© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 27-07 vom 07. Juli 2007

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Italien regelt Einwanderung neu

Rom - Italien hat ein neues Einwanderungsgesetz: Danach muß jeder Einwanderungsbewerber einen Bürgen in Italien nachweisen, der seinen Unterhalt trägt oder eine Firma oder einen Privatmann, der ihm einen Arbeitsplatz garantiert. Ausländer mit genügend eigenen Mitteln können auch für sich selbst bürgen.

 

Viett freute sich über G8-Krawalle

Luzern - Auf einer Veranstaltung im schweizerischen Luzern hat die Ex-RAF-Terroristin Inge Viett laut "Focus" Freude über den "starken Widerstand" beim G8-Gipfel geäußert, endlich habe sie mal wieder "Polizisten rennen sehen". Die 63jährige hatte 1981 auf einen Polizisten geschossen. Der Vater von zwei Kindern ist seitdem querschnittsgelähmt. Das System in der DDR, wo Viett lange untertauchte, sei "auf der Seite der Bevölkerung" gewesen und vom "Imperialismus zerschlagen" worden, so die Ex-Terroristin.

 

Manager und Diplomat

Das Goetheinstitut bekommt einen neuen Präsidenten. Er soll frischen Wind in die erstarrte deutsche Kultur- und Bildungspolitik im Ausland bringen.

Mit Klaus-Dieter Lehmann übernimmt ein erfahrener Direktor von Kultureinrichtungen das Steuer auf Deutschlands kulturellem Flagschiff in der Welt. Zuletzt stand Lehmann an der Spitze der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die Stiftung ist eine der größten Kultureinrichtungen der Welt. Zu ihr gehören 17 Museen, eine Staatsbibliothek, das Geheime Staatsarchiv und eine Reihe von Forschungseinrichtungen.

Bei der Neustrukturierung des Goetheinstituts sind in erster Linie Managerqualitäten gefragt, und die bringt Lehmann mit. Für die staatlichen Museen setzte der 67jährige die Gründung einer externen Betriebs-GmbH durch, die sich um Geldbeschaffung und Marketing kümmert. Die Zusammenführung der Ost- und West-Berliner Museumskomplexe geht auf seine Rechnung und den Zusammenschluß der Leipziger und Frankfurter Bibliotheken zur Nationalbibliothek hat er mit Bravour über die Bühne gebracht.

Vehement setzte sich Lehmann in Gesprächen mit Rußland für die Rückgabe von nach wie vor in russischer "Spezialverwahrung" befindlicher Beutekunst aus dem Zweiten Weltkrieg ein. Im Jahr 2000 vereinbarte er mit dem damaligen Minister für Kultur der Russischen Föderation, Wladimir Konstantinowitsch Jegorow,  einen baldigen Beginn der Rückführung von geraubten Werken.

Nach Zustimmung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier kann Klaus-Dieter Lehman im März 2008 seine neue Arbeit      antreten. Er übernimmt die ehrenamtliche Funktion von der 73jährigen Ex-Verfassungsrichterin Jutta Limbach.         M.A.


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabo bestellen Registrieren