01.12.2021

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17.03.07 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 11-07 vom 17. März 2007

MELDUNGEN

Ideologische Textmanipulation

Düsseldorf - Ein umstrittenes Papier der Evangelischen Kirche im Rheinland zum "gerechten Sprachgebrauch" im Gottesdienst wird aufgrund der innerkirchlichen Diskussion für eine zweite Auflage überarbeitet. Das hat die Kirchenleitung in Düsseldorf einstimmig beschlossen. Scharfe Kritik an der im Februar veröffentlichten Handreichung hatte unter anderen der Lutherische Konvent im Rheinland geübt. Dessen Vorsitzender erhob den Vorwurf, daß die Texte teilweise häretisch und kirchenspaltend seien. In einem Gebet wird die "im Schatten verborgene Mutter und Schöpferin" angerufen. Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte in einem Kommentar die Handreichung heftig kritisiert. Die Redakteurin Heike Schmoll schrieb: "Der sogenannte gerechte Sprachgebrauch wird vor lauter Gerechtigkeitsimpetus gegenüber allen (Mädchen und Jungen, Behinderten, Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, dem Volk Israel) niemandem gerecht, schon gar nicht Texten und Inhalten. Es handelt sich um eine ideologische Textmanipulation, deren Folgen theologisch nicht leichtzunehmen sind." idea

 

"Mehr Solidarität mit Israel!"

München - Die Solidarität mit Israel läßt in Deutschland nach. Das beobachtet die Organisation "Israel heute - Christen an der Seite Israels" mit Sorge. 60 Prozent der Bevölkerung seien der Meinung, daß Israel das größte Hindernis für den Friedensprozeß im Nahen Osten bilde, sagte der Vorsitzende, Harald Eckert, bei einer Israel-Gebets-Konferenz. Eckert forderte auf, für die Bundesregierung zu beten, damit sie an ihrem pro-israelischen Kurs festhalte. Dazu könnten auch Wirtschaftssanktionen gegen den Iran gehören, dessen Atomprogramm Israel massiv bedrohe. idea

 

Dresdener SPD-Possen - Bizarrer Protest

Seit 1996 verleiht Dresden jährlich einem deutschsprachigen Autor den Titel des Stadtschreibers. Monatlich 900 Euro und kostenfreies Wohnen gibt es, ermöglicht von der Stiftung für Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Dresden. Diese kulturelle Aufgabe, üblich in zahlreichen europäischen Städten, wird seit einigen Wochen seitens der kleinen SPD-Stadtratsfraktion zum Politikum erklärt. Der Grund: Der konservative Journalist und Theodor-Wolff-Preisträger Ulrich Schacht soll im April das diesjährige Stadtschreiberamt antreten. Dabei hatte eine unabhängige Jury sich unter 90 Bewerbern eindeutig für Schacht ausgesprochen. Er bewege sich im "Dunstkreis rechter Gruppierungen" behauptet nun das MDR-Magazin "Artour" undifferenziert. Er habe sogar für die PAZ geschrieben. Zahlreiche prominente Fürsprecher des Autors wurden dabei seitens der SPD wie der "Dresdener Morgenpost", die ebenfalls gegen Schacht Front macht, ausgeblendet: Freya Klier, Arno Surminski, Hans Joachim Schädlich, Joachim Gauck, Lutz Rathenow befürworten neben vielen anderen Schachts Berufung. Auch der Kulturausschuß des Stadtrates steht zu Schacht und weist die Anwürfe zurück. SV


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