© Preußische Allgemeine Zeitung / 17. Dezember 2005

Erleichterungen für Christen in der Türkei?

Nach massiver Kritik an der Intoleranz des türkischen Staates gegenüber christlichen Religionsgemeinschaften zeichnet sich jetzt eine behutsame Wende an. So sagte der Präsident des „Amtes für religiöse Angelegenheiten“, Ali Bardakoglu, dem Ratsvorsitzenden der EKD, Bischof Wolfgang Huber, nach einem Gespräch in Hannover zu, sich für eine „Lösung der Probleme“ einzusetzen. Man sei sich darin einig, daß „Toleranz und gegenseitiger Respekt zwischen den Religionen unentbehrliche Voraussetzungen für Menschenrechte und Demokratie“ seien, berichtet die evangelische Nachrichtenagentur „idea“. In der Türkei existiert zwar seit 120 Jahren eine deutsche evangelische Gemeinde; sie ist aber nicht rechtlich anerkannt und darf daher weder über Besitz noch ein Bankkonto verfügen. Huber und Bardakoglu waren sich ferner darum einig, islamischer Religionsunterricht in Deutschland müsse in deutscher Sprache erteilt werden, um der Integration zu dienen. E. B.


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