© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-07 vom 28. Juli 2007

Aus den Heimatkreisen

HEILIGENBEIL

Kreisvertreter: Georg Jenkner, Lenauweg 37, 32758 Detmold, Telefon (0 52 32) 8 88 26, Fax (0 52 32) 69 87 99, E-Mail: Georg.Jenkner@gmx.de

Bladiauer Kirchspieltreffen - Aus Anlaß der 670jährigen Geschichte der Kirche in Bladiau hatte der Kirchspielvertreter, Konrad Wien, seine Landsleute und deren Angehörige aus dem früheren Kirchspiel Bladiau, in das Ostheim nach Bad Pyrmont eingeladen. Seiner Einladung vom 6. bis 8. Juli 2007 folgten 45 Landsleute. Nachdem man sich am Freitag zum gemeinsamen Abendessen im Ostheim eingefunden hatte, begrüßte der Kirchspielvertreter mit seinen Gemeindevertretern die Gäste und erinnerte an das Jahr 1337, in dem die Kirche zu Bladiau erstmalig urkundlich Erwähnung fand. Bladiau gehörte mit den Gemeinden Bolbitten, Fedderau, Gr. Rödersdorf, Grünwiese, Jürkendorf, Kl. Rödersdorf, Königsdorf, Lank, Partheinen, Pottlitten, Quilitten, Schölen, Windkeim und Wolittnick zum flächenmäßig größten Kirchspiel im Kreis Heiligenbeil und zählte 1939 4912 Einwohner. Leider mußte die Gemeindevertreterin von Lank, Susanne Gaupp, aus gesundheitlichen Gründen der Veranstaltung fernbleiben. Die Teilnehmer wünschten ihr baldige Genesung und freuen sich auf das persönliche kennenzulernen beim Hauptkreistreffen in Burgdorf. Nach den einführenden Worten und dem Gedenken an die verstorbenen Landsleute wurden die Teilnehmer mit einem Film über das Kirchspiel Bladiau auf das Sondertreffen eingestimmt. Die Erinnerungen kehrten auch sogleich zurück. "Weißt Du noch - erinnerst Du Dich noch" hörte man öfter bei den Gesprächen, die sich bis Mitternacht hinzogen. Am Sonnabend nach dem Frühstück begannen die Feierlichkeiten zum 670-Jahre-Jubiläum mit einem durch Pastor Conring in der Johannes-Kirche in Bad Pyrmont abgehaltenen Gottesdienst. In seiner Predigt formulierte er: "Sie feiern das Jubiläum ihrer Gemeinde. Was sie miteinander verbindet, ist die Erinnerung an die gemeinsame Heimat. Für diese Heimat steht die Kirche in Bladiau. Was ist Heimat? Heimat ist das Vertraute, ein Ort der Geborgenheit. Heimat kann eine Sprache, ein Dialekt sein. ... Heimat ist oft genug nur noch die Erinnerung an die Kindheit". Weiter führte er aus: "Ihre Kirche ist zerstört. Mit dieser Erfahrung des Bruches, der Sehnsucht nach einem festen Ort und der Enttäuschung, daß es ihn nicht mehr gibt, mit dieser Erfahrung passen die Menschen, die im letzten Jahrhundert vertrieben wurden, in einen viel älteren Strom der Erfahrungen hinein, der das Christentum geprägt hat." Er schloß seine Predigt mit den Worten: "Gottes Macht reicht weit über das hinaus, was wir uns als Heimat erträumen können." Und weiter: "Wer weiß, daß seine Heimat beim allmächtigen Gott liegt, der kann mitten in den Wechseln dieser Welt getrost stehen, dankbar an das Vergangene gedenken und den Blick in die Zukunft richten". Nach der Mittagspause begrüßte Konrad Wien den stellvertretenden Kreisvertreter, Dietrich Mattern, der in Vertretung des beruflich verhinderten Kreisvertreters, Georg Jenkner, zum Sondertreffen angereist war. Zusammen mit Konrad Wien berichtete er über die März-Reise in das nördliche Kreisgebiet von Heiligenbeil. Mit beeindruckenden Bildern unterlegt, gingen die Teilnehmer mit auf diese heimatliche Exkursion. Es folgte nach der Kaffeepause der Lm. Gorski mit einem Diavortrag mit Bildern aus den Jahren vor 1945 über das Leben und Wirken im Kirchspiel Bladiau in einer längst vergangenen Zeit. Der Vortrag erinnerte an schöne Kinder- und Jugendzeiten und war dann auch Anlaß für reichlich Gesprächstoff und Diskussionen. Diese Gespräche wurden nach dem Abendessen fortgesetzt. Am Sonntag berichtete Konrad Wien nach dem Frühstück über die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres und erinnerte noch einmal an das Hauptkreistreffen der Kreisgemeinschaft Heiligenbeil am 8. und 9. September 2007 in Burgdorf. Nach dem Mittagessen galt es Abschied zu nehmen von lieben Freunden, von ehemaligen Nachbarn und Bekannten, mit dem Versprechen, gesund zu bleiben, gesund zu werden, um sich in Burgdorf wieder zu sehen. Fazit dieses Sondertreffens, so Konrad Wien, ist das belebende Element der gemeinsamen Erinnerung an unsere heimatlichen Wurzeln. Hier im Ostheim kehrten Erinnerungen zurück, die schon längst vergessen geglaubt waren. Anschriftenänderung der Gemeindevertreterin von Schwengels im Kirchspiel Zinten Land, Eleonore Kath: Wulffenstraße 3 in 16816 Neuruppin, Telefon (0 33 91) 50 16 62.

