© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-07 vom 28. Juli 2007

Leserforum

Zu viel Toleranz
Betr.: "Blubbernde Sümpfe" (Nr. 24)

Ein Kopf blieb starr vor Erleuchtung: Reinhard Höppner, verkrachter Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, derzeitiger Präsident des Evangelischen Kirchentages, möchte sich wieder einmal ins rechte (richtige) Licht rücken. Da er ja Erfahrung im Umgang mit Radikalen während seiner Amtszeit als Ministerpräsident gesammelt hat - Stützung seiner Minderheitsregierung durch die radikalen Blutroten, sie hatten im 20. Jahrhundert doch nur 100000000 Tote zu verantworten, die Vorgänger der heutigen rechten Radikalen, die immerhin 20000000 Menschenleben auf dem Kerbholz haben, sind doch viel schlimmer, mit diesen konnte man nicht koalieren oder durch sie seine Minderheitsregierung tolerieren lassen - immerhin hatte er doch zeitweise 19 Abgeordnete in seinem Landtag - sucht er nun eifrig nach den ach so toleranten Leuten von Osama bin Laden, die dem Christentum doch so wohlgesonnen sind. (Das sind doch alle Islamisten, wir Christen legen den Koran nur falsch aus!) Seine blutroten Tolerierer während seiner Amtszeit als MP von SA waren doch auch so bemüht, ein zwangloses Leben den Christen in der DSSR (Deutsche Sozialistische Sowjetrepublik) zu bereiten. Es ist doch begrüßenswert, daß man auf solche erfahrenen Leute in unserer Gesellschaft zurückgreifen kann. "Erniedrigung provoziert Terrorismus", so Höppner. Kann er nicht im eigenen Land den Kontakt mit Erniedrigten suchen und diese auf den Pfad der Tugend führen?           

Paul Markus, Magdeburg

 

 

Protestanten haben sich entwürdigt
Betr.: "Brüskiert der Papst die Protestanten" (Nr. 29)

Der Papst hat recht, wenn er den kirchlichen Charakter der heutigen evangelischen Kirche anzweifelt. Sie war einmal eine Kirche, als sie fest zu den Geboten Gottes stand und diese verteidigte. (Die christliche Kirche war in ihren Anfängen auch Sekte.)

Aber sie hat sich entwürdigt, als sie Frauen ins Priesteramt berief und weiter duldet, daß diese, die den Treue-Eid am Altar geschworen, sich scheiden lassen oder einer Mit-Schwester den Mann, ihren Kindern den Vater wegnehmen, ohne Schuldgefühl. Solche Frauen haben die Würde dieses Amtes nicht begriffen und müssen daraus entfernt werden.

Ferner: Warum kämpft die evangelische Kirche nicht gegen Schwule und Lesben? Ihr Treiben ist gegen Gott und die Natur. Wo Treu und Glauben verletzt werden, muß die Kirche einschreiten.  

Annemarie Kordack,   Herford

 

 

Moslems sind zu verstehen
Betr.: "Der letzte Sieg der Konservativen?" (Nr. 26)

Was Jean-Paul Picaper schreibt, trifft zu 100 Prozent zu. Das christlich-bestimmte Europa geht an den Islam verloren, weil Europas linke Parteien aus verständlichen Gründen ob ihrer Politik von der überwältigenden Mehrheit der Moslems gewählt werden  - und sie werden immer mehr. Sollte die Türkei auch mit Hilfe konservativer Parteien in die EU aufgenommen werden, schaufeln die Konservativen ihr eigenes Grab. Wenn die entnationalisierte Linke sich die Macht von den Stimmen der Moslems holt, bestimmt das ihre Politik.

Hat jemand den Eindruck, daß Frau Merkel und der Bundesvorstand der CDU das schon gemerkt haben? Mir kommen sie vor wie menschliche Wesen, die die Glocken zu ihrer eigenen und unserer Beerdigung läuten. 

