07.12.2021

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01.12.07 / Fest verankert in der deutschen Nachkriegsgesellschaft

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 48-07 vom 01. Dezember 2007

Fest verankert in der deutschen Nachkriegsgesellschaft

Der „Ostdeutsche Kulturrat (OKR) wurde 1950 gegründet und 1975 in eine Stiftung umgewandelt. Das Gründungsdatum liegt also noch vor der Bildung des Bundes der Vertriebenen (BdV), der bekanntlich in diesem Jahr sein 50jähriges Jubiläum begeht. Das Jahr 1950 war nicht nur bestimmt durch die Verabschiedung der „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“, sondern in jenen Jahren waren die deutschen Heimatvertriebenen und die große Mehrheit der Menschen in der alten Bundesrepublik Deutschland fest davon überzeugt, daß die Demarkationslinie an Oder und Lausitzer Neiße nicht endgültig sein würde, daß außerdem konkrete Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Heimat bestünden.

Man sollte sich auch heute ruhig an die Aussagen der großen Parteien CDU, CSU und SPD zum Thema Ostdeutschland erinnern. Es muß hinzugefügt werden, daß von Anbeginn an den Vertriebenen in der DDR untersagt wurde, sich in irgendeiner Weise zu ihrem Schicksal zu äußern. Chronistenpflicht gebietet, die bekanntesten Präsidenten des Ostdeutschen Kulturrates zu nennen: Herbert von Bismarck, Graf Henckel von Donnersmarck,  Herbert Hupka. Gegenwärtig lenkt die Geschicke des Ostdeutschen Kulturrates Professor Dr. Eberhard Schulz, ein ausgewiesener Kenner des Werkes  von Immanuel Kant.

Es waren also die Gründungsjahre der alten Bundesrepublik, in denen das Deutschlandbild „Dreigeteilt – Niemals“ nicht infrage gestellt wurde, als der Ostdeutsche Kulturrat seine Arbeit begann. Grundlage seiner Arbeit war und ist  der bis heute verbindliche Paragraph 96 des Bundesvertriebenengesetzes von 1953, der Bund und Länder aufruft, das Kulturgut der Vertreibungsgebiete in dem Bewußtsein nicht allein der Vertriebenen und Flüchtlinge, sondern im Bewußtsein des gesamten deutschen Volkes und des Auslandes zu erhalten.   KHL


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