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08.12.07 / Wo seine Wiege stand / Ostpreuße erinnert sich an seine verlorene Heimat

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 49-07 vom 08. Dezember 2007

Wo seine Wiege stand
Ostpreuße erinnert sich an seine verlorene Heimat

Und am Anfang steht das Ostpreußenlied: Klaus Krech macht gleich zu Beginn seiner Lebenserinnerungen deutlich, wo seine Wiege stand. Und wer es ganz genau wissen will, kann auch auf der beigefügten Ostpreußenkarte verfolgen, wo der Autor seine ersten Lebensjahre verbracht hat.

In „Mein Leben im Sturm – ein Ostpreuße geht seinen Weg in Krieg und Frieden“ zeigt Krech auf, wo seine Wurzeln liegen. Seine Heimat und seine Familie sind dem gebürtigen Wittichsfelder wichtig. Auch auf die geschichtlichen Hintergründe seiner Heimat und der Zeit seiner Geburt geht der 1925 Geborene ein. Vor allem seines 1944 gefallenen Bruders Joachim gedenkt Klaus Krech. In „Als Fernaufklärer über Rußland – Schicksal ohne Chance“ (zu beziehen über den Autor, siehe unten) hat er bereits seinen militärischen Werdegang dokumentiert, im aktuell vorliegenden Buch geht er auf das Ergebnis seiner Recherchen ein. „Am 8. April 1944 schrieb der Staffelkapitän, Hauptmann Günter Kratzmann an die Eltern der vermißten Besatzung einen Brief, so auch an unsere Mutter, der die Hoffnung ausdrückte, daß die Mannschaft wahrscheinlich in Gefangenschaft geraten sei und nach dem Krieg mit ihrer Rückkehr zu rechnen sei.“

Da Klaus Krechs Mutter und ihr zweiter Ehemann – der Vater war nach der Scheidung nach Kanada ausgewandert – rechtzeitig mit vier Trakehnern und Wagen vor der Roten Armee flüchteten, fand der junge Soldat, der bei Kriegsende in Dänemark stationiert war, 1945 seine Familie unversehrt in Niedersachsen wieder. „Zwar hatten sie ihre komfortable Landvilla und ihr florierendes Betriebsimperium … verloren, dennoch waren sie wieder reicher als viele geflüchtete Landsleute, die nur mit dem, was sie auf dem Leib hatten, in Erdlöchern, Viehställen, Baracken und Nissenhütten dahinvegetieren mußten.“

Im folgenden schildert Krech seinen weiteren Lebensweg: Studium, Familiengründung, Berufsleben und die Spurensuche nach dem nach Kanada ausgewanderten Vater.

Den persönlichen Lebenserinnerungen sind zahlreiche Fotos und Kopien wichtiger Dokumente beigefügt.     R. B.

Klaus Krech: „Mein Leben im Sturm – ein Ostpreuße geht seinen Weg in Krieg und Frieden“, zu beziehen beim Autor, Waldemar-Bonsels-Weg 34, 22926 Ahrensburg, Telefon 0 41 02/ 5 68 11, Din-A4, 30 Euro


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