© Preußische Allgemeine Zeitung / 28. Februar 2004

Lebendig und spontan
Ausstellung mit Arbeiten der "Brücke"-Künstler

Als Vorgeschmack auf das Jubiläumsjahr der Künstlergruppe "Brücke" 2005 zeigt das Berliner Brücke-Museum im Kunstforum der Berliner Volksbank, Budapester Straße 35, 10787 Berlin, bis zum 2. Mai einen Querschnitt aus seiner Graphischen Sammlung (täglich außer montags 10 bis 18 Uhr). 140 Hauptwerke aus den Jahren 1905, dem Gründungsjahr der Künstlerguppe, bis 1914 vermitteln einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung des typischen "Brücke-Stils".

Die starken, leuchtenden Farben, der spontane Pinselschwung und die unorthodoxe Formgestaltung weisen sie als hervorragende Beispiele expressionistischer Kunst aus. Die ausgewählten Arbeiten zeugen von der besonderen Qualität und der Einzigartigkeit der Blätter. Herausragende Neuerwerbungen aus den letzten Jahren wurden ebenso mit einbezogen wie Arbeiten von Künstlern, die nur vorübergehend der Gruppe angehörten. So sind neben Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafik von Ernst Ludwig Kirchner, von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rotluff und Max Pechstein auch Arbeiten von Fritz Bleyl, Emil Nolde und Otto Mueller zu sehen. "Unmittelbar und unverfälscht", so der Titel der Ausstellung und ein Zitat aus dem Programm der "Brücke", so wirken auch heute noch, fast 100 Jahre nach ihrem Entstehen, die Blätter auf den Betrachter - lebendig und spontan, erfrischend und die Sinne berührend. Man

Erich Heckel. An den Moritzburger Teichen (Aquarell, 1909). Diese Arbeit ist ebenfalls in der Berliner "Brücke"-Ausstellung zu sehen

Foto: Kunstforum


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