschaftsabend statt. Die "Hanseaten Combo" sorgte für Tanzmusik und Unterhaltung. Die Jugendgruppe des Winsener Volkstanzkreises überraschte die Anwesenden mit einer Darbietung ihres Könnens.

Der Sonntag wurde durch die feierliche Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Winsener Friedhof eingeleitet. Die anwesenden Landsleute und Mitglieder des Winsener Schützenkorps gaben der Kranzniederlegung einen würdigen Rahmen. Um 11 Uhr fand dann die Feierstunde im großen Saal der Stadthalle statt. Der Posaunenchor St. Marien und die Gesangsgruppe "Elbdeich-Brummer" sorgten für die musikalische Umrahmung. Nach der Begrüßung der Anwesenden und der Totenehrung durch Kreisvertreter Litty hielt Pfarrer Frithjof Besch die Andacht. Manfred Karthoff, stellvertretender Landrat des Kreises Harburg, verwies in seinem Grußwort auf die 50 Jahre Patenschaft des Landkreises Harburg für die Kreisgemeinschaft Schloßberg im nächsten Jahr. Er führte weiter aus: "Wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft Europas ohne Grenzen, in dem Ostpreußen aufgehen wird." Das Engagement der Kreisgemeinschaft sei ein wichtiger Baustein für die Vereinigung Europas. Der stellvertretende Bürgermeister von Winsen, Winfried Bremer, überbrachte die Grüße des Stadtrats. Er sprach anerkennende Worte über die Arbeit der Kreisgemeinschaft. Charles Montigny sprach für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Kreisverband Cuxhaven: "Sie starben in Ostpreußen, sie trugen einen Adler, aber auch einen roten Stern auf der Uniform. Heute erfolgt eine Versöhnung über den Gräbern. Die Enkelkinder der ehemaligen Feinde reichen sich die Hände." Nach dem Gedichtvortrag "Mutter im Osten" von Hans-Joachim Paris durch Lilli Janßen hielt der Publizist und Verleger René Nehring den Festvortrag zum Thema "Ostpreußen auf dem Wege nach Europa!" Er führte aus, daß sich Ostpreußen in riesigen Schritten in Richtung Westen in die EU be- wegt. Zwei Generationen, die dort inzwischen aufgewachsen sind, haben neue Fakten geschaffen nach über 50 Jahren. Unsere östlichen Nachbarn sind dabei, Teile ihrer Souveränität aufzugeben, indem sie sich der EU anschließen. Im nördlichen Ostpreußen liegt noch vieles im argen. Man sollte aber auch gewisse Fortschritte beachten. Der Königsberger Dom, die Salzburger Kirche in Gumbinnen und das Landstallmeisterhaus in Trakehnen sind wieder echte Wahrzeichen dieser Orte geworden. Im nördlichen Ostpreußen ist die deutsche Kultur das einzige, was an Kultur vorhanden ist und sollte auf jeden fall erhalten bleiben. Auch sollten die Kreisgemeinschaften und die Landsmannschaft Ostpreußen sich stets dafür einsetzen, daß Nord-Ostpreußen nicht durch das "Schengener Abkommen" isoliert wird. Immer stärker sollte dort Präsenz gezeigt werden. Nach dem Ostpreußenlied und dem Schlußwort von Kreisausschußmitglied Peter Gnaudschun, in dem er allen Mitwirkenden Dank sagte, klang mit dem Deutschlandlied die Feierstunde aus. René Nehring hielt dann noch einen Lichtbildervortrag über Reisen durch Ostpreußen, der von den Teilnehmern mit viel Lob aufgenommen wurde. Viele Gäste verbanden den Besuch des Vortrages mit einer anschließenden Besichtigung der Heimatstube. Sie zeigte sich wieder einmal als zweites Standbein des Hauptkreistreffens. Viele Mitglieder der Kreisgemeinschaft nahmen die Gelegenheit wahr, sich die vorhandenen Exponate anzuschauen. Das kleine Museum war durch zwei Wandteppiche und eine Vitrine mit zwei Violinen der Lehrerfamilie Redwanz in Seehuben (Jogschen), einer Stiftung von Ingrid Stenzel, geb. Redwanz, angereichert worden. Mit Gesprächen bei Kaffee und Kuchen ließ man das Kreistreffen ausklingen.

