© Preußische Allgemeine Zeitung / 20. Mai 2006

Köstliches für Leib und Seele

Bleibe im Lande und nähre dich redlich", liest man schon in der Bibel (Psalm 37,3), und viele Deutsche werden auch in diesem Jahr wieder "im Lande bleiben" und ihren Urlaub in Deutschland genießen. Es müssen ja nicht immer ferne Länder sein, schließlich findet man in heimischen Landschaften auch so manchen Ort, der Vergnügen pur oder aber auch Erholung pur bietet - je nach Geschmack. Mecklenburg-Vorpommern hat gerade in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Davon kann man sich bei der Lektüre eines Buches überzeugen, das alle Sinne anspricht. Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Mecklenburg-Vorpommern von Andreas Neubert und Angela Liebich (Neuer Umschau Buchverlag, Neustadt / Weinstraße, 264 Seiten, gebunden, 29,90 Euro) enthält neben brillanten Fotos von Land und Leuten eine Fülle von Reisetips über gastronomische Höhepunkte und lauschige Restaurants oder Hotels. Einige der Spitzenköche haben sogar das eine oder andere Rezept verraten, das man durchaus nachkochen kann. Und wer wissen möchte, warum das Pommersche Landesmuseum in Greifswald in diesem Buch Aufnahme gefunden hat, der liest am besten selber nach ...

Apropos, selber kochen. In den Sommermonaten kann man es meist schon lange vor dem eigentlichen Genuß riechen: Die Grillsaison ist wieder angebrochen. In Gärten und auf Terrassen wird geschmurgelt "auf Deiwel komm raus". Grillen ist doch ganz einfach, sagt der Laie, und der Fachmann wundert sich. Ein solcher Fachmann ist Luce Höllthaler, der sich selbst als "Schaugriller in der gehobenen Gastronomie" bezeichnet. Er hat für den Hädecke Verlag ein erstaunlich amüsantes, aber auch interessantes Buch über das Grillen geschrieben: Grillkunst am Feuer (75 Seiten mit 42 Farbfotos, gebunden, 9,95 Euro). Da erfährt selbst der erfahrene Kleingarten-Grillkünstler noch Neues, etwa daß man das Fleisch erst dann mit Öl bestreichen sollte, wenn es angebraten ist. Besonders gut schmeckt das Steak oder Kotlett, wenn es vor dem Grillen nur trocken gewürzt wurde. Daß Grillen nicht nur eine andere Form des Bratens ist, sondern vor allem auch ein gesellschaftliches Ereignis, das vermittelt das lesenswerte Buch des Grillkünstlers Höllthaler, der darin ganz so nebenbei auch einige leckere Rezepte verrät. - Grillen ohne Kräuter ist so wie Liebe ohne Küsse. Sie geben dem Ganzen erst das gewisse Etwas. Zu den Kräutern, die mittlerweile auch aus der deutschen Küche nicht wegzudenken sind, zählt das Basilikum. Viel mehr als ein Küchengewürz ist diese Pflanze, die Thuri Maag und Theres Berweger in ihrem äußerst informativen Buch vorstellen (Hädecke Verlag, 94 Seiten. gebunden, 14,90 Euro) und die es in 15 Sorten gibt. SiS


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