© Preußische Allgemeine Zeitung / 04. März 2006

Leserforum

CDU ist Steigbügelhalter linker Meinungsführerschaft
Betr.: "Ohne jede Grundlage" (Nr. 3)

Wir sind kein "Rechtsstaat", sondern ein "Linksstaat", weil Recht in Deutschland einen rechten Aussetzer hat, Recht wird zum Unrecht umfunktioniert, wenn von Links gegen Rechts geblasen wird. Und wann bläst die antinationale in ihrem Kern deutschfeindliche Linke nicht? Hassenswerte Feinde hat sie genug. Und in der Auswahl ihrer Mittel ist sie hemmungslos.

Herr v. Leesen belegt zutreffend, wie mit der Auswahl der Delikte bereits gefälscht wird, wobei die Fälschung noch durch fehlende Vergleiche verstärkt wird. Die deutsche Justiz stellt sich dabei nicht selten als Handlanger linker Interessen ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Da auch ein großer Teil der Medien in ein linksgestricktes Muster gehört, in dem Nachrichten sortiert und nach Interessenlage gewichtet werden, darf man getrost meinen, daß Meinungsfreiheit in unserem Land nicht in ausreichendem Maß gegeben ist.

Sich nicht dem linken Meinungsdruck beugende ehrenwerten Journalisten gibt es zwar in vielen Medien, aber ihrer sind leider zu wenig, auch werden sie häufiger als Feigenblätter mißbraucht. Die linke Grundhaltung vermögen sie nicht zu ändern.

Frau Merkel und die CDU lassen sich wohl am treffendsten als inaktive Steigbügelhalter linker Meinungsführerschaft zuordnen.

Rudolf Halm, Ludwigshafen

 

Es gibt keine Aufrechnung!
Betr.: "Erzwungene Wege" (Nr. 5)

Der Kampf gegen die Wahrheit - nichts anderes ist der Kampf gegen ein "Zentrum gegen Vertreibungen" - ist an Erbärmlichkeit nicht zu überbieten. Das widerwärtige Bemühen, Gewalt gegenüber Menschen, auch Deutschen, zu entschuldigen, als Folge darzustellen, muß jeden mitmenschlich und moralisch Fühlenden entsetzen. Doch führt wohl die Moral in unserem Lande nur noch ein Schattendasein, wie sonst wäre zu erklären, daß es nicht möglich sein soll, die Leiden der deutschen Vertriebenen für sich darzustellen.

Es gibt kein Aufrechnen! Jedes Leid zählt für sich! Und jedes drängt ans Licht.

Mathias Boß, Bielefeld

 

Singuläres Verbrechen
Betr.: "Du bist Hitler oder die verbotene Trauer" (Nr. 50)

Herr Röhl nennt die Vertreibung der Deutschen und die Ermordung von 2,14 Millionen dieser Flüchtlinge ein "einmaliges Ereignis in der neueren Geschichte, das jede bisher gekannte geschichtliche Dimension sprengt. Ein singuläres Verbrechen." Warum findet dieses Ereignis dann so wenig Beachtung? Mir scheint, das hängt auch mit den in der Öffentlichkeit verwendeten Begriffen zusammen. Aus dem Begriff "Vertreibung" geht nicht hervor, daß dabei 2,14 Millionen Menschen zu Tode gekommen sind, ebensowenig aus den heute propagierten Begriffen "Umsiedlung", "Bevölkerungstransfer", "Zwangsmigration" und ähnliches. Die sprachliche Verharmlosung verschleiert das tatsächliche Geschehen. Der adäquate Begriff wäre "Ethnozid", das heißt der Versuch, eine Ethnie (Volksgruppe) durch verschiedene Maßnahmen (Deportation, Vertreibung, aber auch physische Liquidierung) in einer bestimmten Region auszulöschen. "Ethnozid" ist stärker als "Vertreibung", aber schwächer als "Genozid" oder "Völkermord".

