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17.03.07 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 11-07 vom 17. März 2007

Leserforum

Völlig verlassen
Betr.: Hoffnung auf eine neue Partei

Wer Politiker der Union mit der Hoffnung auf die Gründung einer neuen liberal-konservativ-nationalen Partei verbindet, ist ein Tagträumer. Wir Konservativen sind von der Union verlassen worden, eine Rückbesinnung ihrer Oberhunde ist nicht in Sicht.

Ich vermag nicht zu erkennen, ob Dummheit oder Angst vor Isolierung in einer rechten Ecke die Neugründung einer konservativen Partei verhindert. Selbst ein Erstkläßler erkennt doch, daß er allein gegen drei Gegner keine Chance hat.

Konstantin Hafner, Berlin

 

 

Willige Historiker
Betr.: "Gedächtnisschwund beim Deutschlandfunk" (Nr. 7)

Mich wundert, daß Ihr Autor nicht das Wirken der von der Stadt Dresden berufenen Historikerkommission einbezogen hat, die sich ja auch auf etwa 25000 Tote festgelegt zu haben scheint. Wir konnten doch auch vor etlichen Jahren feststellen, daß die deutschen Medien wie auf Kommando über Nacht die Dresdener Opferzahl von über 200000 auf um die 30000 reduzierten. Da war eine neue Erkenntnis allgegenwärtig, die dem fragwürdig erscheinen muß, der die Bilder der zerstörten Stadt sieht und von den drei Angriffswellen und den vielen Flüchtlingen in der Stadt weiß.

Spätestens seit Reemtsmas Wehrmachts-Ausstellung glaube ich zu wissen, daß sich unter deutschen Historikern immer einige und mehr finden lassen, die mit ihren Forschungen gewünschte Ergebnisse erzielen. Mir erscheint eine Zahl von 25000 Opfern der Angriffe auf Dresden weitaus zu niedrig angesetzt zu sein.

Ernst Orthmann, Düsseldorf

 

 

Eine preußische Sternstunde
Betr.: "Kann man Preußen verbieten?" (Nr. 9)

Nicht nur diese Rede ist ein Genuß - die anderen beiden Festredner sollen nicht vergessen werden - aber derjenige, der Herrn Prof. Dr. Stribrny reden hören durfte, erlebte eine "Preußische Sternstunde".

Dieser große, verehrte Preußenkenner hat nicht nur unendlich viele junge Studenten in der ehemaligen PH in Flensburg begeistert, sondern auch Damen und Herren in den Preußischen Tafelrunden in Flensburg und in anderen Städten.

Es gibt wohl ganz wenige Menschen, die sich so intensiv mit Preußen beschäftigt haben und es wahrheitsgemäß an uns weitergeben. Jede der von Ihnen abgedruckten Zeilen ist goldwert!

Damit haben Sie uns Lesern eine äußerst große Freude bereitet!

Zusätzlich soll erwähnt werden, nach dieser gesprochenen Festrede kann ich das Buch von Herrn General a. D. Gerd Schultze-Rhonhof "Der Krieg, der viele Vätger hatte" dringend empfehlen. Dann sollte alles um Preußen verstanden sein, denn Preußen lebt, Preußen hat Zukunft!

Besuchen Sie die schönen Bundesländer, in denen Preußen tatsächlich lebt, das Anschauen, Anfassen, das Erleben ist einmalig, gerade deswegen sind Menschen einiger Länder sehr neidisch auf das Geschaffene von Gestern und Heute.

Winfried Brandes, Harrislee

 

 

"Nein, wir sind Preußen!"
Betr.: "Die Sehnsucht nach einem Preußen" (Nr. 9)

In unseren Herzen war Preußen nie untergegangen.

Wir leben im Ausland in Spanien. Wir stammen aus Mitteldeutschland, Brandenburg / Preußen. Wir sind hier im Ort die einzigen Deutschen.

