© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-07 vom 28. Juli 2007

MELDUNGEN

Disziplin im Trend

Berlin - Traditionelle Werte wie Disziplin und Pflichtbewußtsein gewinnen unter deutschen Jugendlichen an Bedeutung. Das beobachtet der Leiter der Shell-Jugendstudie, Prof. Klaus Hurrelmann. "Die Null-Bock-Generation ist Vergangenheit, die Werte der Großeltern sind wieder da", so der Jugendforscher in einem Interview mit der "Welt am Sonntag". 90 Prozent der Jungen und Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren seien konstruktiv, leistungsfähig und wollten etwas erreichen. Nur etwa zehn Prozent seien dem gesellschaftlichen Druck und der Anspannung nicht gewachsen und betäubten sich mit Alkohol, Musik und Partys. Entscheidend für die Einstellung von Jugendlichen sei das Vorbild der Eltern: "Ihre Werte werden abgeguckt und ein bißchen mit eigenen Lebensvorstellungen kombiniert. Sind die Werte verlottert, leben es Jugendliche nach." Leider seien immer mehr Eltern - etwa ein Drittel - mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert und bräuchten Hilfe.             Idea

 

Doch kein WM-Baby-Boom

Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich nach vorläufigen Ergebnissen die Zahl der lebend geborenen Kinder im ersten Quartal 2007 mit 149300 Kindern gegenüber dem Vorjahresquartal (148700) nur geringfügig erhöht (+ 0,4 Prozent). Dabei standen 76700 Geburten von Jungen 72600 Geburten von Mädchen gegenüber. Die hohen Zuwachsraten, wie sie von einigen Medien gemeldet worden waren, blieben damit bisher aus. Bei den Sterbefällen ergab sich im ersten Quartal 2007 eine leichte Abnahme um 1100 Fälle oder 0,5 Prozent auf 206500. Somit wurden im ersten Quartal 2007 57200 weniger Kinder geboren als Menschen verstarben.


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