27.11.2021

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22.12.07 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51-07 vom 22. Dezember 2007

MELDUNGEN

Castro zieht sich weiter zurück

Havanna – Fidel Castro zieht sich offenbar noch weiter aus dem politischen Alltag zurück. Nachdem der 81jährige Kubaner, der ab 1947 das Land regierte, wegen einer komplizierten Operation 2006 seine Ämter vorübergehend an seinen jüngeren Bruder Raul (76 Jahre) übergeben hatte, meinte er nun: „Meine elementare Pflicht ist es nicht, mich an die Ämter zu klammern, und noch viel weniger möchte ich den Jüngeren den Weg versperren.“

 

Polit-Mord im Libanon

Beirut – Die Konfliktparteien im Libanon hatten sich erst kürzlich darauf geeinigt, den Armeechef Michel Sleimane zum Staatsoberhaupt zu wählen und jene Verfassungsbestimmung aufzuheben, der zufolge ein ranghoher Beamter erst zwei Jahre nach Niederlegung seiner Ämter Präsident werden kann. Ungelöst blieb die Vorgehensweise für die Verfassungsänderung. Der Bombenanschlag auf General François El-Hadsch hat die Lage nun weiter verkompliziert, denn El-Hadsch war der Stellvertreter von Sleimane und wäre diesem als Armeechef nachgefolgt. Da die prosyrischen Parteien den Bestellungen von sowohl Sleimane als auch El-Hadsch zugestimmt haben, sind die „obligaten“ Schuldvorwürfe gegen Syrien bei diesem Anschlag noch fragwürdiger als bei anderen davor. Syrien selbst beschuldigt Israel. El-Hadsch war allerdings auch Oberbefehlshaber bei dem mehrmonatigen Kampf gegen die mysteriöse Splittergruppe „Fatah el-Islam“, die sich im Palästinenser-Lager Nahr Al-Bared verschanzt hatte. Also ein später Racheakt? RGK


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