© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 08. November 2003


Dem Lauf der Zeit ein Schnippchen ...
Seit 110 Jahren betreibt die Königsberger Familie Bistrick ihr Unternehmen

Nicht nur Märchen fangen mit den Worten "Es war einmal" an. Es war einmal, im fernen Königsberg, dort beginnt die Geschichte der Firma Bistrick.

Im November 1893 eröffnete damals Walter Bistrick dort einen kleinen Uhrenladen. Innerhalb kürzester Zeit brachte es der selbständige Uhrmachergehilfe zu einem eigenen Haus mit großem Uhren-, Schmuck- und Silberwarengeschäft.

Um 1900 war der Betrieb eines der sechs größten Uhrenfachgeschäfte Deutschlands. Nach dem Tod des Firmengründers, im März 1927, übernahmen seine Frau Martha, seine Söhne und der Bruder die Leitung der Firma und setzten so die erfolgreiche Arbeit fort.

Dem Bombenhagel der Alliierten im Jahre 1944 fielen sowohl das Geschäft als auch das Filialhaus zum Opfer. Doch in den Ausweichwerkstätten lief der Betrieb weiter, bis zum Kriegsende.

Als einziger Überlebender der Söhne des Firmengründers Walter Bistrick führte Arnold Bistrick die Geschäfte weiter. Harte Aufbaujahre folgten. Ein erster Neuanfang nach der Vertreibung wurde in Hamburg gewagt. Dann wurde der Sitz des Unternehmens nach Stuttgart und schließlich, 1967, an seinen heutigen Standort, den Bahnhofsplatz in Baldham, verlagert.

Der Diplom-Kaufmann, Uhrmacher und Juwelier nahm seinen Sohn Wolfgang Bistrick, auch Diplom-Kaufmann und Schmuckexperte, bereits 1966 als Teilhaber mit in sein Unternehmen. Nach dem Tode Arnold Bistricks 1989 führt Wolfgang Bistrick das Unternehmen im Sinne der ostpreußischen Vorfahren weiter. EB

Wem die Stunde schlägt: Damalige Außenreklame des Uhrenfachgeschäftes. Foto: www.juwelier-bistrick.de