 

 

Tilsit-Ragnit

Kreisvertreter: Hartmut Preuß, Hordenbachstraße 9, 42369 Wuppertal, Telefon (02 02) 4 60 02 34, Fax (02 02) 4 96 69 81. Geschäftsstelle: Helmut Pohlmann, Telefon (0 46 24) 45 05 20, Fax (0 46 24) 29 76, Rosenstraße 11, 24848 Kropp

Militärsowchose Schillen - Die Veröffentlichung von Hans Dzieran in der Preußischen Allgemeinen Zeitung und der Erlebnisbericht von Helmut Samoleit haben ein breites Echo ausgelöst. Viele Leidensgefährten jener Jahre - damals noch im jugendlichen Alter - haben sich gemeldet, und einige konnten auch erstmalig nach 55 Jahren miteinander Kontakt aufnehmen. Zur weiteren Aufarbeitung dieses bisher vernachlässigten Kapitels ostpreußischer Nachkriegsgeschichte hat Hans Dzieran mehrere "Ehemalige" befragt und ihre Schicksale aufbereitet, wie sie zu Fremden in ihrem Land wurden. In Vorbereitung auf das nächste Kreistreffen wird eine Erlebnissammlung zusammengestellt, damit das Thema nicht eines Tages der Vergessenheit anheimfällt. Diese zeitgeschichtlich wertvollen Erinnerungen verdienen es, festgehalten und überliefert zu werden. Weitere Meldungen sind noch jederzeit möglich. Im Rahmen des nächsten Kreistreffens im kommenden Jahr wird es eine Wiedersehensfeier für die "Ehemaligen" der Militärsowchose Nr. 20 in Schillen und Sowchose 134 in Drosselbruch geben.

Neuer Landrat in Ragnit - Im Jahr 2003 waren in Ragnit Landtagswahlen erforderlich. Für Sergej Ledenjow war die Landratsfunktion bei gleichzeitiger Dumaabgeordnetentätigkeit nicht mehr zulässig. Ledenjow entschied sich für seine Abgeordnetentätigkeit, zumal er in der Königsberger Gebietsduma inzwischen zum Vorsitzenden des "Ständigen Haushalts- und Finanzausschusses" avanciert ist. Um das Amt des Landrats bewarben sich acht Kandidaten. Wunschkandidat der Königsberger Gebietsverwaltung war Sergej Kossjak, Direktor des Ragniter Betriebs für Landwirtschaftserzeugnisse "Agroneman". Die Presse veröffentlichte ein Foto von Gouverneur Jegorow und Kossjak mit der Aussage des Gouverneurs: "Ich unterstütze Kassjak!" Dennoch belegte im ersten Wahlgang am 18. Mai Kossjak nur den zweiten Platz. Rang 1 erreichte der Jurist Alexander Melnikow, Vorsitzender der Stadtparteileitung "Einheit Rußland". Die nun folgenden zwei Wochen standen im Zeichen eines erbitterten Wahlkampfes. Melnikow war bemüht, alle Wähler, die im ersten Wahlgang für den Kandidaten Klenowski gestimmt hatten, auf seine Seite zu ziehen. Er wies auf die ziemliche Übereinstimmung beider Programme hin und versprach, im Falle seines Wahlsiegs Klenowski zu seinem Stellvertreter zu machen. Klenowski wurde zum Zünglein an der Waage. Der 57jährige, von Beruf Landmaschineningenieur, begann seine Karriere als Komsomolsekretär von Insterburg und war von 1980 bis 1991 Parteichef der Ragniter Kommunistischen Partei. Nach dem Umschwung kam er in der Staatlichen Finanzverwaltung unter. Nun rief er seine Wähler auf, für Melnikow zu stimmen. Angesichts dieser Entwicklung mußte Kossjak noch einmal alles geben. AIF berichtete in ihrer Ausgabe 23, er verteile Wahlplakate und seine Ausgaben für den Wahlkampf beliefen sich auf 100.000 Dollar. Das wäre bei 16.000 Wahlberechtigten in der Tat ernorm. Zellstoffkombinat und Agroneman unterstützten seinen Wahlkampf. Am 1. Juni war die Stichwahl. Der Sieger hieß Melnikow. Er erhielt 4.352 Stimmen. Kossjak mußte sich mit 3.389 Stimmen zufrieden geben. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,1 Prozent.