© Preußische Allgemeine Zeitung / 17. Dezember 2005

MELDUNGEN / ZUR PERSON

US-Soldaten tarnen sich als Deutsche

Berlin – Nach Informationen des Journalisten und renommierten Orient-Kenners Peter Scholl-Latour tarnen sich US-amerikanische Soldaten in Afghanistan als Angehörige der deutschen Streitkräfte. Dies äußerte Scholl-Latour in der TV-Sendung „Maischberger“ am Donnerstag vergangener Woche. Deutsche Soldaten profitieren von einer immer noch verbreiteten Deutschfreundlichkeit unter den Afghanen, während Amerikaner eher auf Ablehnung oder gar Feindseligkeit stoßen. Deutsche waren seit Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder maßgeblich an der friedlichen Entwicklung des Landes beteiligt.

 

Empörung über Stiftungschef

Warschau – Der Vorsitzende der Stiftung „Polnisch-Deutsche Versöhnung“, Jerzy Sulek, ist wegen der Einnahme hoher Prämien in die Kritik geraten. Die Stiftung wird mit deutschen Steuermitteln finanziert und zahlt Entschädigungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter oder deren Erben in Polen. Sulek hat neben seinem regulären Monatsgehalt von 3500 Euro noch eine Jahres- und Jubiläumsprämie von 28000 Euro erhalten. Angesichts der hiermit verglichen mageren Entschädigungen haben NS-Opfer wütend reagiert, als die hohen Zahlungen an Sulek bekannt wurden.

 

Juristin führt Kreditanstalt

Das kostenträchtige Auswechseln hoher Staatsbediensteter hat in Zeiten heftiger Finanznot erhebliche Kritik ausgelöst. Ohne daß fachliche oder Altersgründe vorlägen, werden Posten neu besetzt, was den Verdacht der Parteipatronage aufdrängt. Auch die Spitze der staatlichen „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ (KfW) wird ausgetauscht. Die 1945 geborene SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Maier rückt an die Stelle des nur vier Jahre älteren bisherigen KfW-Vorstandssprechers Hans W. Reich.

Während Reich eine klassische Banker-Ausbildung bei der Dresdner Bank absolviert hat, lernte die Juristin Matthäus-Maier das Finanzwesen erst auf der politischen Bühne kennen.

1969 in die FDP eingetreten wurde sie 1972 Bundesvorsitzende der damaligen FDP-Jugendorganisation „Jungdemokraten“ und zog 1976 in den Bundestag ein. 1982 verließ Matthäus-Maier die Liberalen aus Protest gegen den Koalitionswechsel von der SPD zur Union. Gleich 1983 wurde sie als SPD-Kandidatin wieder in den Bundestag gewählt, dem sie bis 1999 angehörte. Ihr Mandat legte sie nieder, als sie in den Vorstand der KfW aufrückte.

Im Zivilberuf arbeitete die neue Bankchefin als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Oberverwaltungsgericht und dann als Verwaltungsrichterin in Münster.


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