© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 27-07 vom 07. Juli 2007

Europäischer Verband der Vertriebenen in Gründung

Zur Vorbereitung der beabsichtigten Gründung eines europäischen Vertriebenenverbandes kamen in Berlin die Vertreter verschiedener Landsmannschaften und Opferverbände aus sechs europäischen Staaten zusammen. Unter Leitung des Präsidenten des italienischen Vertriebenenverbandes Unione degli Istriani, Dr. Lacota, berieten die Delegierten einen Satzungsentwurf für die zukünftige Organisation.

Die Beratungen gestalteten sich schwierig, da der zu beratende Textentwurf in die Sprachen der einzelnen Teilnehmer übersetzt wurde und sich dabei das Problem ergab, daß einzelne Begriffe in den nationalen Sprachen nicht die gleiche Bedeutung haben. Deshalb konnten die Beratungen über den Satzungsentwurf noch nicht abgeschlossen werden. Eine weitere abschließende Zusammenkunft zur Beratung der Satzung wurde für den Herbst vereinbart. Die Gründungsversammlung für den europäischen Vertriebenenverband soll am 30. November und 1. Dezember stattfinden.

Dr. Lacota berichtete den Teilnehmern, daß sein Verband, die Unione degli Istriani, die Triestiner Erklärung vom 30. März 2007 mit Anschreiben an die Staaten der EU und einige weitere Staatsregierungen versandt habe. Zehn Staaten hätten den Eingang des Schreibens bestätigt. Die deutsche Regierung habe bisher nicht geantwortet. Außerdem habe man bei der Europäischen Kommission in Brüssel wegen der Eintragungsmodalität sondiert. Zur Zeit gehe man davon aus, daß der Verband den Status einer NGO - Nicht-Regierungs-Organisation - erhält.             v. G.


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