Die Vertreibung der Schlesier war kein Genozid, wohl aber ein Ethnozid. Um die Singularität des Geschehens auszudrücken, bieten sich überdies regionale Differenzierungen an. So läßt sich die Zerstörung Schlesiens unter dem Begriff "Silesizid" zusammenfassen. Derartige Begriffe könnten der Verharmlosung durch die heutige Political Correctness entgegentreten. Daß die Sache der Vertriebenen so sehr in die Defensive geraten ist, hängt in hohem Maße mit der Sprachregelung zusammen.

Ulrich Teubner, Bad Reichenhall

 

Gejagte
Betr.: "Tribunal vor dem Richtertisch des Historikers" (Nr. 8)

Ein alter Dorfbürgermeister aus der Umgebung von Leipzig hat mir nach dem Kriege seine Ansicht gesagt. Er sagte: "Hitler hat das ganze deutsche Volk überanstrengt."

Ich glaube, daß die Zeit noch nicht gekommen ist, diese Klarstellung zu veröffentlichen, ohne daß sie als "Entschuldigung" verteufelt wird. Aber wer die Zeit mitgemacht hat, hat erlebt, wie ein weitgehend schlecht ernährtes Volk (Hungerjahre im Ersten Weltkrieg, dann die Inflation, Arbeitslosigkeit 1929 bis 1933, Hitlers Lebensmittel-Kürzungen) von einer übermäßigen Anstrengung in die nächste gejagt wurde, bis hin zum wahnwitzigen Stalingrad-Unternehmen.

Annemarie Kordack, Herford

 

Dresden wurde Massengrab - "heimtückischster Akt der ganzen britischen Geschichte"
Betr.: Dresden

Im Februar 1945, nur knapp drei Monate vor der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht (am 8. Mai 1945), wurde die militärisch fast bedeutungslose Stadt Dresden, unser "Elbflorenz", von Aberhunderten englischer und amerikanischer Bombenflugzeuge angegriffen und in Schutt und Asche gelegt. Laut Franz Kurowski, ("das Massaker von Dresden ...") sollen dabei etwa 10000 Sprengbomben und ungefähr 500000 Stabbrandbomben abgeworfen worden sein. Zum Zeitpunkt des Terrorangriffes befanden sich über eine Million Menschen in der Unglücksstadt, zumeist Frauen, Kinder und ältere Männer, denn die wehrfähigen Männer kämpften auf den zahlreichen Kriegsschauplätzen.

Äußerst bedenklich stimmt nun, welch unterschiedliche Angaben hinsichtlich der Anzahl der Bombenopfer gemacht werden. "Meyers enzyklopädisches Lexikon" (1973) schreibt, daß die Stadt Dresden am 13. und 14. Februar 1945 trotz ihrer militärischen Bedeutungslosigkeit das Opfer dreier britisch-amerikanischer Luftangriffe geworden sei. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich neben ihren Einwohnern (etwa 650000) noch etwa 500000 schlesische Flüchtlinge in der Stadt aufgehalten. Angaben über die Anzahl der Umgekommenen unterbleiben.

In "New Encyclopaedia Britannica" (1993) findet sich folgende kurze Notiz: "Dresden wurde bis zum 17. April weiter bombardiert. Es wurden zwischen 35000 und 135000 Menschen getötet. Militärisch wurde wenig erreicht. Eine der schönsten Städte Europas wurde durch die Luftangriffe ausradiert (obliterated)."

