© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 08-07 vom 24. Februar 2007

Goldenes Ehrenzeichen
Landsmannschaft Ostpreußen verleiht hohe Auszeichnung an Uta Lüttich

Uta Christel Lüttich wurde am 15. August 1941 als Tochter des Drogeriebesitzers Kurt Hennig und seiner Ehefrau Herta in Reimannswalde (Kowalen) im Kreis Treuburg geboren. Ihr Vater stammte aus Jugnaten im Kreis Heydekrug und ihre Mutter aus Ragnit im Kreis Tilsit. Im September 1939 wurde Kurt Hennig als Oberzahlmeister zur deutschen Wehrmacht eingezogen. Ende August 1944 mußte Uta Lüttich zusammen mit ihrer Mutter und den Angestellten der Apotheke den Geburtsort mit dem letzten Verwundetentransport, der Reimannswalde passierte, verlassen. Die Flucht führte sie über Hammerstein in Pommern und Berlin im April 1945 nach Itzehoe in Schleswig-Holstein, wo der Vater im Lazarett lag.

Im Oktober 1950 zog die Familie nach Stuttgart um. Hier besuchte Uta Lüttich die Grundschule und die Realschule, die sie mit der Mittleren Reife abschloß. Der Besuch einer privaten Kaufmännischen Berufsfachschule mit Abschluß folgte. Von 1959 bis 1961 arbeitete Uta Lüttich als Kontoristin und Stenotypistin im Fotogroßhandel. Eine Tätigkeit als Sekretärin in der Nachrichtenre-daktion des Süddeutschen Rundfunk schloß sich in den Jahren 1961 bis 1967 an. 1966 heiratete sie den Oberschwaben Günter Lüttich. Die Tochter Michaela wurde 1966, Sohn Armin 1968 geboren.

1971 trat Uta Lüttich wieder eine Stelle beim Süddeutschen Rundfunk an. Bis 1991 arbeitete sie als Sekretärin und Sachbearbeiterin im Personalratsbüro. Von 1985 bis 1988 gehörte Uta Lüttich selbst dem Personalrat des SDR als Mitglied an. In den Jahren 1991 bis 1998 war sie als Sachbearbeiterin für Honorare und Lizenzen beschäftigt. Von 1986 bis 2006 wirkte sie zudem als Schriftführerin der Betriebssportgemeinschaft SDR / SWR. Ihre Versetzung in den Vor-Vorruhestand des SWR erfolgte ab 1. November 1998. Seit dem 1. Mai 2003 ist Uta Lüttich im endgültigen Ruhestand.

Uta Lüttich ist seit über 20 Jahren ehrenamtlich für die Landsmannschaft Ostpreußen und die Ostpreußen tätig. Nach dem Tode ihrer Mutter, die ab 1950 Mitglied der LO und ab 1980 stellvertretende Stuttgarter Frauengruppenleiterin gewesen war, trat sie deren Erbe an und wurde 1985 Mitglied der Stuttgarter Kreisgruppe der Landsmannschaft Ostpreußen. 1988 übernahm Uta Lüttich das Amt der Landesfrauenleiterin der Landsmannschaft Ostpreußen und der Landsmannschaft Westpreußen Baden-Württemberg, das sie bis zum heutigen Tage innehat. Seit 1998 ist sie zudem Frauengruppenleiterin der LO Stuttgart.

1997 wurde Uta Lüttich zur Dritten Landesvorsitzenden der Landsmannschaft Ostpreußen in Baden-Württemberg gewählt. In schwieriger Situation übernahm sie von Januar bis Mai 2004 nach dem Rücktritt des 1. Landesvorsitzenden kommissarisch die Leitung der Landesgruppe. Am 14. Mai 2004 hat Uta Lüttich schließlich das Amt der LO-Landesgruppenvorsitzenden in ihrem Bundesland übernommen, das sie bis heute mit großer Umsicht und umfangreichem Engagement ausübt. Auch im Rahmen des Bund der Vertriebenen und dessen amgeschlossenen Frauenverbände übernahm Uta Lüttich Verantwortung und Aufgaben. An ihre Wahl zur Beisitzerin des BdV-Frauenverbandes Baden-Württemberg im Jahre 1996 schloß sich 2005 die Wahl zur Vizepräsidentin des Frauenverbandes im BdV an, dessen Beisitzerin sie bereits zwischen 1998 und 2005 gewesen war.

Seit 1992 nimmt Uta Lüttich als Vertreterin der ostpreußischen Frauen an den Sitzungen der ostpreußischen Landesvertretung teil. 1993 bis 1998 war sie stellvertretende Bundesfrauenreferentin der Landsmannschaft Westpreußen und von 1995 bis 1998 stellvertretende Bundesvorsitzende des ostpreußischen Frauenkreises. Nach dem Rücktritt von Hilde Michalski wurde Uta Lüttich 1998 zur Bundesvorsitzenden des ostpreußischen Frauenkreises gewählt und ist seitdem regelmäßig in diesem Amt bestätigt worden. Mit ihrer einfühlsamen Art, Menschen zu inspirieren und anzuleiten, hat sie es verstanden, die ostpreußische Frauenarbeit kontinuierlich voranzubringen. Als Vertreterin der ostpreußischen Frauen gehört Uta Lüttich seit November 1998 auch dem Bundesvorstand der Landsmannschaft Ostpreußen an.

Eine Reihe von Mitgliedschaften in ostpreußischen und nicht-ostpreußischen Verbänden rundet das Engagement von Frau Lüttich ab. Sie ist förderndes Mitglied der ostpreußischen Jugend, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Memellandkreise, der Gemeinschaft evangelischer Ostpreußen, der Agnes-Miegel-Gesellschaft und des Trakehner-Fördervereins sowie Mitglied des Stuttgarter Frauen-Hausfrauenbundes und des Sportvereins ABV Stuttgart, in dem sie von 1987 bis 1997 auch die Schriftführung innehatte.

Bereits im Jahre 2002 wurde Uta Lüttich für ihr umfangreiches ehrenamtliches Wirken von der Landsmannschaft Ostpreußen mit dem Silbernen Ehrenzeichen und 1998 mit dem Goldenen Dankabzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Baden-Württemberg, ausgezeichnet. Im Jahre 2005 verlieh ihr die LO - Kreisgruppe Stuttgart für 20jährige Mitgliedschaft das Silberne Treueabzeichen.

In Würdigung ihrer außergewöhnlichen Leistungen und ihres Einsatzes für Ostpreußen verleiht die Landsmannschaft Ostpreußen Frau Uta Lüttich das Goldene Ehrenzeichen.


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