Martha Berger, Berlin

 

 

Lenz und Co. einen Strick drehen
Betr.: "Flakhelfer im Visier" (Nr. 27)

Wen interessiert das eigentlich überhaupt noch, ob irgendwelche unmündigen Jugendlichen, mit oder ohne Antrag, in der "Partei" waren? Wen, ob jemand irgendwann in der KPdSU oder SED war? Taten es ältere Leute häufig aus Opportunismus, so jüngere oft aus Idealismus, nicht ahnend, daß man ihnen dereinst daraus einen Strick drehen könnte. Welch Heutiger darf ernsthaft behaupten, er hätte sich, mit damaligem Wissen, ganz anders verhalten? Je nach Alter und Elternhaus kam man zum Beispiel früher aus dem Wandervogel oder einer Kadettenanstalt, später aus der Bündischen, Kirchlichen oder Arbeiterjugend, noch später eben zwangsläufig aus der Hitlerjugend. Na und? Nicht einmal diejenigen, welche die Möglichkeit erhielten, einige Jahre auf einer AHS oder Napola zu verbringen, nahmen dabei charakterlich oder geistig Schaden. Die Lebensläufe der meisten dieser Männer beweisen eher das Gegenteil! Übrigens entgingen dem schweren Schicksal, der NSDAP anzugehören, alle aktiven Offiziersanwärter und Offiziere, und zwar ohne ihr Zutun. Die Wehrmacht hatte nämlich von der Reichswehr die Bestimmung übernommen, daß kein Angehöriger der erwähnten Kategorie einer politischen Partei angehören dürfe. Wer weiß das heute noch?

 Will Seelmann-Eggebert, Ahlhorn

 

 

Man schämt sich langsam, Deutscher zu sein!
Betr.: "Machtkampf um eine Straße" (Nr. 24)

Sind wir nur noch von ehrlosen "vaterlandslosen" Genossen umgeben? Wenn ich nicht so alt wäre, würde ich ernsthaft darüber nachdenken auszuwandern. Irgendwo in Belgien / Frankreich steht noch ein Gedenkstein, an dem niemand Anstoß nimmt, mit der Inschrift: "Unserem tapferen Gegner Hauptmann Manfred Freiherr von Richthofen". Der Stein steht an der Absturzstelle und die Inschrift ist in Englisch und Deutsch.

Aber in unserem Lande darf man sich seiner nicht erinnern, eine nach ihm benannte Kaserne mußte umbenannt werden. Vor einigen Jahren war ich in Schottland und wollte auch mal auf die Orkneys rüberfahren, es sollten da interessante archäologische Objekte sein. Am Hafen stand ein Bus, mit dem wir eine sehr interessante Rundfahrt machten.

In Kirkwall besuchten wir die große Kirche, in der die Fahnen der britischen Regimenter hingen. Und die haben sicherlich nicht Schokolade und Ostereier verteilt. Aber dort ist man stolz auf die Leistung der Soldaten.

Und auf dem Rückweg fuhren wir an der Bucht von Scapa-Flow entlang.

Irgendwo hielt der Bus und der Fahrer und Reiseleiter wies hinaus auf das Wasser und fragte: "Sehen Sie dort die rote Boje?" Wir sahen sie alle.

Und dann fuhr er fort: "Dort lag die ,Royal Oak', die das deutsche U-Boot versenkt hat", eines der größten Schiffe der britischen Kriegsflotte.

Dann nahm er seine Mütze ab, hielt sie in der britischen Hab-Acht-Haltung über das Herz und fuhr fort: "The Captain, he was an extraordinary german Officer, a man of honor!" ("Der Kapitän, er war ein hervorragender deutscher Offizier, ein Ehrenmann!")

Wer kennt in unserem Lande noch den Namen Günter Prien. Keine Straße, keine Kaserne, kein Schiff dürfte in unserem Lande nach ihm benannt werden. Man schämt sich langsam, Deutscher zu sein.

Kein Engländer, kein Amerikaner, kein Franzose hat Verständnis für solche Ehrvergessenheit. Und Achtung bringt uns das nicht ein!         

W. Schlacht, Hambühren

 

 

Höhere Bezüge ohne richtige Arbeit
Betr.: Diätenerhöhung

Wie man in den letzten Tagen in der Tagespresse lesen "durfte", planen unsere Bediensteten des Bundestages, sich ihre Diäten zu erhöhen.

Wir, die Bürger, die überwiegend über einen Zeitraum von bis zu 45 Jahren brav geackert haben, nicht nur mit leeren Versprechungen, nein, richtig produktiv und Werte schaffend, durften von unseren Bediensteten einen Renten-Zuteilungs-Nachschlag von 0,54 Teuro nach einer Wartezeit von drei Jahren entgegennehmen.

Toll, richtig toll, was sich diese Damen und Herren wagten, uns anzubieten!

Jetzt ist es an der Zeit, einmal unsere Als-ob-Demokratie zu testen! Denn die ständige Selbstbedienung mit einer schrittweisen Erhöhung um 600 Euro schlägt dem Faß unserer Geduld den Boden aus.

