09.12.2021

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01.12.07 / ZITATE

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 48-07 vom 01. Dezember 2007

ZITATE

Der Publizist Jens Jessen untersucht in der „Zeit“ vom 22. November die bigotte Empörung über das „Nazometer“ der Satire-Sendung „Schmidt und Pocher“:

„Warum also die Aufregung über die Erfindung des Kabarettistenpaars? Es ist die Heuchelei, die sich getroffen fühlt und die darin beseht, daß die Empörung über nazihafte Entgleisungen im allgemeinen nicht nur spontan aufflammt, sondern auch gesucht, eigens inszeniert und schaudernd genossen wird.“

 

Kurz vor seinem Austritt stellte der ehemalige Grünen-Finanzexperte Oswald Metzger gegenüber „Welt-online“ seiner Partei ein verheerendes Zeugnis aus:

Die Grünen tun so, als benötige Deutschland eine weitere Linkspartei – dabei werden sie vor allem in bürgerlichen Milieus gewählt, die jetzt massiv verschreckt werden … Die Grünen zerstören ihren politischen Handlungsspielraum. So nah am Abgrund waren wir noch nie.

 

Für die „Frankfurter Allgemeine“ (online) ist Metzgers Austritt das Zeichen dafür, daß die Grünen ihre mühsam erworbene Kompetenz in der Finanzpolitik verspielt haben:

„Das grüne Kapital an Glaubwürdigkeit in der Finanzpolitik schmilzt nun schneller, als man gucken kann. Wer soll grüne Haushälter in der Etatberatung im Bundestag noch ernst nehmen, wenn sie den 60 Milliarden Euro teuren Marsch ins soziale Schlaraffenland verteidigen, den die Partei beschlossen hat. Metzgers Austritt kommt spät, aber folgerichtig. Diesen Grünen kann er nicht mehr helfen.“

 

Der Unternehmensberater Roland Berger beklagt im „Tagesspiegel“ vom 22. November, daß die Regierung Merkel nicht mit den Reformen des Kabinetts Schröder weitergemacht habe und statt dessen ihr „Pulver feucht werden“ ließ:

„Nun, nach Halbzeit der Legislaturperiode, ist die beste Phase für Erneuerungen verstrichen. Diese zwei Jahre, in denen es fast keine Wahl gab, blieben weithin ungenutzt. Jetzt nahen eine Serie von Landtagswahlen und die Bundestagswahl.“


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