© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-07 vom 28. Juli 2007

MELDUNGEN

Die größten Ölschlucker

Washington - Höhere Preise und der Wunsch, sich von unzuverlässigen Lieferanten wie Venezuela unabhängiger zu machen, haben viele US-Bürger zuletzt bewogen, mit dem Energiesparen Ernst zu machen. Zwar sind die Vereinigten Staaten nach wie vor der größte Ölverbraucher auf der Erde. Sie kaufen auf den Weltmärkten fast jedes vierte Faß Öl auf - das macht 942 Millionen Tonnen in zwölf Monaten. Allerdings ging der Ölkonsum im Jahr 2006 um ein Prozent zurück, nachdem er 2005 noch um mehr als zwei Prozent zugenommen hatte. In die andere Richtung marschiert China. Das Reich der Mitte steigerte seinen Bedarf an dem Rohstoff aufgrund der boomenden Wirtschaft im Jahr 2006 um fast sieben Prozent auf 347 Millionen Tonnen. Der chinesische Zuwachs allein entspricht fast einem Fünftel des gesamten deutschen Ölverbrauchs. Die Bundesrepublik ist heute knapp vor Indien der fünftgrößte Ölkonsument der Welt. Nach einem Rückgang im Vorjahr ist die Verbrauchsmenge zuletzt wieder um 0,8 Prozent auf 123 Millionen Tonnen gestiegen. Ursache hierfür war vor allem das erfreulich kräftige Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr.   IW

 

Verbrennung von Witwen

Neu Delhi - Die indische Regierung will verschärft gegen Witwenverbrennungen vorgehen. Der hinduistische Brauch, sati genannt, was "treue Ehefrau" bedeutet, gilt als Zeichen der besonderen Hingabe. Zwar käme es nur noch vereinzelt vor, daß Frauen in den brennenden Scheiterhaufen ihres verstorbenen Mannes springen, doch wenn dem so ist, sei festgestellt worden, daß die Beerdigungsgäste häufig Beifall spenden und nicht eingriffen. Schon 1829 verboten die englischen Kolonialherren in Indien ein derartiges Verhalten, 1987 verschärfte die indische Regierung selbst die Strafen. Nun sollen auch tatenlose Beerdigungsgäste bestraft werden können.


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