Unsere Nachbarn sind Rumänen und Russen. Wir haben dieses Mal Neujahr mit unseren russischen Nachbarn gefeiert. Seit dem wir hier leben, antworten wir auf die Frage, ob wir Alemanos seien, mit Nein, wir sind Prusianos, Preußen. Es ist schwer, den Spaniern zu erklären, daß die Deutschen aus vielen Stämmen hervorgegangen sind und noch bestehen und daß die Alemannen, von denen die Spanier die Bezeichnung für alle Deutsche ableiten, nur ein einzelner Stamm waren. Auf der besagten Feier kam es dann auch zu Diskussionen mit den Russen. Da wir von Königsberg und Preußen sprachen, entgegnete uns einer der Russen: Wie kann Königsberg preußisch sein, wenn es russisch ist? Wir gaben nicht klein bei und erklärten einiges zur Geschichte und daß für uns Preußen immer preußisch bleiben wird.

Seitdem wir Rassismus erfahren haben, weil wir Deutsche sind, trägt mein Mann einen Aufnäher an seiner Jacke mit dem Schriftzug "Deutschland". Das juckt ganz schön die Rumänen, die jetzt hier in Massen auftreten und mehr durch ihr unmögliches und oft kriminelles Auftreten auffallen als durch ehrliche Arbeit.

Noch in diesem Monat (März) eröffnen wir unser Geschäft. Unser Geschäft trägt den Namen Prusia, Preußen.

Freuen würden wir uns über Kontakte zu Herstellern von preußischen Spezialitäten, die wir gern in unser Warensortiment aufnehmen würden.

Daniela Behrendt, Lepe, Spanien

 

 

Herzog war ein Komplize Kohls
Betr.: "Gedanken zur Zeit: Paragraphengestrüpp" (Nr. 6)

Die am Anfang Ihres Artikels dargestellten Erläuterungen von Roman Herzog sind bemerkenswert und im Prinzip richtig. Die hier geäußerte Kritik an der noch nicht bestehenden EU-Verfassung ist allgegenwärtig. Der Umverteilungs-Moloch in Brüssel kann in seiner jetzigen Form mit Fug und Recht als der Totengräber eines wahrhaftigen Europas bezeichnet werden. Wir brauchen ein "Europa der Vaterländer", wie es Charles de Gaulle einst im Blick hatte. Eine Wiederbelebung der EU-Verfassungs-Leiche, wie sie unserer politischen Pseudo-Elite unter Angela Merkel vorschwebt, ist illusorisch.

Ruhe sanft! Ihre danach ausgesprochene Bewertung von Roman Herzog als "hochgeachteten Altbundespräsidenten" hat mich sehr verwundert. Womit sollte diese "Hochachtung" begründet sein? Etwa mit seiner oberflächlichen Phrase, daß ein "Ruck" durch unser Land gehen müsse, wie es später dauernd publiziert wurde? Auf diesen "Ruck" warten wir heute noch vergeblich. Ihrer angepaßten Beweihräucherung habe ich andere Tatsachen gegenüberzustellen: Nach den bekannten "2+4"-Verhandlungen im Jahre 1990 gab die damalige Bundesregierung unter Kohl, Genscher, Schäuble, Waigel und Konsorten vor, daß zur Wiedervereinigung mit Mitteldeutschland zwei Bedingungen der ehemaligen Sowjetunion erfüllt werden müßten, nämlich die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze zugunsten von Polen sowie das Fortbestehen der Enteignungen von Grund und Boden 1945 bis 1949 und später in der früheren sowjetischen Besatzungszone. Dies war eine plumpe Lüge und Täuschung gegenüber dem deutschen Volk und allen Betroffenen, die später vom ehemaligen sowjetischen KP-Chef Gorbatschow entlarvt worden ist.

Das damalige Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil dieses Lügengebäude gestützt, ohne auch nur ansatzweise die Hintergründe über die Vorgänge zu erforschen, und damit der deutschen Justiz einen Bärendienst erwiesen. Der Status der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland ist damals schwer beschädigt worden, ebenso wie das Vertrauen in die obersten Richter. Es war ein politisches Urteil, was in Bezug auf die Unabhängigkeit der Justiz besonders schwer wiegt. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts hieß damals Roman Herzog, also der mit Ihrer "Hochachtung". Später machte ihn Kohl mit seinen Komplizen zur "Belohnung" zum Bundespräsidenten.

