© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 27-07 vom 07. Juli 2007

MELDUNGEN

750000 Tote gestrichen

Peking - China hat erfolgreich die Weltbank veranlaßt, die Zahl der in der Volksrepublik durch Umweltverschmutzung bedingten Todesfällen aus ihrem Bericht zu streichen. Peking befürchtet, daß die Zahl, würde sie in China bekannt werden, für soziale Unruhen sorgen könnte. Laut Weltbank-Studie hat China jährlich 750000 Todesfälle infolge von Umweltverschmutzung zu beklagen. 16 der 20 weltweit am stärksten verschmutzten Städte liegen laut der Weltbank in dem asiatischen Großreich.

 

Keine Rufe nach Krieg

Bagdad - Die US-Armee hat Berichte veröffentlicht, nach denen im Iran Iraker für den Kampf gegen die USA in Bagdad ausgebildet werden. Die internationale Reaktion auf diese Nachricht blieb allerdings verhalten. Quelle für die US-Informationen ist die oppositionelle iranische Mudjahedin-e Khalq.

 

Teure Aufklärung ohne Ergebnis

Aruscha - Der internationale Strafgerichtshof in Aruscha im ostafrikanischen Tansania hat sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Das Tribunal ist befaßt mit dem Völkermord in Ruanda 1994, dem bis zu eine Million Menschen - überwiegend Tutsi - zum Opfer fielen. Bisher wurden 28 Personen zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt und fünf Verdächtigte freigesprochen. Prozesse gegen 27 weitere Beschuldigte sind im Gang. Die bisher aufgelaufenen Kosten des Gerichtshofes machen rund eine Milliarde US-Dollar aus, das wären also 100 Millionen pro Jahr, 17 Millionen je Angeklagtem und 1000 Dollar je Opfer. Die eigentlichen Hintergründe der Massaker, die in der Rivalität US-amerikanischer und französischer Bergbau-Konzerne liegen dürften, bleiben ungeklärt.       RGK


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