 

KÖNIGSBERG-STADT

Stadtvorsitzender: Klaus Weigelt.   Patenschaftsbüro: Karmelplatz 5, 47049 Duisburg, Telefon (02 03) 2 83 21 51.

Jahrestreffen 2007 der Ponarther Mittelschüler - Einmal mehr soll auch in diesem Jahr, 62 Jahre nach Flucht und Vertreibung, vom 5. bis zum 7. Oktober, mit der Zusammenkunft in Bad Meinberg eine Treuebekenntnis zu Ponarth, Königsberg und Ostpreußen abgelegt werden. Drei Tage sollen zurück führen zu den Wurzeln unseres Seins in der Heimat, die ungeachtet aller Fremdbestimmungen als jahrhundertealter deutscher Siedlungsraum verblieb in der Erinnerungen sind als deutscher Siedlungsraum. Vielfältig ist die Brücke der Rückbesinnung ins Gestern, die auch im Oktober beschritten werden wird, wenn es lautet: "Weißt du noch?". Auch in einem sich verkleinernden Kreis früherer Ponarther werden diese Tage in Bad Meinberg wieder Wegzehrung werden für einen Weg durch das weitere Leben, das trotz aller Schicksalsprüfungen zu einem Beweis positiver Werdensgestaltung geworden ist. Wie in den vergangenen Jahren soll Ponarth in Bad Meiningen wieder zur erlebten Gegenwart (von Freitag bis Sonntag) werden, und fast wie selbstverständlich kann der Begegnungszeitraum auch verlängert werden. Wie jedes Jahr ist das Kurhotel "Zum Stern" Mittelpunkt der diesjährigen Zusammenkunft, die einmal mehr die sprichwörtliche Ponarther Gemütlichkeit aufleben lassen wird. Wie schon in den Jahren zuvor. Einmal mehr bleiben nicht nur die Ehemaligen aufgefordert, nach Bad Meinberg zu kommen, sondern es sollten die sogenannten "Alten" einmal versuchen, auch aus dem Kreis der Nachgeborenen, die Jungen zur Teilnahme zu bewegen. Damit diese dann vielleicht später eine Stafette, die aus ostdeutscher Treue zur Heimat gefertigt wurde, an ihren Nachwuchs weiterreichen können. Es lohnt noch immer, die alten Freundschaften und Kontakte zu pflegen, wie dieses auch geschehen soll vom 5. bis 7. Oktober in Bad Meinberg. Um mit den Planungen beginnen und die Absprachen mit dem Hotel treffen zu können, müssen die Anmeldungen rasch erfolgen. Anmeldungen an Horst Glaß, Hörder Straße 55, 44309 Dortmund, Telefon (02 31) 25 52 18.

