27.11.2021

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15.12.07 / Der Wochenrückblick mit Hans Heckel

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 50-07 vom 15. Dezember 2007

Alles gelogen / Warum es China gar nicht gibt, was man aus »Häufungen« alles machen kann, und wann ein Schweinepriester wütend wird
Der Wochenrückblick mit Hans Heckel

Eigentlich hätte man es ahnen können, dennoch wurde die Enthüllung ein herber Schlag für die stolzen Hanseaten: Die mit viel Tamtam im Hamburger Völkerkundemuseum ausgestellten chinesischen Tonkrieger, angeblich über 2000 Jahre alt und Weltkulturerbe, sind Fälschungen. So authentisch wie deutsche Gartenzwerge von polnischen Märkten oder Kuckucksuhren aus Texas.

Ist denn überhaupt irgend etwas echt, was aus dem „Reich der Mitte“ stammt? Der Terrakotta-Nippes ist ja nur die Spitze des Plastikberges. Langsam sollten wir uns der Kernfrage zuwenden: Gibt es China überhaupt? Oder haben Globalisierungsfanatiker den gelben Riesen bloß erfunden, um uns Angst zu machen?

Wer näher hinsieht, dem kommen berechtigte Zweifel. Berichte von angeblichen China-Reisenden haben keine Beweiskraft; vermutlich alles schnöde Koofmichs, die für Geld mitspielen bei der großen China-Lüge. Und die Medienreportagen? Holla! Was die uns schon alles vom Pferd erzählt haben …

Unternehmer gaukeln uns vor, sie machten tolle Geschäfte mit China. Na und? Auch nichts wert: Milliardenprofite machen die mittlerweile sogar mit heißer Luft, sie nennen den faulen Zauber „Emissionshandel“. Eine weitere Luftbuchung, nennen wir sie spaßeshalber „China“, fällt da gar nicht auf.

Alles, was angeblich aus „China“ stammt, sieht für den Laien fast genauso aus wie die Sachen, die wir hier produzieren, nur billig nachgemacht. Das kann uns jede moldawische Hinterhofklitsche auch zusammenstoppeln. Und wenn man uns Bilder aus „China“ zeigt, sehen wir da bloß grobe Betonklötze, wie sie überall auf der Welt den Blick verstellen, wo die moderne Architektur zugeschlagen hat.

Fazit: Der ganze Laden ist ein einziger Schwindel, den wir uns arglos andrehen lassen wie diesen Keramikramsch in Hamburg.

Allerdings ist ja nicht gesagt, daß Schwindel grundsätzlich wertlos sein muß. Er kann durchaus eine Menge einbringen. Man darf sich nur nicht erwischen lassen beim Flunkern, die ganz Klugen überlassen die fettesten Lügen daher lieber anderen, oder – noch feister – sie lügen mit der Wahrheit.

Das geht gar nicht? Haha: Wenn die Rollen geschickt verteilt sind, klappt das wunderbar. Kernkraftgegner Sigmar Gabriel, im Nebenjob Bundesumweltminister, schickte das Bundesamt für Strahlenschutz los, um eine Studie in Auftrag zu geben, die beweisen sollte, daß Kernkraftwerke Kinder in ihrer Umgebung an Krebs erkranken lassen.

Die Strahlenschützer trugen die Sache Mainzer Wissenschaftlern auf, die herausfanden, daß es zwar eine Häufung von Erkrankungen gebe, die aber Zufall sein könne. Ein Zusammenhang mit den AKW sei auf keinen Fall wissenschaftlich zu erkennen.

Das Wort „Häufung“ war genau das, was Gabriel hören wollte, der wissenschaftliche Klimbim drumrum war ihm schnurz. Jetzt soll die Strahlenschutzkommission die Untersuchung „genau prüfen“. Das sagt zwar gar nichts, klingt aber echt dramatisch. Politiker von SPD und Grünen sind aus dem Häuschen, der wahlkämpfende niedersächsische SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner ruft euphorisch: „Die Studie hat es in sich!“

Ja, nur was? Die federführende Wissenschaftlerin Maria Blettner meint: eigentlich nichts. Solche Häufungen gebe es manchmal, in anderen, ähnlichen Studien gebe es sie wieder nicht. Daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen sei Unsinn. Die Strahlung aus den kerntechnischen Anlagen sei nämlich tausend- bis hunderttausendfach geringer als die natürliche Strahlung, der wir alle ausgesetzt seien, und erst recht viel mickriger als die Höhenstrahlung in den Bergen oder gar im Flugzeug. Von Röntgenstrahlen ganz zu schweigen.

