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26.05.07 / "Weckt mich, wenn ich tot bin" / Anläßlich des 25. Todestages des Berliner Künstlers

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 21-07 vom 26. Mai 2007

"Weckt mich, wenn ich tot bin"
Anläßlich des 25. Todestages des Berliner Künstlers

Friedrich Schröder-Sonnenstern (1892-1982) zeigt die Zwölf-Apostel-Kirchhofsverwaltung unter dem Titel "Weckt mich, wenn ich tot bin" eine kleine Gedenkausstellung mit Handsiebdrucken des eigenwilligen Malers. Die Schau wird ergänzt durch Fotos und Medienberichte aus seinem Leben.

Friedrich Schröder-Sonnenstern, geboren 1892 in Kuckerneese bei Tilsit, führte ein wechselvolles Leben mit zahlreichen Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken aufgrund einer schizophrenen Erkrankung. Ohne festen Wohnsitz schlug er sich viele Jahre als Wanderprediger, Gärtner und Wahrsager durch. Erst mit 57 Jahren begann er sich intensiv der künstlerischen Arbeit zu widmen und entwickelte in seinen Zeichnungen einen unverwechselbaren Stil, der von Sammlern sehr geschätzt wird.

Seine vehementen, farbenfrohen und mit üppiger Sexualsymbolik provozierenden Bilder machten ihn international bekannt. Bis heute gilt er vielen als herausragender Vertreter einer "Kunst der Geisteskranken", anderen - wertfreier - als Vertreter der "Art brut". Als Außenseiter lieferte er einen wichtigen Beitrag zur deutschen Nachkriegskunst.

Friedrich Schröder-Sonnenstern starb am 10. Mai 1982 in Berlin und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin-Schöneberg. pm

Die Ausstellung im Foyer der Kirchhofsverwaltung auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof, Kolonnenstraße 24-25, 10829 Berlin, ist bis zum 8. Juni montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr geöffnet.


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