"Der große Brockhaus" berichtet zu unterschiedlichen Zeiten Unterschiedliches, so zunächst 1955: "Das einst weltberühmte Stadtbild wurde am 13. Februar 1945 zerstört. Gegen 21 Uhr griffen britische und 1 1/2 Stunden später starke amerikanische Bomberverbände die mit oberschlesischen Flüchtlingen überschwemmte Stadt mit Brand- und Sprengbomben sowie im Tiefflug an. Die Zerstörung übertraf alles, was sonst deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg im Verlauf weniger Stunden erlitten ... Die Zahl der Opfer wird auf bis zu 300000 geschätzt." Vergleichen wir damit, zu welchen Ergebnissen das gleiche Konversationslexikon im Jahr 1988 gelangt: "Da sich an den Angriffstagen in der Stadt eine hohe Zahl von Flüchtlingen aus dem deutschen Osten aufhielt, schwanken die Angaben über die Toten sehr stark. Während der politisch nicht unumstrittene britische Historiker D. Irving eine Zahl von 135000 Toten nennt, gibt G. Bergander ... eine Zahl von 35000 Toten an; sie gilt heute als die wahrscheinlich zutreffende."

Im Ostpreußenblatt (Verlag in Hamburg) stand am 12. Oktober 1996: "Dresden, wo vom 13. bis 15. Februar 1945 670000 abgeworfene Bomben nach Mitteilung des Internationalen Roten Kreuzes 275000 Frauen, Greisen und Kindern den Tod brachten, ist zum Symbol für die Massenvernichtung von Menschen geworden." Wenn man die extrem voneinander abweichenden Zahlenangaben gegeneinander hält, wird man an die berühmt-berüchtigten Worte des Pontius Pilatus erinnert: "Was ist Wahrheit?" In seinem, wie ich meine, lesenswerten Buch "Geschichte der Deutschen" vermerkt Professor Dr. Joseph Rovan, gebürtiger Münchener jüdischer Abkunft, Mitglied der "Résistance", Überlebender des KZs Dachau: "Seit 1941 hatten die englische und die amerikanische Luftwaffe systematisch die deutschen Städte bombardiert, im Februar 1945 starben 70000 Menschen im Inferno von Dresden." Wie wir wissen, bedeutet Inferno Hölle und die Hölle spielt laut unserer christlichen Eschatologie bei der Bestrafung der ewig Verdammten eine besondere Rolle. In der Hölle wird geröstet und gebraten! Hören wir weitere Stimmen zu Dresden! Prof. Dr. Dr. Hellmuth Rössler schreibt in "Deutsche Geschichte" in Bezug auf Dresden: "Hier wurde eine der führenden europäischen Kulturstädte zum Massengrab."

Am 16. Januar 1967 bezeichnete Lord Boothby im "Sunday Express" die Bombardierung Dresdens als "heimtückischsten Akt der ganzen britischen Geschichte", was die herrschende Kaste in England nicht davon abhielt, Luftmarschall Harris ein Denkmal zu setzen!

Helmut Schrickel, Coburg

Dresden in Trümmern: Am 5. und 6. März, jeweils um 20.15 Uhr, zeigt das ZDF einen zweiteiligen Spielfilm über die Bombenangriffe auf die sächsische Hauptstadt am 13. und 14. Februar 1945. Szenenfoto: ZDF / Conny Klein

 

Früchte eines arbeitsamen Lebens lösen sich auf
Betr.: "Wettlauf nach links" (Nr. 2)

Ich wuchs in einer normalen Familie auf und hatte trotz des Krieges eine glückliche Kindheit. Ich wurde streng, aber gerecht erzogen (deutsche Leitkultur). Treu, arbeitsam, hilfsbereit, zuverlässig, tolerant, verständnisvoll und ehrlich (quäle nie ein Tier zum Scherz).

Mit solchen Eigenschaften wird man heute von vielen Multikulti-Aposteln als Nazi betitelt. Ich beurteile einen Menschen nicht nach Rasse oder Herkunft, sondern nur nach seiner Lebenseinstellung und Menschlichkeit. Auch nicht nach seiner Stellung oder Titel oder was er besitzt, sondern nach dem, was er weiß oder kann und was er tut. Ich habe in meinem Leben viele studierte Nullen kennengelernt, aber auch viele sogenannte ungebildete Spezialisten.

