© Preußische Allgemeine Zeitung / 17. Dezember 2005

MELDUNGEN

EU-Geld für Truso-Forschung

Elbing – Das Museum in Elbing erhält EU-Fördergelder aus dem Programm „Lagomar“. Dieses Programm soll dem Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie der Zusammenarbeit zwischen den Menschen um das Stettiner, das Kurische und das Frische Haff dienen. Die Elbinger erhalten das Geld unter anderem für archäologische Untersuchungen in Ellerwald, wo Spuren von Truso entdeckt wurden, einem der Haupthandelszentren an der Ostsee im frühen Mittelalter. Weitere Unterstützung erfährt das Museum dabei von der Universität Freiburg. So könne das Museum, schwärmt der Archäologe Marek Jagodzinski, Spezialgeräte benutzen, mit deren elektromagnetischen Wellen unter der Erdoberfläche verborgene Gegenstände beziehungsweise deren Spuren aufgespürt werden könnten.

Der auf zwei Jahre ausgerichtete Etat des „Lagomar“-Programms hat einen Umfang von zwei Millionen Euro. Nutznießer sind Museen wie das Elbinger, Tourismuseinrichtungen, Kommunen sowie die Universitäten von Rostock, Greifswald, Königsberg und Memel.

 

Burg wird restauriert

Rastenburg – Auf der Burg haben Restaurierungsarbeiten begonnen. Die Stadt erhielt hierfür vom Kulturministerium gut 58000 Zloty (etwa 15000 Euro). Eine Firma aus Bialystok führt eine konservatorische Inventarisierung sowie Untersuchungen über die geotechnischen Verhältnisse durch. Für die Erneuerung des hölzernen Kreuzganges wird ein Konzept erstellt. Diese Unterlagen sind vonnöten, um bei der Europäischen Union Geld für die Grundrestaurierung der Ordensburg beantragen zu können. Es ist geplant, den Rittersaal wiederherzustellen und die Burgmauern zu rekonstruieren. Des weiteren soll die Burg behindertengerecht werden.

Die Burg aus dem 14. Jahrhundert war 1945 von der Roten Armee abgebrannt und in den 60er Jahren wiederaufgebaut worden. Zur Zeit ist dort das „Wojciech-Ketrzynski-Museum“ untergebracht, das pro Saison von etwa 15000 Touristen besucht wird.

 

"Indiana Park" für Sensburg

Sensburg – Ein Paradies für Extremsportler mit Seilen, Brücken und Übergängen möchte Sensburg den Touristen auf dem Berg Vierwinden bereiten. Neben drei Kilometer Seil fehlen hierfür jedoch auch noch 16000 Zloty, umgerechnet gut 4000 Euro. Wie der Koordinator des Projektes, der Leiter des Gemeindezentrums für Sport und Erholung, Jacek Ordyszewski, wissen ließ, werden derartige Anlagen in westlichen Ländern bereits mit Erfolg betrieben und es sei an der Zeit, daß sie auch in Masuren Eingang finden. Die Verantwortlichen versprechen sich von der Investition, auf diese Weise neben den Skifahrern auch Freunde des Extremsportes nach Sensburg locken zu können – und die im Gegensatz zu den Wintersportlern nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über. Das projektierte Extremsportlerparadies hat übrigens auch schon einen Namen: „Indiana Park“.


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