© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-07 vom 28. Juli 2007

Einmal um die Welt
Eine Reise um den Globus muß sorgfältig geplant sein

Auf Weltreise zu gehen ist für viele Menschen der Traum schlechthin. Ob während des Studiums, zwischen zwei Jobs, nach dem Arbeitsleben oder als Teil eines Sabbatjahrs - manchmal hat man tatsächlich die Zeit für so eine große Tour. Gut geplant, wird eine Weltreise ein intensives Erlebnis, bei dem man viel über Land und Leute erfährt. Jedoch werden nur wenige genügend Zeit haben, um traditionell mit Bus, Bahn und Schiff von Land zu Land reisen. Mit speziellen Flugtickets für die Erdumrundung, den sogenannten Round-the-World-Tickets, geht es schneller.

"Es gibt bei einigen Airlines Routen-Vorschläge mit entsprechenden Zwischenstopps. Es können aber auch individuelle Streckenführungen ausgearbeitet werden, und unterwegs sind gegen Gebühr auch Umbuchungen möglich", sagt Britta Jahncke vom Reisebüro STA Travel. Wie der Veranstalter Explorer Fernreisen oder der Tickethändler Travel Overland gehört es zu den Spezialisten in Sachen Round-the-World-Tickets. Für die richtige Preisberechnung und Buchung muß man sich im Dschungel der verschiedenen Bestimmungen gut auskennen.

Bevor man das Ticket kaufen kann, sollte man sich darüber im Klaren sein, wohin es geht. "Mindestens drei Monate vor dem Start sollte man intensiv mit der Planung und Vorbereitung beginnen", sagt Norbert Lüdtke von der Deutschen Zentrale für Globetrotter. Bei der Planung sei es wichtig, sich zu fragen, was man möchte, was man leisten will, und dieses dann mit den voraussichtlichen Anforderungen realistisch zu vergleichen: "Es gibt einfachere und eher schwierige Reiseziele. Länder, deren Sprache und Schrift man nicht versteht, sind zum Bespiel oft schwieriger zu bereisen", ist die Erfahrung des Globetrotters Lüdtke.

Gleiches gilt für Kulturen, die sich sehr von unserer unterscheiden. Auch deswegen sei es wichtig, sich nicht zu viel vorzunehmen und genügend Pufferzeiten einzuplanen: "An jedem Ort sollte man mindestens zwei Nächte verbringen, damit wenigstens ein voller Tag für Erkundungen und neue Eindrücke zur Verfügung steht", betont Lüdtke. Da man an manchen Tagen nicht wie geplant weiterreisen kann oder will, sollte man für die gesamte Reise mindestens einen 30prozentigen Zeitpuffer bereithalten.

Wer in seiner Planung auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für eine der besonders beliebten Routen, die zum Beispiel über Singapur oder Bangkok nach Australien, Neuseeland und die USA führen.

"Der große Vorteil ist, daß diese Routen erprobt sind und man unterwegs viele andere Weltreisende trifft. So kann man Kontakte knüpfen und bekommt die aktuellsten Tips", sagt Jahncke.

Wenn die Route steht, sollte man Reiseinformationen bei den jeweiligen Botschaften einholen. Zu klären ist unter anderem, ob ein Visum erforderlich ist, Impfungen vorgeschrieben oder empfohlen sind und welche Zahlungsmittel im Land akzeptiert werden. Vor allem das Thema Visa sei sehr wichtig, betont Lüdtke: "Perfekte Papiere, Visa, Stempel sind unabdingbar für eine Weltreise."

Man sollte unbedingt rechtzeitig klären, was ein Visum kostet, wann es beantragt werden muß, wie lange und für welche Einreisewege und Reiseziele es gültig ist und ob es im Land verlängert werden kann.

Manchmal sei es sogar ratsam, zwei Reisepässe zu besitzen, da sonst die nötigen Visa nicht rechtzeitig besorgt werden könnten. Weitere Tips gibt es bei der Zentrale für Globetrotter unter www.globetrotter.org.    ddp


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