07.12.2021

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17.02.07 / Von allen Seiten regelmäßig geprüft

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-07 vom 17. Februar 2007

Von allen Seiten regelmäßig geprüft

Ein halbes Jahr vor der Fußball-WM 2006 schreckte die "Stiftung Warentest" die Deutschen auf: Die Sicherheit in den Stadien sei vielfach mangelhaft, behauptete die bei den Konsumenten angesehene Stiftung. WM-Koordinator Franz Beckenbauer reagierte äußerst gereizt. Die Warentester mögen sich auf die Qualitätskontrolle von Lebensmitteln und ähnlichem beschränken, von Stadionsicherheit verstünden sie nichts.

Laut dem Pressesprecher des "Deutschen Fußballbundes" (DFB) Stephan Brause hat sich die harsche Zurückweisung der "Warentest"-Vorwürfe im nachhinein glanzvoll bestätigt: "Wir haben eine wundervolle und harmonische WM erlebt. Die Kritik an der Stadionsicherheit hat sich als unbegründet erwiesen", so Brause gegenüber der PAZ.

Für die Sicherheit in den Arenen gelten zunächst die strengen Bauvorgaben des Gesetzgebers, der auch deren Einhaltung überprüft.

Darüber hinaus untersucht ein eigener Sicherheitsausschuß der jeweiligen Liga vor jeder Saison den Zustand der Stadien erneut. Dabei gelten beispielsweise bei der Bundesliga die Zulassungsbestimmungen des DFB, für den neben dem verbandseigenen Sicherheitsausschuß ein hauptamtlicher Sicherheitsbeauftragter tätig ist.

Er geht bei der Prüfung nach einem eigenen Kriterienkatalog seines Verbandes vor. Dieser fordert unter anderem die Trennung der Fans unterschiedlicher Vereine durch entsprechende bauliche und organisatorische Maßnahmen, um direkte Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Für europäische und internationale Begegnungen gilt das gleich Schema. Zunächst müssen alle Stadien den nationalen Bauvorschriften genügen. Darüber hinaus untersuchen die Sicherheitsausschüsse der internationalen Fußballvereinigungen die Austragungsorte.

Bei Europameisterschaften prüft demnach der europäische Fußballverband Uefa, zur Weltmeisterschaft nehmen die Sicherheitsbeauftragten des Weltfußballverbandes Fifa die Arenen gründlich in Augenschein. H. H.


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