© Preußische Allgemeine Zeitung / 22. Juli 2006

Werke von Johannes Gecelli

Es ist mühevoll, diesen Bildern zu folgen“, zitierten wir einmal aus einem Ausstellungskatalog und fügten hinzu: „... und doch sehr faszinierend.“ Die Rede war und ist von den Arbeiten des 1925 in Königsberg geborenen Malers Johannes Gecelli.

Einfarbig wirkende Flächen, die sich erst beim genauen Hinsehen in feine Striche und vielfältige Farben auflösen, Figuren, die schemenhaft erscheinen, wie eine Gestalt in einer Menschenmasse. – Gecelli 1975: „Nur wenig Kontraste sind nötig, um die menschliche Gestalt zu erkennen. Den Rest besorgt das gespeicherte Wissen: das Bild, das wir von ihr haben.“

Johannes Gecelli, der an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Von 1965 bis 1988 lehrte Gecelli an der Hochschule der Künste in Berlin. Gezeigt werden jetzt in der Berlinischen Galerie die neuesten Bilder des 80jährigen Malers, der, seit er 1994 sein großes Atelier in Jühnsdorf bei Berlin bezog, in eine besonders intensive Schaffensphase eingetreten ist. Außer den im Besitz der Berlinischen Galerie befindlichen Arbeiten sind Werke aus dem Privatbesitz zu sehen. Mit Johannes Gecelli ehrt die Berlinische Galerie einen einzigartigen Künstler, der auch als Hochschullehrer auf Kunst und Künstler in Berlin fruchtbaren Einfluß hatte. pm / os

Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße, ist montags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt 6 / 3 Euro, bis 20. August.


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