© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 01. November 2003


Zitate

Über das Fiasko der deutschen Konzern-Giganten Daimler-Chrysler und Telekom bei der Einführung einer Lkw-Maut lacht mittlerweile die ganze Welt. Das New Yorker Wall Street Journal vom 27. Oktober schreibt düster:

"Die Pfuscharbeit hat der nationalen Würde Deutschlands einen Schlag versetzt."

 

 

Wie der französische Philosoph und Literat Manuel de Diéguez (siehe PAZ vor einer Woche) sieht auch Frankreichs Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin Deutsche und Franzosen Seite an Seite für den Erhalt ihrer Sprachen kämpfen. Der Frankfurter Allgemeinen vom 27. Oktober sagte er:

"Wir wollen die französische Sprache in der Welt verteidigen. Wir haben begriffen, daß wir das nur gemeinsam mit der deutschen Sprache können. Denn im Grunde sind die Sprachen in der Welt identisch. Wenn wir weder die französische noch die deutsche Sprache in der Welt verteidigen, verlieren wir viel von unseren kulturellen Fähigkeiten."

 

 

Der Geschäftsführer des Meinungsforschungs-Instituts Emnid, Klaus-Peter Schöppner (auch bekannt aus n-tv-Emnid) ist entsetzt über die Stimmung in Deutschland:

"Nie zuvor waren Beunruhigung und Angst in der Bevölkerung größer als derzeit. Es ist die schlimmste Krise des deutschen Parteiensystems. Politiker könnten den moralischen Anspruch verlieren, für die Wähler zu sprechen. Sie würden nicht mehr ernstgenommen. Das wiederum wäre eine Situation, die unser repräsentatives System in Frage stellen könnte. Im schlimmsten Fall könnte sich die Krise dann zur Demokratie-Krise entwickeln."

 

 

Zum Anschlag auf den amerikanischen Vize-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz in Bagdad meint die spanische Tageszeitung El Mundo vom 27. Oktober:

"Trotz aller Truppenverstärkungen, die die Amerikaner in den Irak schicken, wird der Widerstand immer stärker. Wie schon auf der Irak-Geberkonferenz in Madrid gesagt wurde, wird es im Irak ohne Sicherheit keine Investitionen geben. Hier liegt die größte Herausforderung für die Amerikaner, die derzeit ein bedauernswertes Bild der Impotenz abgeben."

 

 

Die Stimmung in den USA hinsichtlich des Irak faßt der New York-Korrespondent von Spiegel-online am 28. Oktober zusammen:

"Kritiker warnen vor einem endlosen Krieg und nutzen als Vergleich immer häufiger das berüchtigte ,V-Wort': Vietnam."