 

KÖNIGSBERG-LAND

Kreisvertreterin: Gisela Broschei, Bleichgrabenstraße 91, 41063 Mönchengladbach, Telefon (0 21 61) 89 56 77, Fax (0 21 61) 8 77 24. Geschäftsstelle: Im Preußen-Museum, Simeonsplatz 12, 32427 Minden, Telefon (05 71) 4 62 97, Mi. Sa. u. So. 18-20 Uhr.

Treffen der Ludwigswalder und der Wickbolder - Zu dem am Sonnabend, 25. August, 15 Uhr, im "Fährhaus Kirschenland", Wisch 9, 21635 Jork-Borstel, stattfindenden Treffen sind selbstverständlich sowohl die Ludwickswalder als auch die Wickbolder und ihre Freunde herzlich eingeladen.

 

LÖTZEN

Kreisvertreter: Erhard Kawlath, Dorfstraße 48, 24536 Neumünster, Telefon (0 43 21) 52 90 27

Kirchspieltreffen Rotwalde und Milken - Vom 31. August bis 2. September findet wieder ein Treffen des Kirchspiels Rotwalde und Milken im Clarion Hotel, Kassler Landstraße 45, 37081 Göttingen, Telefon (05 51) 90 20 statt. Alle früheren Bewohner und Gäste sind herzlich willkommen. Telefonische Zimmerreservierungen vorab sind zu empfehlen, da eine Sonderpreisvereinbarung besteht. Anreisetag ist der 31. August, ab 16 Uhr. Hauptveranstaltungstag ist der 1. September. Weitere Anmeldungen können auch bei Siegfried Schulz, Telefon (0 43 47) 10 28, erfolgen. Wir wünschen uns eine rege Beteiligung und angenehme Tage in Göttingen.

 

LYCK

Kreisvertreter: Gerd Bandilla, Agnes-Miegel-Straße 6, 50374 Erftstadt-Friesheim. Stellvertreter und Karteiwart: Siegmar Czerwinski, Telefon (0 22 25) 51 80, Quittenstraße 2, 53340 Meckenheim. Kreisältester: Alfred Masuhr, Reinickendorfer Straße 43a, 22149 Hamburg

Städtepartnerschaftsverein Hagen in Lyck - In der Zeit vom 6. bis zum 14. Juli unternahm der Städtepartnerschaftsverein Hagen mit 48 Personen eine Reise nach Lyck und Danzig. Die Gruppe wurde von Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer (Hagen) geleitet. Unter sachkundiger Führung von Kreisvertreter Gerd Bandilla lernte man den Patenschaftskreis Lyck kennen. Besucht wurden unter anderem der Soldatenfriedhof in Bartendorf, wo Bürgermeister Dr. Fischer ein Angebinde niederlegte,  und die Holzkirche in Scharfenrade. Auch eine Kleinbahnfahrt und der Besuch der Wallfahrtskirche Heiligelinde standen auf dem Programm. Von Danzig aus besichtigte man die Marienburg und die Kathedrale von Frauenburg. In Frauenburg machte Kreisvertreter Bandilla insbesondere auf die Flucht von 450000 Ostpreußen (darunter auch die Familie seiner Frau) Ende Januar 1945 über das zugefrorene Frische Haff aufmerksam. Die Reise des Städtepartnerschaftsverein ist ein Ergebnis der "Feierlichen Erklärung über eine Zusammenarbeit", die die Stadt Hagen und der polnische Landkreis Lyck am 6. September 2006 in Lyck gemeinsam unterschrieben  haben. In der Zeit vom 18. bis 23. August 2007 machen der Landrat und der Stadtpräsident von Lyck einen Gegenbesuch in Hagen in Westfalen.

 

RASTENBURG

Kreisvertreter: Hubertus  Hilgendorff, Tel. (0 43 81) 43 66, Dorfstr. 22, 24327 Flehm. Gst.: Patenschaft Rastenburg: Kaiserring 4, 46483 Wesel, Tel. (02 81) 2 69 50

Mitgliederversammlung und Kreistagssitzung - Einladung zur Mitgliederversammlung und Kreistagssitzung am Sonntag, 19. August, 11.30 Uhr, in der Niederrheinhalle Wesel, anläßlich unseres diesjährigen Heimattreffens. Tagesordnung: 1. Begrüßung durch den Kreisvertreter, 2. Feststellung der Anwesenden und Genehmigung des Protokolls vom Vorjahr, 3. Bericht des Kreisvertreters, 4. Berichte der Bezirksvertreter, 5. Kassen- und Prüfungsbericht, 6. Entlastung des Vorstandes und der Kassenführung, 7. Haushaltsplan 2008, 8. Heimatbriefe "Rund um Rastenburg", 9. Bildband und Chronik, 10. Rastenburger Treffen 2007 / 2008, 11. Verschiedenes. Anträge beziehungsweise Vorschläge zur Tagesordnung sind bis zum 10. August 2007 einzureichen.