Denn erst per 1. Oktober 2006 hatten die Herrschaften sich 3000 Euro zugelegt.

So erhalten dann künftig diese unsere Bediensteten über 10000 Euro, gleich 20000 Deutsche Mark, und das für ihre Tätigkeiten mit Versprechungen vor der Wahl, an die man sie hinterher nicht erinnern darf!

Genug dieses Spiels. Ich werde also sofort an das ZDF schreiben, das ja die Informationssendung "Polit-Barometer" betreibt, in dem die Bürger nach ihrer gegenwärtigen politischen Stimmung und möglichem Wahlverhalten befragt werden.

Ich fordere hiermit das ZDF auf, in ihren Befragungen die Frage an die Bürger mit aufzunehmen: "Was halten sie davon: Sollen die Diäten der Abgeordneten schon wieder erhöht werden?

Wenn die Rentner pro 100 Euro 0,54 Euro bekamen, wenn ja / nein, wieviel sollen dann die Abgeordneten bekommen und weiter.

Diese Fragestellung sollte auch enthalten: Soll künftig eine Bezügeerhöhung grundsätzlich über eine TV-Abstimmung beziehungsweise Zustimmung der Bürger praktiziert werden? Nun meine Bitte, damit ein einzelner Brief beim ZDF nicht "verlorengeht", wird um Unterstützung gebeten, schreiben auch Sie!    

Horst Schmidt, Höhbeck

 

 

Globalisierung birgt eine drohende Gefahr für die Identität der Völker Europas
Betr.: Preußische Allgemeine Zeitung

Seit einigen Jahren bin ich Leser Ihrer Zeitung, und ich lese sie mit großem Interesse. So erfährt man Tatsachen, die im Fernsehen mitunter erwähnt werden, aber in der "Mitteldeutschen Zeitung" (MZ) mit keinem Wort auch nur angedeutet werden. Für die PAZ möchte ich vorschlagen, mehr Nachrichten, vor allem aus den ehemaligen preußischen Gebieten, und mehr Kommentare aus anderen Zeitungen zu bringen.

Viele Menschen hier im Osten sind nach der Wende enttäuscht: hohe Arbeitslosigkeit, eine hohe Kriminalitätsrate, Sozialabbau (in der gesamten Bundesrepublik) und steigende Preise. Daher eine hohe Abwanderung von hochqualifizierten Fachkräften. Viele Bürger machen sich daher um die zukünftige Entwicklung Sorgen. Die Globalisierung dürfte mehr Nachteile als Vorteile bringen.

Die Bundesrepublik und die Bundesländer sind mehr oder weniger hoch verschuldet, desgleichen die Gemeinden.

So hat die Stadt Dresden ihren kommunalen Wohnungsbestand an einen amerikanischen Investor verkauft, um ihre Schulden loszuwerden. Ein sehr fragwürdiges Geschäft. Wie weit wird der Ausverkauf Deutschlands noch gehen? Die Hedge-Fonds interessieren sich für Betriebe. (Sogenannte "Heuschrecken".)

Viele Investitionen werden von ausländischen Unternehmen getätigt. Wie mir bekannt, ist in verschiedenen amerikanischen Unternehmen Englisch die Arbeitssprache, so wie es sich der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger vorgestellt hat.

Der Flugplatz in Parchim wurde an die Chinesen verkauft, und ein russischer Milliardär zeigt Interesse an den Leipziger Stadtwerken. Die Globalisierung birgt eine drohende Gefahr für die Identität der Völker Europas.

Der anglo-amerikanische Einfluß ist stark, und die deutsche Sprache wird durchsetzt mit Anglizismen. Es soll auch türkische Einflüsse geben. In den neuen Bundesländern noch nicht. Alle diese Mißstände und Nachteile erzeugen eine politische Polarisierung. NPD und linksradikale Gruppierungen haben Zulauf. Eine Entwicklung wie vor 1933 wäre eine Katastrophe.

Zuwanderung nach Deutschland hat es schon vor Jahrhunderten gegeben. So die Hugenotten, meist Gewerbetreibende und Kaufleute. Die Salzburger sprachen sowieso Deutsch. Alle, die hierher kamen, waren aus dem abendländischen Kulturkreis und sind längst integriert. Anders nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Gastarbeiter und Asylanten kamen. Viele stammten aus gänzlich anderen Kulturkreisen, hauptsächlich aus dem Orient.

