© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-07 vom 28. Juli 2007

ZITATE

Im Gespräch mit dem Berliner "Tagesspiegel" (online) versucht Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, die Trennlinien zwischen Union und SPD wieder sichtbarer zu machen und formuliert spitz:

"Wir vertreten konservative, bewahrende Familienwerte. Das Stichwort heißt: Verantwortung übernehmen, sich aufeinander verlassen können ... Wir hegen keine Vorbehalte gegen Familien, die hart arbeiten und Geld verdienen. Die SPD interessiert sich nur für Familien, wenn sie an der Grenze zur Armut leben. In dem Moment, wo eine Familie anfängt, aus Einnahmen Steuern zu zahlen, wird sie der SPD schon suspekt."

 

Baden-Württembergs CDU-Fraktionschef Stefan Mappus warnt indes im "Focus" vom 23. Juli, daß konservative Mitglieder der Union den Rücken kehren:

"Ich beobachte nicht nur in Baden-Württemberg, daß treue Wähler von uns zunehmend Probleme haben, sich in der CDU zu Hause zu fühlen. Ich bin selber Kreisvorsitzender und sehe, daß langjährige Mitglieder austreten. Sie fragen, wo unterscheidet sich die CDU von der SPD?"

 

FDP-Generalsekretär Dirk Niebel hat für beides, die Erosion der konservativen CDU-Basis und den Erfolg der Kanzlerin in der Koalition, eine einfache Erklärung:

"Frau Merkel hat es verstanden, die Sozialdemokratisierung der Union als ihren Erfolg zu verkaufen, während nun schon der dritte SPD-Vorsitzende in ihrer Ära mit leeren Händen dasteht."

 

Der "Spiegel" vom 23. Juli zitiert vor dem Hintergrund der um sich greifenden Doping-Verdachtsfälle einen Monolog von T-Mobile-Sportdirektor Rolf Aldag am Bett von Radsportler Patrick Sinkewitz:

"Du hast drei Möglichkeiten: Du warst es nicht, dann brauchst du auch nichts zu(zu)geben. Oder du warst es, und gibst es zu. Oder aber du warst es, und gibst es nicht zu. Dann allerdings wirst du nie Ruhe kriegen. Ich weiß, wie das ist, ich habe selbst zehn Jahre lang gelogen."

 

 

Die Schicksalswahl

Die Türken haben stramm gewählt,
die Stimmen wurden ausgezählt,
und Alt-Europa steht als Tor
noch dümmer da als je zuvor:

Denn Türken drängen weiter rein,
der Sarko sagt, es darf nicht sein,
und denkt sich still, wer weiß und wie,
wenn's mir mal nützt, dann dürfen sie.

Und mancher Christlich-Demokrat
trainiert desgleichen den Spagat,
weil Türken - sieht sogar ein Kind -
ja ganz extrem gemäßigt sind.

Doch auch kein Türken-General
riskiert mehr nach der Schicksalswahl
zum Heil Europas einen Putsch -
die letzte Hoffnung, die ist futsch ...

Pannonicus


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabo bestellen Registrieren