51. Hauptkreistreffen am 18. und 19. August - Programm des Hauptkreistreffens. Sonnabend, 18. August: 9.30 Uhr, Abfahrt mit dem Bus ab Hotel Kaiserhof zum Friedhof. 10 Uhr, Kranzniederlegung auf dem Friedhof in Wesel an der "Trauernden Vesalia", Caspar-Baur-Straße. 10.30 Uhr, Kranzniederlegung am Ehrenmal an der Schillkaserne in Wesel. 14 Uhr, gemütlicher Nachmittag im Biergarten des Hotels Kaiserhof. 19 Uhr, geselliges Beisammensein und Tanz im großen Saal der Niederrheinhalle, Wesel. Sonntag, 19. August: 10 Uhr, evangelischer Gottesdienst, Willibrordidom Wesel (Pfarrer Pawel Hause). 10 Uhr, katholischer Gottesdienst, St. Martini Wesel. 14.30 Uhr, Hauptkreistreffen in der Niederrheinhalle Wesel: Musikeinführung (Blasorchester Wesel-Bislich), Begrüßung durch den Kreisvertreter Hubertus Hilgendorff, Lied, Ansprachen: Heinz-Dieter Bartele (stellvertretender Landrat Kreis Wesel), Ulrike Westkamp (Bürgermeisterin von Wesel), musikalisches Zwischenspiel. 16 Uhr, großer Zapfenstreich (Blasorchester Wesel-Bislich und Tambourcorps Wesel-Fusternberg). 16.30 Uhr, geselliges Beisammensein und Tanz.

 

SENSBURG

Kreisvertreter: Siegbert Nadolny, Wasserstr. 9, 32602 Vlotho, Tel. (0 57 33) 55 85.  Geschäftsstelle: "Sensburger Zimmer", Stadtverwaltung Remscheid, Kreuzbergstr. 15, 42849 Remscheid.

6. Ribbener Kirchspieltreffen - Zum sechsten Ribbener Kirchspieltreffen hatten Irmtraut und Horst Meistrowitz ins Naturfreunde-Ferienheim Johann-Simonis-Haus in Seevetal-Maschen eingeladen. Leider fehlten einige treue Landsleute aus Krankheits- oder Altersgründen. Trotzdem waren am Sonntag 105 Teilenehmer zu verzeichnen. Die Stimmung war hervorragend, auch weil unter den Besuchern viele Neuzugänge waren und einige Landsleute sich nach 30 Jahren zum ersten Mal wieder sahen. Leider sind in den letzten beiden Jahren einige Landsleute verstorben. Herbert Kullick gedachte ihrer in einem Totengedenken. Das dabei für die Verstorbenen ein "Vater unser" gesprochen wurde, fand sehr großen Anklang. Für uns war es eine besondere Freude, Hildegard Weiß geb. Katanek, die mit ihren 83 Jahren die älteste Teilnehmerin dieses Treffens war, begrüßen zu können. Den weitesten Weg hatte das Ehepaar Robert und Hannelore Toporzisek auf sich genommen. Sie waren aus Australien angereist. Besonderer Dank gebührt Adolf und Hildegard Marmulla geb. Meistrowitz sowie Günter Ruskowski, die sehr zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen. Sie hatten im Mai 2006 gemeinsam mit Horst und Irmtraut Meistrowitz, Heinz und Hildegard Middendorf geb. Meistrowitz und Irene Tegler geb. Meistrowitz die Heimat besucht und dabei die Kirche und die einzelnen Häuser in Ribben gefilmt und fotografiert. Diese Bilder wurden über einen Monitor vorgeführt, was großes Interesse und viel Zustimmung hervorrief. Einige der Landsleute schlugen zum Schluß vor, das Kirchspieltreffen im kommenden Jahr zu wiederholen. Leider können wir diese Bitte nicht erfüllen, da wir dem Deutschlandtreffen in Berlin und dem Treffen der Kreisgemeinschaft Sensburg in Remscheid den Vorrang geben müssen. Irmtraut und Horst Meistrowitz, Hellweg 24, 59457 Werl.

