© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-07 vom 28. Juli 2007

Erinnerung an Malerpoeten

Eine bemerkenswerte Sonderausstellung unter dem Titel "Begegnungen mit Zeitzeugen" vermittelt dem Besucher des  Westpreußischen Landesmuseums in Münster-Wolbeck Einblicke in das Leben und Schaffen des in Deutschland ehemals hochgeschätzten Malerpoeten Robert Reinick (*22. Februar 1805 Danzig, † 7. Februar 1852 Dresden). "Es war ein langer Weg bis zur Realisierung dieses Projekts. Ende 2004 wurden erste Gedanken entwickelt, als die Herausgabe einer in London eingespielten Liedaufnahme zu Ehren Robert Reinicks mit Vertonungen namhafter Komponisten verwirklicht werden konnte. Gemeinsam hatten die an der Tonaufnahme beteiligten Künstler, der Opern-, Konzert- und Liedsänger Engelbert Kutschera und sein bewährter Begleiter am Flügel, Graham Johnson, das Projekt initiiert.

Langwierige Recherchen zu Robert Reinick und "seinen" Komponisten hatten auch zu einem Kontakt zu einem der besten Reinick-Kenner, Eckhard Grunewald, Leiter des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, geführt, der mit außerordentlicher Sachkenntnis und Begeisterung für das Projekt das ihm Mögliche tat, an dem CD-Beiheft mit fundierten Textbeiträgen mitzuwirken (CD zu beziehen über den Preußischen Mediendienst). Für die Ausstellung

in Münster-Wolbeck wurden schließlich Leihgaben aus nah und fern beschafft, so kamen aus dem Nationalmuseum in Danzig erstmals drei Original-Gemälde Reinicks in die Bundesrepublik Deutschland.    eb

Das Westpreußische Landesmuseum im Drostenhof Münster-Wolbeck ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt 1 / -,50 Euro, bis 19. August.


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