Harald Hansen, Kiel

 

 

Vertane Chance bei Christiansen: Vertreibungsthema vereinfacht
Betr.: "Die Flucht" (Nr. 10)

Offener Brief: Sehr geehrte Frau Christiansen, die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat sich mehr als jede andere Menschenrechtsorganisation in Deutschland und Mitteleuropa in den fast 40 Jahren ihres Bestehens gegen gegenwärtige Verbrechen von Völkermord und Vertreibung - von Biafra bis Bosnien und Darfur - engagiert. Denn wir sind davon überzeugt, daß die Massenmorde der Vergangenheit uns bis heute verpflichten, Verfolgten zu Hilfe zu kommen. Auch deshalb hat die Gesellschaft für bedrohte Völker Verbrechen an Sinti und Roma, an Armeniern, an den Opfern des Stalinismus, an deutschen Vertriebenen immer wieder bekannt gemacht und sich für die Opfer und deren Nachkommen eingesetzt.

Sie haben leider eine Chance verpaßt, eine solche aus der Vergangenheit erwachsene Verantwortung wahrzunehmen. Das Schicksal von über zwölf Millionen Vertriebenen, von den zwei Millionen Vertreibungsopfern, von den Hunderttausenden in die Sowjet-Union verschleppten jungen Frauen und Männern, von Hunderttausenden Zwangsarbeitern in den Arbeits- und Konzentrationslagern Polens und der damaligen CSSR und den bis zu zwei Millionen Vergewaltigungsopfern, hätte mehr erfordert als die Fortsetzung der sattsam bekannten "political correctness" und eine Moderatorin, die Ressentiments gegen Vertriebene tradiert.

Den Vertreibungsverbrechen ging der Holocaust, gingen die NS-Verbrechen voraus. Und trotzdem nannte Victor Gollancz, der berühmte britisch-jüdische Verleger und Humanist, die Vertreibungen der östlichen Deutschen eine "untilgbare Schande der Alliierten". Für Menschenrechtler ist die Massentötung, Vertreibung und Vergewaltigung von Menschen immer und überall ein unentschuldbares Verbrechen.

Sie aber haben eine lebendige, offene und kontroverse Diskussion schon damit verhindert, daß Sie die Sprecher des "Zentrums gegen Vertreibungen" und der Vertriebenen-Verbände ausgegrenzt haben. Ebenfalls nicht vertreten waren überlebende Opfer von Kriegsverbrechen, frühere Deportierte oder ehemalige Häftlinge von Konzentrations- oder Zwangsarbeitslagern. Schließlich ist es unverzeihlich, daß zwar ein Chefberater des umstrittenen chauvinistischen polnischen Präsidenten, aber kein polnischer Flüchtling aus dem ehemaligen Ostpolen und kein Vertreter einer der zahlreichen deutsch-polnischen Versöhnungsinitiativen von ostdeutschen Flüchtlingen und polnischen Neubürgern zu Worte kamen. Sie leiteten ein mit den "Sudetendeutschen aus Schlesien" und verwechselten offensichtlich unter den Vertriebenen die 3,5 Millionen Sudetendeutschen mit den fünf Millionen Schlesiern. Kein Wunder, daß Ihre Fragen überwiegend ebenso phantasielos wie "dünn" ausfielen, Sorgen um Auseinandersetzungen über "Immobilien" in den Vordergrund rückten und das furchtbare Schicksal der Vertriebenen zeitweise zum Rand-Problem machten. Einer Vertriebenen aus dem Publikum, geflüchtet aus dem ostpreußischen Goldap schnitten Sie das Wort ab, als sie ansetzte über ihre Leiden in Danzig nach dem Überrollen durch die sowjetische Armee zu berichten. Dabei wäre es ebenfalls sinnvoll gewesen, über die Rechte in den Vertreibungsgebieten zurückgebliebener deutscher Minderheiten, über Menschen, die noch heute an den Vertreibungsverbrechen leiden, etwa die ostpreußischen Wolfskinder, zu sprechen. Eine verpaßte Chance - schade.

