© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-07 vom 28. Juli 2007

"Kulturelle Erinnerungen"
Ausstellung in Kempen bestach durch ihre Fülle an Ausstellungsstücken

Begeisterten Zuspruch fand im Städtischen Kramer-Museum in Kempen die Ausstellung "Kulturelle Erinnerungen an Ost- und Westpreußen" des Freundeskreises zur Erhaltung und Pflege Ostpreußischen Kulturgutes e. V., Krefeld.

Nach einer Anzahl von der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) nachhaltig unterstützter ähnlicher, von den Landsleuten begeistert aufgenommener Ausstellungen während der Deutschlandtreffen der LO in Düsseldorf, Leipzig und Berlin hat der Freundeskreis diese Ausstellung erstellt.

Umfangreiche Planungen und etliche Vorgespräche durch das Ehepaar Herta und Wilhelm Tuschewitzki waren vorhergegangen, bevor die umfangreiche und vielfältige Ausstellung in diesem ansprechenden Erscheinungsbild eröffnet werden konnte.

Zu Beginn begrüßte der stellvertretende Bürgermeister von Kempen, Karl-Heinz Hermans, die erfreulich große Zahl der erschienenen Gäste und Mitglieder des Freundeskreises in ihren schönen, nach alten Vorlagen selbsterstellten heimatlichen Trachten mit einfühlsamen Worten zum Schicksal der Vertriebenen. Mit im allgemeinen in dieser Form sonst nicht zu hörenden Worten gab er einen Blick in die Vorgeschichte der Ausstellung und auf die positive Einstellung der betreffenden Gremien der Stadt Kempen. Die sachkundige Einführung in die Ausstellung erfolgte durch Dr. Bärbel Beutner. Facetten- und umfangreich ging sie auf die einzelne Gebiete ein und vermittelte den Anwesenden ein aussagekräftiges Bild.

Stefan Tuschewitzki stimmte, zu Beginn und zum Ende der Feier, die Gäste musikalisch am Flügel ein. In lockerer Art erläuterte er die Auswahl der Kompositionen.

Die gezeigten Trachten, Handarbeiten, ostpreußischen Bauernteppiche, Web- und Knüpfteppiche und Doppelgewebe zeigten die Vielfalt des Schaffens in den verschiedenen Regionen der ostdeutschen Heimat.

Ihre Entstehung und auch die vom Freundeskreis geschaffenen originalgetreuen neuen Arbeiten wurden von den Anwesenden aufmerksam zur Kenntnis genommen. Die beeindruckende Anzahl künstlerisch wertvoller Arbeiten aus Bernstein, teils noch aus der "Königlichen Bernsteinmanufaktur Königsberg / Pr." stammend, fand großes Interesse. Hier reichte das Spektrum von kleineren, unglaublich fein und sorgfältig gearbeiteten Stücken, über eine große Darstellung des "Ännchen von Tharau", Modellen historischer Schiffe in beeindruckender Größe bis zu einer Weihnachtskrippe sowie einer Vielfalt weiterer Arbeiten.

Die große Zahl ungewöhnlicher Exponate aus der "Kaiserlichen Majolika-Werkstatt Candinen" wurde genauso bewundert wie die sonst kaum zu sehenden Arbeiten aus der "Lasdehner Keramik", welche hier - teils Unikate - zu sehen waren.             Helmut Feilscher


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