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02.06.07 / Mythos KaDeWe / Ein Warenhaus feierte 100. Geburtstag

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 22-07 vom 02. Juni 2007

Mythos KaDeWe
Ein Warenhaus feierte 100. Geburtstag

Etwa 60000 Quadratmeter Verkaufsfläche mit über 380000 verschiedenen Artikeln warten auf acht Etagen auf den Kunden. Betreut werden diese von rund 2000 Mitarbeitern. 64 Fahrtreppen und 26 Aufzüge machen den Einkauf so bequem wie möglich. Dazu gibt es zwei Parkhäuser mit insgesamt 1031 Stellplätzen. Das "Kaufhaus des Westens" an der Berliner Tauentzienstraße gilt als ein Haus der Superlative, und das nicht erst seit dem jüngsten Umbau zum 100jährigen Bestehen. Schon 1907, als Adolf Jandorf das Warenhaus für 20 Millionen Mark errichten ließ, stellte es alles bisher Dagewesene (zumindest in Deutschland) in den Schatten.

Auf 24000 Quadratmetern Verkaufsfläche gab es 120 verschiedene Abteilungen, in denen Damen und Herren auch der gehobenen Gesellschaft das Passende fanden. Selbst der Kaiser war sich schließlich nicht zu schade, einmal das "KaDeWe", wie es bald schon hieß, zu besuchen. Der bürgerliche Kunde sprach übrigens typisch berlinerisch auch vom "Kadewupptich", eine ganz besondere Ehrenbezeugung.

Geschichten rund um das "Kaufhaus des Westens" liest man in einem Band, der zum 100jährigen Bestehen des luxuriösen Konsumtempels erschienen ist: "100 Jahre KadeWe" von Antonia Meiners (Nicolai Verlag, Berlin 2007, 168 Seiten, zahlr. Abb., Leinen, 24,90 Euro).

Man erfährt darin nicht nur Wissenswertes über das Berliner Haus und die Menschen, die dahinter stehen, sondern auch über seine Vorgänger, die ersten Warenhäuser in Paris und London. Eingesponnen in die wechselvolle Geschichte Berlins hat sich das KaDeWe zu einem Mythos entwickelt, an dem auch Touristen aus aller Welt nicht vorbeigehen können. os


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