Mit freundlichem Gruß, Tilman Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen

 

 

Vertreibung vieler Ostdeutscher begann schon 1921
Betr.: "Die Flucht" (Nr. 10)

Die ARD hat ihren Zweiteiler "Die Flucht" um ein dokumentarisches Rahmenprogramm erweitert. Dabei kam auch der Dokumentarfilm "Hitlers letzte Opfer" wieder zum Einsatz, der die Vorgeschichte von Flucht und Vertreibung nicht ausblendet und in diesem Zusammenhang neben Deutschen auch Russen, Polen und Tschechen zu Worte kommen läßt. Man kann nur hoffen, daß die Dokumentation nicht wieder übersehen hat, daß Flucht und Vertreibung deutscher Menschen aus ihren über vielen Generationen besiedelten Heimatgebieten im Osten nicht erst 1945 ihren Anfang nahm, sondern lange vor Hitler bereits 1921. Von rund einer Million Deutschen, die damals noch in Posen und Westpreußen gelebt hatten, wanderten unter Druck durch die Regierung des neu gegründeten Polen rund 800000 aus ihrer Heimat aus. Weitere rund 94000 flohen noch vor Kriegsbeginn, weil sie sich einem polnischen Mob ausgesetzt sahen.

Otto Schmidt, Hamburg

 

 

Ich fühle mich noch immer meinem Heimatland verbunden
Betr.: Preußische Allgemeine Zeitung

Obwohl Deutschkanadier fühle ich mich grundsätzlich mit meinem Heimatland verbunden und bin allein durch Ihre Zeitung gut auf dem laufenden, wie und was sich im verbliebenen Restdeutschland bewegt.

Vor einem Jahr wurde meine Frau bei einem Unglück überfahren, und nun lebe ich allein in einem Vier-Zimmer-Farmhaus auf zwölf Hektar Land. Der Sommer ist ein Paradies, die langen Winterabende eine seelische Tortur. Also lese ich viel und versuche, wie es andere auch tun, Ihr Gedankengut zu verbreiten. Mir liegt die Zukunft unseres Landes sehr auf der Seele, wenn ich mir vorstelle, wer Deutschland regiert. Die großen Entscheidungen können nie deutschen Gehirnen entsprungen sein.

Übrigens ich stamme aus Rietzig, Kreis Arnswalde, Pommern. Mit Kriegsende war ich auch heimatlos. Hier wohne ich sehr schön, es hat noch allen Deutschlandurlaubern gefallen.

Gerhard Mittelstaedt, Quebec, Kanada

 

 

Zahlmeister der Welt - 28 Milliarden Euro für andere
Betr.: "Kein Licht am Horizont" (Nr. 9)

Die Regierung Merkel ist der große Zahlmeister weltweit. Während im Inland die Umsatzsteuer von 16 Prozent auf 19 Prozent erhöht wird, die indirekten Steuern und Abgaben steigen, 23 Millionen Rentner seit Jahren nicht einmal den Inflationsausgleich erhalten, zahlen Frau Merkel und Finanzminister Steinbrück an 162 internationale Organisationen 28 Milliarden Euro, ohne Nachweis und Ergebniskontrolle!

An die EU gehen 23,9 Milliarden Euro, an die Uno-Zentrale in New York 611 Millionen Euro, an die ESA-Weltraumorganisation 557 Millionen Euro, an die Weltbank 464 Millionen Euro, an die Nato 134 Millionen Euro, was zusammen 25,6 Milliarden Euro sind.

Zu den 28 Milliarden Euro kommt noch der Etat des Entwicklungsministeriums von Wieczorek-Zeul. Vor diesem Hintergrund ist jetzt klar, warum wir Bürger geschröpft werden. 