Bis auf den heutigen Tag ergeben sich dadurch schwerwiegende Probleme, nicht nur in der Bundesrepublik; besonders auch in Spanien, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien. Hier stoßen Auffassungen und Lebensgewohnheiten aufeinander, die mit unseren unvereinbar sind. Eine Islamisierung Europas ist zu befürchten. Multikulti ist größtenteils gescheitert.

Nun noch ein Wort zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr: Was haben wir in Afghanistan und anderswo zu suchen? Aufbauhilfe ja, aber keine Kampfeinsätze. Die bisherigen Toten und Verletzten werden keineswegs die letzten Opfer sein.

Die Bundeswehr wurde zum Schutz der Bundesrepublik Deutschland gegründet, aber nicht für fremde Interessen! Den Beschädigungsgrad der Soldaten versucht man so niedrig wie möglich einzustufen. Darüber wurde im ZDF berichtet.

Was erwartet die jungen Menschen? Es ist nicht nur der Klimawandel mit seinen zunehmenden Unwettern. Es wird sehr große politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Probleme geben.          

Karlheinz Wehr, Wolfen

 

 

Liebelei mit den Grünen
Betr.: "Es grünt so grün, wenn ..." (Nr. 28)

In einer nach links verrutschten Union gibt es sicher auch Berührungspunkte zu den sogenannten Grünen, die sehr sympathisch wären, wenn sie denn grün und nicht rot und nicht antinational wären, jeder Geschichtsfälschung zum Nachteil von uns Deutschen aufgeschlossen.

Konservative werden den Grünen in der Regel nichts abgewinnen können und dazu neigen, die Union durch Nicht-Wahl zu strafen. Darum sollten vielfarbige Unionspolitiker sehr sorgfaltig darüber befinden, ob sie die Grünen umarmen wollen. Aus Berlin hört man, daß Pflüger die Liebelei mit den Grünen keine Sympathie eingebracht hat.     

Hans-Heinz Possnig, Groß Gerau

 

 

Einseitige Würde
Betr.: Merkel

Bundeskanzlerin Merkel hat kürzlich den Abschluß der Entschädigungszahlungen an ausländische Zwangsarbeiter/innen in einer Bundestagssitzung gewürdigt. Dabei sprach sie von Rückgabe der Würde, die diese Menschen damit erhalten haben.

Wer aber gibt den gedemütigten deutschen Frauen ihre Würde wieder? Merkels Verhalten ist mehr als beschämend.

Ernst Voigt, Delmenhorst

 

 

Für ein Lob Polens
Betr.: "Aus der Versenkung" (Nr. 27)

Die polnischen Gesellschaften betreiben in gewisser Weise Landesverrat, weil sie nicht die Freundschaft unserer Völker auf gleicher Ebene pflegen und erweitern, sondern vom Haß gegen das eigene Volk angetrieben, unseren polnischen Nachbarn, wie man umgangssprachlich sagt, in den Allerwertesten kriechen und die Interessen ihres Vaterlandes für ein Lob polnischer Nationalisten verraten.

G. Kolb, Bad Oeynhausen

 

 

Russen vergewaltigten Frauen auch ohne Rachemotiv
Betr.: "Blick hinter die Heldenfassade" (Nr. 27)

Die britische Historikerin Catherine Merridale entschuldigt die russischen Vergewaltigungsorgien in Deutschland als "Rachebedürfnis und Zerstörungswut mit tiefem Haß auf den in Nazi-Deutschland herrschenden Luxus und Überfluß" und übernimmt damit  die sowjetische Hetzpropaganda. Ihre Argumente sind historisch unhaltbar.

Wie Stephane Courtois im "Schwarzbuch des Kommunismus" feststellt, vergewaltigten schon im russischen Bürgerkrieg die Truppen der Roten Armee, und die Geheimpolizei Tscheka verging sich an weiblichen Gefangenen.

Als 1914 die russischen Truppen in Ostpreußen einfielen, verübten sie die gleichen Schandtaten neben anderen Grausamkeiten (Otto von Stülpnagel: "Die Wahrheit über die deutschen Kriegsverbrechen"). Bei ihrem Vormarsch durch Ungarn, Tschechei, Polen und das Baltikum vergewaltigten die Sowjetsoldaten einheimische Frauen und in Deutschland auch "befreite" russische und polnische Fremdarbeiterinnen. Gleiche Untaten verübten sie im Spanischen Bürgerkrieg, in Afghanistan und heute in Tschetschenien. Auf ihrem Vormarsch durch Italien bis Süddeutschland kam es zu Massenvergewaltigungen durch französische Kolonialsoldaten (Senegalesen und Araber) - auch hier mit höherer Erlaubnis und ohne Motiv der Rache.     