Übrigens, so Blettner, habe man auch an Stellen eine Häufung von Krebserkrankungen bei Kindern festgestellt, an denen kerntechnische Anlagen zwar geplant, aber nie gebaut worden seien.

Sie sehen schon: Die Frau hat das Zeug zum Suppeversalzen. Also hat man sie zu der Pressekonferenz, auf der die „Häufung“ spektakulär bekannt gemacht wurde, vorsichtshalber gar nicht eingeladen. Die 55jährige Wissenschaftlerin hat später aus den Medien erfahren, was aus ihren Ergebnissen so herausgeflunkert wurde, und ist nun einigermaßen bewegt.

Was hätte es wohl gegeben, wenn die Frau Professor Blettner Wind von der Konferenz bekommen hätte und unangemeldet aufgekreuzt wäre? Auch nicht so schlimm, dann hätte man sich bei Hans-Josef Fell, seines Zeichens Energie-Experte der Grünen im Bundestag, Rat holen können: Der geißelte im Zusammenhang mit der Studie die „atomfreundliche Wissenschaft“. Sind Moleküle sicherer? Scherz beiseite: Die Blettner hätte der Grüne flugs als „atomfreundlich“ entlarvt. Das kann so einer im Handumdrehen, Hand umdrehen fällt ihm auch nicht schwerer als Forschungsergebnisse umdrehen.

Letztlich läßt sich alles auf den Kopf stellen. Stellen Sie sich vor, Sie werfen jemandem seit Jahrzehnten ihr hart verdientes Geld als Hilfeleistung hinterher, und irgendwann dreht der sich zu ihnen um und blafft Sie an, daß nun endlich Schluß sein müsse mit der Art, wie Sie ihn ausbeuten.

Für die europäischen Steuerzahler war der EU-Afrika-Gipfel ein Erlebnis der besonderen, der eben geschilderten Art. Die afrikanischen Entwicklungshilfe-Junkies überboten sich gegenseitig in Anschuldigungen an die Repräsentanten der europäischen Völker, was die ihrem armen Kontinent alljährlich antäten. In die allererste Reihe der Beschimpfer drängelten sich vor allem solche Vertreter, die das Vulgärgermanische unter die Bezeichnung „Schweinepriester“ faßt.

Leute wie Simbabwes Robert Mugabe zum Beispiel. Der hat seinem einst blühenden Land derart das Fell abgezogen wie die nordkoreanischen Kommunisten dem ihren. Mugabe fertigte Angela Merkels Rede von den fehlenden Menschenrechten in seiner Heimat als „Arroganz“ ab, seine hauseigene Presse etikettierte die Kanzlerin als „Rassistin, Faschistin, Überbleibsel der Nazis“. Simbabwe sei „keine deutsche Kolonie“ (worüber wir ehrlich erleichtert sind).

Alles in allem läßt sich Mugabes Wutanfall in einem Satz zusammenfassen: Es ist gefälligst meine Sache, was ich mit meinen Untertanen anstelle!

Die recht unbekümmerte Art, welche afrikanische Potentaten beim Umgang mit den eigenen Leuten an den Tag legen, und andererseits die hohe Empfindlichkeit gegenüber Weißen haben in Teilen Afrikas eine gewisse Tradition: Daß die gierigen britischen, holländischen oder spanischen Sklavenhändler ihre „Ware“ vorwiegend bei afrikanischen Großhändlern einkauften, spielt in der heutigen afrikanischen Selbstbetrachtung nicht die geringste Rolle. Wenn Afrikaner Afrikanern so etwas antun, ist das sozusagen eine innere Angelegenheit und geht niemanden etwas an.

Berühmt und verfilmt wurde die Geschichte des spanischen Sklavenschiffs „Amistad“, das die schwarzen Gefangenen unter der Führung von Sengbe Pieh 1839 ihren Häschern entreißen und unter ihre eigene Kontrolle bringen konnten.

Die US-Marine brachte das Schiff auf und führte die Schwarzen an Land, wo ihr Fall vor einem amerikanischen Gericht verhandelt wurde, das die Afrikaner freisprach. Nach dem langwierigen Prozeß kehrte der Sklavenselbstbefreier und Held Pieh 1842 in seine Heimat Sierra Leone zurück, wo er 1879 friedlich starb. In der Zwischenzeit kam er als „Händler“ zu Wohlstand. Womit er gehandelt hat? Darüber gibt es nur einige düstere Gerüchte. In welche Richtung diese Gerüchte gehen? Drei Eisenketten lang dürfen Sie raten!

Für viele Afrikaner bleibt Sengbe Pieh trotz alledem ein Held, wenn auch womöglich einer mit Peitsche in der Hand.


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