Helmut Gutowski, Heilbronn

 

 

Mit gutem Vorbild voran
Betr.: "Im Galopp" (Nr. 8)

Wenn der eine nichts tut, ist das für den anderen keine Entschuldigung, auch nichts zu tun. Es ist weitaus besser, den Schadstoffausstoß von Kraftwagen zu reduzieren, als den lieben Gott zu bitten, daß die Kohlekraftwerke sich plötzlich in gute Luft auflösen. Wer seinen Teil zur Schonung unserer Umwelt beigetragen hat, kann mit gutem Gewissen von den Dreckschleudern in Wirtschaft und Luftverkehr fordern, das ihre zu tun.

Rainer Melchers, Bad Oeynhausen

 

 

Gnade erbitten
Betr.: "Blutrote Flaneure" (Nr. 8)

Man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob selbst Mehrfach-Mörder irgendwann von der Gnade erreicht werden. Bei politischen Mördern wäre für mich die Voraussetzung für das Walten der Gnade das Bekenntnis der Schuld und die Bitte um Vergebung.

Gnade ist dann verdient, wenn der Täter nach seiner Begnadigung aus dem Gesichtsfeld der Öffentlichkeit verschwindet und bemüht ist, ein redliches Leben in Dankbarkeit und Anstand zu leben.

Wer ihn davon abhält und ihn in die Öffentlichkeit zerrt, ist der Schuld des Täters sehr nahe und muß sich gefallen lassen, von Mitbürgern als Sympathisant von Mördern und ihren Taten gesehen zu werden.

Lothar Geisler, Berlin

 

 

Widerherstellung
Betr.: "Die Sehnsucht nach einem Preußen" (Nr. 9)

Es ist an der Zeit, 60 Jahre nach der Zwangsauflösung Preußens, für die Wiederherstellung des Staates Preußen einzutreten - womit auch die Frage der Ostgebiete wieder aktuell würde. Wie wär's mit einer Aktion "Neuordnung Deutschlands", aber zuerst mit Wiederherstellung Preußens.

Peter Schwenzer, Madrid, Spanien

 

 

Fast ein Wunder
Betr.: "Starke Bindung" (Nr. 8)

Das ist nahezu ein Wunder, daß noch so viele Deutsche ihre verlorenen Landesteile nicht vergessen haben und zunehmend die Geschichte ihres Volke nicht nur als vom Holocaust geprägt betrachten.

Paul Peter Schulz, Heidelberg

 

 

Eine Reformation war das nicht - Ansätze zur geistlichen Erneuerung sind nicht zu erkennen
Betr.: "Reformen am Bedarf vorbei" (Nr. 5)

Der Zustand von Kirche und Ökumene ist noch schlimmer. Die PAZ hat schon angedeutet, daß die neuen Reformbestrebungen nach dem Impulspapier in der EKD tiefgreifende Probleme beinhalten. Auch wenn der Zukunftskongreß in Wittenberg, der Stadt Martin Luthers, stattfand - eine Reformation ist das nicht. Ansätze zu einer geistlichen Erneuerung sind nicht zu erkennen. Das ist auch kein Wunder, weil die Kirchenleitungen bis in die höchsten Spitzen von der Bultmannschen Irrlehre durchsetzt sind. Von diesen Leuten wird die biblisch fundierte Theologie Martin Luthers abgelehnt.

Statt dessen will man die Zukunft der Kirche in die Hände der Organisatoren und Betriebswirte legen. Es geht fast nur um Veränderungen von Organisationsstrukturen und Streichungen von seelsorgerlichen Aktivitäten, geboren aus der Finanznot. Schon vor etlichen Jahren hat der Stuttgarter Sozialphilosoph Professor Dr. Günter Rohrmoser in einem Vortrag vor der Aktion "Die Wende" beklagt, den Auszug von Hunderttausenden aus der Evangelischen Kirche hätten die Kirchenleitungen relativ gelassen hingenommen, solange die Kasse gestimmt habe. Solche Warnungen aus berufenem Munde wurden aber von der Kirche nie beachtet. Jetzt zwingt das weniger werdende Geld zu Panikhandlungen - natürlich in die falsche Richtung.