Friedrich Karl Pohl, Lüneburg

 

 

Die PDS schluckt die WASG wie einst die KPD die SPD
Betr.: "Berlins SPD öffnet sich der Linken" (Nr. 27)

Ich glaube nicht, daß Oskar Lafontaine der strahlende Held der neuen Partei sein wird, denn er ist mit seiner wilden WASG-Truppe, der er selbst nicht entstammt, nur das grellrote Aushängeschild dieser Partei, die Politik aber machen die, die über das illegal angeeignete Geld aus alten SED-Kassen verfügen: die SED/PDS-Altkader!

Man sollte sich doch erinnern, daß es schon einmal einen "Vereinigungsparteitag" gab: Ostern 1946! Da wurden am Karfreitag in Ost-Berlin SPD und KPD aufgelöst, und am Ostersonntag verschmolzen die beiden Marschblöcke von Kommunisten und Sozialdemokraten, die auf zwei Straßen einander entgegenkamen, miteinander. Ein beeindruckendes Bild war das, als Otto Grotewohl (SPD) und Wilhelm Pieck (KPD) einander die Hände gaben.

Diese ineinander verschlungenen Hände, die der DDR-Volksmund sarkastisch kommentierte: "Eine Hand wäscht die andere!", erschien dann bis zum Mauerfall 1989 als Emblem auf der Titelseite der SED-Zeitung "Neues Deutschland".

Anfangs waren sämtliche Gremien der neuen Partei SED paritätisch mit ehemaligen Sozialdemokraten und ehemaligen KPD-Leuten besetzt. Fünf Jahre später gab es kaum noch Ex-Sozialdemokraten in führenden Positionen. Sie waren entweder zum Stalinismus "bekehrt" - mit Überredung oder mit Gewaltandrohung - oder in die unteren Ränge verbannt worden. Hunderte von Sozialdemokraten, die der Zwangsvereinigung mit der KPD nicht zugestimmt hatten und dagegen polemisierten, wurden verhaftet und in die Zuchthäuser zwischen Bützow-Dreibergen in Mecklenburg und Untermaßfeld in Thüringen verschleppt, wo Dutzende von ihnen umkamen.

Wer sich dieser Vorgeschichte der neuen Parteigründung erinnert, kann voraussagen, was kommt: In spätestens fünf Jahren wird kein WASG-Funktionär noch etwas zu melden haben. Alle Positionen werden von PDS-Kadern besetzt sein. Nur Oskar Lafontaine darf weiterhin als Krähhahn auf dem Mist die "neue Zeit" verkünden!          

Dr. Jörg Bilke, Bad Rodach

 

 

Geißler darf das
Betr.: "Die Sozialisten marschieren wieder" (Nr. 27)

Dieser General a. D. Schönbohm entdeckt mal wieder die "Radikalen", besonders die "Rechtsradikalen". Alles, was nicht in sein eigenartiges Weltbild paßt, firmiert bei ihm unter dem albernen Wort "rechtsradikal". Was für ein Radikaler ist denn der von ihm so lobend erwähnte linkslastige Heiner Geißler, der sich als CDU-Mann öffentlich seiner Attac-Mitgliedschaft rühmt? Was einem Geißler zusteht, nämlich Meinungsfreiheit, steht einem "Rechtsradikalen" wohl nicht zu, oder? General a. D. Schönbohm stöbert ausgiebig im Horst-Wessel-Lied herum, will damit die "Rechtsradikalen" treffen, und sein Parteifreund marschiert "im Geiste mit", und zwar linksaußen bei Attac. Zum Schluß beliebt Herr General zu schreiben: "Es lohnt sich, die Freiheit und Menschenwürde unseres Grundgesetzes gegen diese Radikalen zu verteidigen." Über so einen unlogischen Satz kann man nur höhnisch lachen, denn seit wann hat ein Gesetz als solches Freiheit und Menschenwürde?

Manfred Bremhorst, Remscheid

 

 

Wer weiß mehr über SBZ-Enteignungen?
Betr.: Enteignungen SBZ

Seit zwei Jahren bin ich dabei, eine Datenbank über die sogenannte Bodenreform aufzubauen, die 1945 in der SBZ durchgeführt wurde.