Mit 17 Jahren hatte ich eine abgeschlossene Schreinerlehre hinter mir. Ein Jahr arbeitete ich als Geselle, dann machte der Laden dicht. In meiner Heimat Niedersachsen sah es 1953 schlecht aus mit Arbeitsstellen und dem Geld verdienen. Da der Staat dringend junge, gesunde Arbeitskräfte für den Kohlebergbau suchte, meldete ich mich. Es war eine schwere gefährliche Arbeit, aber man versprach uns gutes Geld, das wir auch bekamen. Man hat uns auch eine gute Rente versprochen, die ich auch heute bekomme.

Ich muß aber jetzt feststellen, das sich meine Altersversorgung und ärztliche Versorgung in Luft aufzulösen scheinen.

Gerd Willke, Lünen

 

Uwe Greve hat sich für Deutschland verbraucht
Betr.: "Ein Leben für Deutschland" (Nr. 52)

Der plötzliche frühe Tod Uwe Greves hat uns doch sehr betroffen gemacht. Ein Idealist, der sein ganzes Leben für Deutschlands Zukunft, aber auch Vergangenheit und Gegenwart einsetzte, und dafür, wie Sie schreiben, letztendlich zuviel Kraft und Zuversicht verbraucht hat. Schon als Student in den 60er Jahren war Uwe Gast und Parteifreund in unserem Haus, gemeinsam waren wir für die Freiheitspartei (Prof. Kunstmann) tätig und traten auf Grund von Uwes Initiative in Dithmarschen zur Bundestagswahl an! Uwes Elan und Idealismus beflügelte seine damaligen Parteifreunde immer wieder zu Einsatz und Motivation, mit Freude und Kraft gab er sich ganz der Sache hin, und mit dieser Einstellung "Alles für Deutschland" hat er die letzten 40 Jahre gearbeitet und gelebt.

Sie schreiben ganz richtig: Ein Leben für Deutschland - aus Uwes persönlicher Sicht zum Ende jetzt vielleicht umsonst! Für uns aber nicht.

Von eigenen Parteifreunden beiseite geschoben, und dazu von anderen Mitgliedern des Landtages angefeindet und übergangen. Vielen, denen Über- und Weitblick fehlt, bekämpfen und mißgönnen dies anderen. Ist man so Anfeindungen ausgesetzt und wird übergangen von eigenen, aber auch anderen Fraktionen, nagt das an einem und fördert nicht gerade das für uns so wichtige intakte Immunsystem.

Erinnerungen wurden bei Ihrem Abschiedsbrief wach; so kritisierte Uwe einmal die mangelnde Kompetenz und fehlendes Fachwissen der meisten Abgeordneten, so könnten höchstens zwei Mitglieder des "Hohen Hauses" einen Haushaltsplan lesen. Vielen machte Uwe mit seiner Aussage Hoffnung: "Geschichtslügen überdauern ungefähr zwei Generationen. Er war ein froher, Freude ausstrahlender Optimist!

Karl Wilhelm Looft, Heide

 

Zahlengebirge
Betr.: "Auf immer festgeschrieben" (Nr. 5)

Für mich bleibt für immer unbegreiflich, wie die offizielle Geschichtsverfälschung sich an bestimmten Zahlen von Ermordeten festklammern kann, obwohl doch auch jeder Nicht-Historiker, wohl aus Furcht vor beschränkter Meinungsfreiheit nur im stillen Kämmerlein, sich ausrechnen kann, daß einige Zahlenangaben einfach nicht stimmen können.

Der Grund scheint für mich daran zu liegen, daß das Leid und der Schmerz der einzelnen viel zu wenig gesehen wird. Ist es denn nicht schrecklich genug, wenn 100, 1000 oder 10000 Mitmenschen umgebracht wurden? Das ist doch schon unvorstellbar viel, das Verbrechen riesengroß! Muß man sich denn an Zahlengebirgen delektieren und sich an bestimmte Zahlen festklammern?

Der gewaltsame Tod jedes Menschen ist schrecklich. Das Leid des einzelnen Menschen rührt uns an.

Frank Honold, Aschaffenburg


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