Auch das angebliche Leitbild des ökumenischen Weltkirchenrates als versöhnte Verschiedenheit der christlichen Kirchen ist eine zu idealistische Vorstellung. In Wirklichkeit gibt es im Weltkirchenrat schon lange Bestrebungen für eine Ökumene aller Religionen und Ideologien. Das Dialogprogramm des Weltkirchenrates sieht ausdrücklich vor, daß das Christentum im Konzert der Religionen und Ideologien relativiert werden müsse. Konsequent durchgesetzt bedeutet das jedoch Verrat an Jesus Christus, der von sich gesagt hat: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich."

Da die geistigen Grundlagen der Kirche schon lange nicht mehr stimmen, gingen von ihr auch viele negative Wirkungen aus. Der Evangelische Kirchentag wurde geradezu ein Katalysator für die neomarxistische Ideologie der 68er. Von den linken Theologen, welche die Kirche unterwanderten, kam der Spruch: Man wird nicht wissen, ob im schwarzen Rock ein Roter steckt.

Die Sympathien für den Kommunismus wurden offen herausgestellt. Manche prangerten sogar die Sünde des Antikommunismus an. Wir können nur froh sein, daß die Politiker nicht auf linke Kirchenführer, wie Martin Niemöller, gehört haben, sonst wären wir alle unter die Herrschaft des Kommunismus geraten.

In der Kirche zeigt sich auch ein ausgeprägter Haß auf Volk und Vaterland. Man ist bestrebt, Deutschland zu schaden, wo man nur kann. Das zeigte sich schon bei der Ostdenkschrift der EKD von 1965, in der die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie gefordert wurde. Dadurch wurde die landesverräterische Ostpolitik Willy Brandts geistig vorbereitet. Vor einiger Zeit hat Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker bekanntgegeben, daß er der eigentliche Initiator der kirchlichen Ostdenkschrift sei. In einem Rundfunkinterview erklärte Weizsäcker, weil die Politik seinerzeit nicht bereit war, die Oder-Neiße-Linie anzuerkennen, habe er sich gesagt, das müssen wir über die Kirche machen. Dabei habe er bedenken müssen, daß seine Schwester nach Ostpreußen geheiratet habe.

Auch die kleine Wiedervereinigung hat die Kirche bekämpft bis zum letzten. Und auch hier war Weizsäcker mit von der Partie. Als sich in der Wendezeit die Möglichkeit der Wiedervereinigung abzeichnete, glaubte der damals amtierende Bundespräsident von Weizsäcker vor einem "Zusammenwuchern" der beiden deutschen Staaten warnen zu müssen.

Heute versucht die Kirche die staatliche Ausländerpolitik zu unterlaufen und durch spektakuläre Aktionen Abschiebungen sich widerrechtlich hier aufhaltender Ausländer zu verhindern. Dadurch soll natürlich der Ausländeranteil in Deutschland noch weiter erhöht werden. In dieser Hinsicht klappt sogar die Ökumene zwischen Evangelischer und Katholischer Kirche, denn beide Kirchen ziehen hier an einem Strang.

Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich die Kirchen vom Staatsschutz beobachten lassen, denn von den Kirchen geht eine tödliche Gefahr für das deutsche Volk aus.

Gerhard Synowzik, Stadtoldendorf

 

 

Diese Meinung weist den Macho aus
Betr.: "Gender Mainstreaming" (Nr. 2)

Dieser Begriff ist ein ideologisches Konstrukt, das überhaupt nichts besagt, weshalb die Anwender damit machen, was sie wollen.

Von "Frauenvormacht" zu sprechen, wenn es nur um Beseitigung von Ungerechtigkeiten geht, weist den Macho aus. Diese haben eine panische Angst um ihre Macht und glauben, daß sie ihnen von "Amazonen" genommen wird. Röhl und seinesgleichen haben noch nicht verstanden, daß es nicht mehr um Besitzstände geht, sondern um menschliche Entwicklung. Dazu gehört, daß Frauen und Männer ihre Potentiale verwirklichen und damit zu ganzen Menschen werden.