Damals ging es den Sowjets und ihren deutschen kommunistischen Helfershelfern darum, die "Klasse" der "Großgrundbesitzer" zu vernichten. Meine Datenbank enthält derzeit Angaben über 7000 Besitztümer ab 100 Hektar Flächengröße, die damals gestohlen worden sind. Es sind die Namen von 6000 Besitzern erfaßt. Von denen übrigens nur 15 Prozent adliger Herkunft waren!

Über die Zusendung von Zeitzeugenberichten würde ich mich freuen.

Ich habe bisher auf dieser Grundlage 100 Seiten Text zusammenbekommen. Die gesamte Datenbank umfaßt derzeit 1050 Seiten.

Aufmerksam wurde ich auf die PAZ am Rande von Veranstaltungen der "Aktionsgemeinschaft für Recht und Eigentum". Ich lese sie sehr gern.        

Jürgen Gruhle, Nauendorf

 

 

Alles für die Macht
Betr.: "Berlins SPD öffnet sich der Linken" (Nr. 27)

Das trifft so aber nicht zu. Die Berliner SPD (eine linke Partei) hat sich den Kommunisten der PDS schon lange geöffnet und regiert mit ihnen zusammen, was ja auch Wowereit seinen Job sichert. Daß sich die linksextreme Mehrheit der Berliner SPD nicht von der Nachfolgepartei von SED / PDS abgrenzen will, ist doch folgerichtig.

Ich bin auch überzeugt, daß die Bundes-SPD mit den blutroten Linken zusammen die Regierung bilden würde, wenn sie ansonsten in die Opposition abwandern müßte.

Natürlich gibt es viele Demokraten in der SPD, die das Bündnis mit Lafontaine, Gysi und Konsorten ablehnen, aber auch sie regieren doch gerne. Oder doch nicht? Dann müßten sie endlich etwas tun!     

Heinrich Tschauko, Aalen

 

 

Von Minderwertigkeitskomplexen zerfressen
Betr.: "Die Warschauer Entgleisung" (Nr. 26)

Der polnische Regierungschef Jaroslaw Kaczynski gleicht in Wortwahl und Rhetorik polnischen Politikern aus unseliger Zeit. Beispielhaft erwähne ich nur den ehemaligen Außenminister und Nationalisten Oberst Josef Beck aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und hernach den Kommunisten Gomulka und später den General Jaruzelski. Diese und ein sektiererisch ausgeprägter Katholizismus verbreiteten Zeit ihres Wirkens Nationalfanatismus. Außerdem waren Landraub und Rachsucht gegen alles und jeden um Polen herum tief verwurzelt. Bedrängt von dem aggressiven Polen waren im vergangenen Jahrhundert und zeitlich versetzt neben Deutschland vor allem Rußland, Litauen, Lettland, Weißrußland, die Ukraine und Tschechien. Deshalb muß die aktuelle USA-Anbiederung des ehemaligen Warschauerpaktstaates Polen seine Nachbarn Deutschland und Rußland auch heute noch bedenklich stimmen und zur Wachsamkeit mahnen. Polen hat in seiner Geschichte oft die Seiten gewechselt, aber weder Expansionsgelüste noch Großmannssucht aufgegeben. Ich begrüße deshalb, daß Polen dank der EU-Mitgliedschaft an spontanen Aggressionen gehindert ist. Jedoch, und das ist das Gefährliche, Polen kann nach eigenem Ermessen jederzeit aus der EU wieder austreten. Was daraus entstehen kann, lehrt die polnische Geschichte sehr deutlich. Für ihre Unversöhnlichkeit, Verblendung und Selbstüberschätzung haben sie zwar selbst mehrfach hohen Blutzoll zahlen müssen. Jedoch bleibt unvergessen, wie törichte Politiker im Herbst 1939 die polnische Kavallerie dazu verführten, todesmutig, mit gezücktem Säbel gegen deutsche P3-Panzer anzustürmen. Die Haßprediger von damals logen ihre Nation an: "Die Deutschen verfügen über keine Panzer, sondern nur Attrappen aus Pappe!"

Kürzlich wurde Präsident Kaczynski mit den Worten zitiert: "Versöhnung gibt es erst, wenn wir so reich wie die Deutschen sind!" Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob eine mit Minderwertigkeitskomplexen behaftete polnische Regierung gegen alle Vernunft den europäischen Gedanken nicht nur stört, sondern letztlich zerstört. Zumal die, die sich mit Vehemenz an den Schoßzipfel der US-Amerikaner klammern, dort mehr Vorteile erhoffen als in der Gemeinschaft der Europäer.          

Peter Kopyciok, Kipfenberg


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