Peitschendorfer-Aweyder Kirchspielstreffen - Das 20. Peitschendorfer Kirchspieltreffen, zum siebten Mal gemeinsam mit dem Aweyder Kirchspieltreffen,  fand am 28. April in der Gaststätte Middelicher-Hof in Gelsenkirchen statt. Rund 90 Teilnehmer hatten den zum Teil weiten Weg auf sich genommen, um diese schöne Tradition beizubehalten. Die älteste Teilnehmerin mit 92 Jahren war Ida Datzkow geb. Wiezorek aus Aweyden. Sie konnte noch vieles aus ihrer Jugendzeit und insbesondere von ihrem Vater Karl Wiezorek erzählen, der unter anderem Gemeindediener in Aweyden gewesen ist und mit der Glocke im Dorf die Neuigkeiten verkündet hat. Eigens zu dieser Veranstaltung waren Konrat und Jurek Grochowski aus Peitschendorf (Piecki) angereist. Das gemeinsame Treffen der Kirchspiele Aweyden und Peitschendorf hatte der Peitschendorfer Kirchspielvertreter Adalbert Teuber aufs beste vorbereitet. Er und die Aweyder Kirchspielvertreterin Irene Piepenbrink begrüßten die Teilnehmer sehr herzlich. In seiner Ansprache übermittelte Adalbert Teuber Grüße der Vorsitzenden der Sensburger Deutschen Gesellschaft "Bärentatze" Berta Cwiek und ihres Vertreters Otto Czerwinski. Gemeinsam wurde der Toten der letzten Jahre gedacht, die in und fern der Heimat ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Adalbert Teuber erinnerte an die furchtbare Zeit der Vertreibung und an die Folgen des Krieges, an die Charta der deutschen Heimatvertriebenen, die auf Rache und Vergeltung verzichtet hätten. Nun nach 60 Jahren sei das Verhältnis zwischen den Polen und den Heimatvertriebenen entspannter geworden. Irene Piepenbrink, die im letzten Jahr dreimal in der Heimat weilte, berichtete über aktuelle und bevorstehende große Ereignisse in der Heimat. Am 18. Mai 2007 jährte sich zum 120. Mal der Geburtstag des großen Poeten, und Aweyden feiert den 610. Geburtstag. Die Inschrift des Steines wird in deutscher und polnischer Sprache erscheinen. Siegbert Nadolny begrüßte als Kreisvertreter die Gäste und brachte zum Ausdruck, daß er bedauerlicherweise die vielen Erinnerungen an Erlebnisse in der Heimat nicht teilen könne, da er schon als kleines Kind Aweyden verlassen mußte. Die Feierlichkeit des Tages wurde durch den erstklassigen A-cappella-Chor "Quartett plus eins" unterstrichen. Daneben gab es lustige Einlagen und Liedervorträge der Teilnehmer, in die alle einstimmten. Nach einem guten Mittagessen und einer Tasse Kaffee wurden Erinnerungen, Erfahrungen und Zukunftspläne ausgetauscht. Das beseelte Miteinander wollte kaum enden. Und dann noch schnell die Frage: Wann warst du _ wann fährst Du wieder in die Heimat? Die Gelsenkirchener Presse berichtete sehr positiv über das harmonische Treffen. Irene Piepenbrink, Tospelliweg 7, 44149 Dortmund-Oespel.