Ganzheitlichkeit läßt keine Rollenfixierung zu, weil letztere der Wirklichkeit der einzelnen Menschen nicht gerecht wird, sondern sie verstümmelt mit allen neurotischen Folgen, gerade und auch bei Männern!

Selbstverwirklichung heißt aber nicht, daß Frauen dem männlichen System bis zur Unkenntlichkeit angepaßt und gleichgeschaltet werden, weshalb viele Frauen aus diesem Zwang aussteigen und ihr eigenes Ding machen. Das schafft Verhältnisse, wie wir sie in unserer Kultur schon lange hatten. Bei den Kelten sind Frau und Mann ebenbürtig, weshalb dort Handwerkerinnen, Geschäftsfrauen, Ärztinnen, Heerführerinnen, Königinnen, Priesterinnen selbstverständlich waren. Bei den Germanen galten die Frauen als höherwertiger denn Männer, worüber römische und griechische Geschichtsschreiber sehr erstaunt waren.

Allerdings gibt es in diesem Land jede Menge Machos außereuropäischer Herkunft, die, angefangen vom römischen Recht bis zur orientalischen Frauenverachtung, diese Ursprungskultur bis zur Unkenntlichkeit verfremdet haben. Es wird Zeit, daß wir zu unseren Wurzeln zurückkehren!

Heidemarie Hartmannsberger, Bad Wörishofen

 

 

"Nur" Deutsche
Betr.: "Gedächtnisschwund beim Deutschlandfunk" (Nr. 7)

Das die Zahlen der Bombenopfer mit den Jahren immer kleiner werden, liegt daran, daß deutsche Politiker nicht interessiert sind, das Andenken an die vielen tausend Bombenopfer des letzten Weltkrieges zu wahren und entsprechende Gedenktage einzusetzen. Nicht nur für Dresden werden die Opferzahlen mit den Jahren immer kleiner, auch für andere deutsche Städte wie Hamburg. Die Opfer waren im Sinne des Potsdamer Abkommens ja nur Deutsche, die alles selbstverschuldet haben und daher kein Mitleid verdienen. So kann man Verbrechen gegen Menschenrechte verdecken. Und damit sind auch Verbrechen gegen die Vertriebenen und deutschen Soldaten gemeint. Menschenrechte, ja, aber nicht für Deutsche, da es politisch nicht paßt.

Hans Kewitsch, Winnipeg, Kanada

 

 

Kommißbrot von der umkämpften Ostfront
Betr.: "... ein kleines Stück Heimat" (Nr. 2)

Im Januar 1943 kam ich als 18jähriger Rekrut zur Ausbildung an die Kanalküste in Flandern. Die frische Seeluft machte uns jungen Burschen großen Appetit. Von unseren Rationen wurden wir nicht satt.

Beiläufig bemerkte ich dies in einem Brief an meinen Vetter, der als Oberstabsarzt am Wolchow (Ostfront) in einem HVP seinen Dienst tat. Nach ungefähr sechs Wochen erhielt ich in Flandern zwei in Stanniol wohlverpackte Kommißbrote. Wenn ich mir vorstelle, in welcher angespannten Situation hinsichtlich der Versorgung die Ostfront stets stand, dann empfinde ich noch heute große Dankbarkeit und höchste Achtung vor der Leistung der deutschen Feldpost im Zweiten Weltkrieg.

Welches erbärmliche Bild des Unvermögens zeigt uns heute dagegen unsere politische Führung auf diesem Gebiet. Die Bundeswehr mußte ihre Feldpost auflösen, und private Dienstleister werden mit dieser Aufgabe betreut. Kein Wunder, daß der spanische Dienstleister unsere Soldaten im Kongoeinsatz mehr als miserabel mit Post versorgte.

Bleibt noch kurz nachzutragen, daß das Kommißbrot aufgelöst in heißem Wasser und mit einer Süßstofftablette versüßt, zusätzlich unseren Hunger stillte. Diese Brotsuppe war wahrlich keine fürstliche Mahlzeit, aber schließlich waren wir ja auch nicht so verwöhnt wie unsere westlichen "Befreier".

Dr. rer. nat. H.-J. Meyer, Alfeld


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