© Preußische Allgemeine Zeitung / 17. Dezember 2005

MELDUNGEN

Geheimnisvolle US-Flüge

Schiemanen – Wie die polnische Zeitung „Gazeta Wyborcza“ berichtet, sind US-amerikanische Flugzeuge mindestens fünfmal in Schiemanen bei Ortelsburg gelandet. Dem Abfertigungspersonal des Flugplatzes sei es nicht erlaubt gewesen, sich der Maschine zu nähern. An das Flugzeug seien nur Omnibusse der Nachrichtendienstschule aus Alt Keykuth, Kreis Ortelsburg herangefahren. Wie das Tageblatt von unabhängigen Quellen erfahren haben will, ist die erste US-amerikanische Maschine, ein 14sitziger Düsenjet, auf dem früheren Militärflugplatz in den masurischen Wäldern in der zweiten Hälfte Dezember 2002 gelandet. Nach Informationen der Zeitung sind solche Flugzeuge im Jahre 2003 mindestens noch dreimal gelandet. Niemals wurde ein Passagier auf dem Flugplatz registriert. Einen Tag nach jeder Ankunft der geheimnisvollen Maschinen erschien ein gut gekleideter Herr und bezahlte die Landegebühr an der Kasse der Flughafengesellschaft in bar.

Versteigerung – Fünfter Versuch

Lyck – Die Stadtverwaltung Lyck will noch in diesem Jahr einen weiteren Versuch unternehmen, das frühere Ordensschloß zu verkaufen. Es wird bereits der fünfte Versuch sein, das Denkmal zu veräußern (vgl. Folge 43).

Das erste Mal hatte man zu Beginn der 90er Jahre versucht, das Schloß am See abzustoßen. Danach hatten die Kommunalpolitiker noch mehrmals Versteigerungstermine angesetzt, zu denen aber niemand erschien, obwohl an dem Kauf deutsche und israelische Investoren Interesse zeigten. Gestört hatte sie, daß das Ordensschloß nur in Verbindung mit der ganzen Halbinsel, auf der sich neben dem Schloß auch noch Wohnhäuser befinden, zum Verkauf stand. Damit ein Käufer die ganze Halbinsel zu seiner Disposition hätte, hat sich die Stadt nun bereiterklärt, die Familien, die neben dem Schloß wohnen, umzusiedeln. Des weiteren haben die Kommunalpolitiker den Mindestpreis gegenüber der Septemberversteigerung um ein Zehntel gesenkt. Nun beträgt er eine Million Zloty, was etwa 257000 Euro entspricht.

 

Verfolgte Wölfe suchen Asyl

Elbing – In die Wälder der Region Elbing wie auch ins Weichseldelta wandern Wölfe zu. Die Tiere kommen aus dem Osten, weil sie in Lettland und Estland von Jägern ohne Einschränkung gejagt werden dürfen, während sie in der Republik Polen gänzlich geschützt sind.

Vor einigen Jahren noch war auf dem Gebiet der früheren Woiwodschaft Elbing Wölfe eine Seltenheit. Erst in letzter Zeit wuchs ihre Anzahl. Nach Schätzungen der örtlichen Abteilung des polnischen Jägerverbandes, sind aus zwei, drei Exemplaren inzwischen mindestens zehn geworden. Die Jäger erwarten, daß sich die Zahl dieser Greifsäuger in den Wäldern um Elbing und im Weichseldelta künftig noch weiter erhöhen wird. Leidtragende werden mit Sicherheit wild lebende Tiere wie Rehe und Hirsche sein.


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