22. Treffen der Dorfgemeinschaft Steinhof und Groß Steinfelde - Unser diesjähriges Treffen fand wieder im gastlichen Hotel "Krone-Post" in Eberbach statt. Bereits am Freitagabend herrschte eine familiäre herzliche Atmosphäre, die auch in den nächsten Tagen anhielt. Es war diesmal nur eine kleine Runde, mehrere Landsleute hatten kurzfristig aus Gesundheits- und anderen Gründen absagen müssen, so auch Heinrich Borchert. Nach dem offiziellen Teil am Samstagvormittag mit einem Gedenken an die Verstorbenen sowie einem Blick auf den 17. Juni, verlas der Vorsitzende Berthold Hirsch. ein selbst verfaßtes Gedicht, in dem das Leid des Heimatverlustes aber auch der Dank und die Genugtuung über das "wieder gewonnene", erarbeitete Zuhause hier gewürdigt wurden. Diese überleitenden Gedanken führten bald zum aufgelockerten Plachandern. Da ging es unter anderem um den Austausch lang zurückliegender Lebensbilder sowie den Erhalt der masurischen Mundart. Landsmann Alfred Laskawy und seine Ehefrau geb. Czerwansky konnten leider nicht teilnehmen, hielten aber ihr Wort, den 2006 in der Heimat gedrehten Film zu zeigen. Sie hatten uns ihr Video geschickt, ihnen gilt unser besonderer Dank. Zu meiner besonderer Freude erhielt ich von Frau Claaßen das "Ostpreußische Tagebuch", Aufzeichnungen des seinerzeit jungen Arztes Hans Graf von Lehndorff. Mit akribischer Sorgfalt hat Sieglinde Krey diese Blätter zu einem Hefter zusammengetragen. Leider weilt sie nicht mehr unter uns. Sie war mit ihrem Ehemann ebenso wie Frau Claaßen in Eberbach ansässig und oft bei uns zu Gast. Noch vor dem traditionellen Singen erhielten wir überraschend Besuch: Gotthard John, jetzt wohnhaft in Michelstadt, stieß zu unserer Gruppe. Von ihm erfuhren wir, daß er ein Sohn des Gutsbesitzers in Moithienen ist. In seinen Ausführungen nahm er Stellung zu der damaligen deutschen Landwirtschaft und berichtete, wie sie aus dem Notstand mit zahlreichen Konkursen in den 30er Jahren wieder zu Stabilität und Ansehen gelangte. Bei Kaffee und Kuchen fand er schnell Zugang zu der Gemütlichkeit in unserer Runde und mischte bei den Quizfragen nach typischen ostpreußischen Begriffen lebhaft und aufschlußreich mit. Bei dem sonntäglichen Gottesdienst wurden wir wieder vor der Eberbacher Gemeinde in der Michaeliskirche mit den vertrauten Worten "Liebe Steinhöfer und Steinfelder" willkommen geheißen. Zum Abschluß möchte ich den jährlichen Teilnehmern unserer Treffen ein Lob aussprechen. Zugunsten unseres Termins haben bei Ihnen alle andere Interessen und Termine Nachrang, solange es sich nicht um Krankheit und sonstige schicksalhafte Ereignisse handelt. Wieviel Heimattreue und Freude am Wiedersehen spricht aus diesem Verhalten, was auch für Ihre Partner zutrifft, die mittlerweile schon zu Steinhöfem und Steinfeldenem geworden sind. Bei der herzlichen Verabschiedung drückten alle den Wunsch nach einem Wiedersehen im nächsten Jahr aus - so Gott will! Berthold Hirsch, Webskamp 17, 26197 Großenkneten.

 

TILSIT-RAGNIT

Kreisvertreter: Hartmut Preuß, Hordenbachstraße 9, 42369 Wuppertal, Tel. (02 02) 4 60 02 34, Fax (02 02) 4 96 69 81. Geschäftsführerin: Eva Lüders, Tel. / Fax (0 43 52) 53 35, Kührenerstraße 1 b, 24211 Preetz

Schultreffen Oberschule für Jungen - Am 5. und 6. Oktober findet ein Regionaltreffen der Stadtgemeinschaft Tilsit sowie der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit und Elchniederung in Kiel statt. Am Freitag, 5. Oktober, stehen Stadtrundfahrten auf dem Programm. Der Nachmittag ist den Schulgemeinschaften vorbehalten. Die Schulkameraden des Realgymnasiums / Oberschule für Jungen sind um 16 Uhr zur traditionellen Kaffeetafel in den Legienhof eingeladen. Im Mittelpunkt des Schultreffens stehen Berichte über die Schau zum Tilsiter Frieden und über das  Jubiläum 100 Jahre Königin-Luise-Brücke.


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