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22.12.07 / Kuscheln im Schnee / Einen gemütlichen Campingurlaub kann man durchaus auch im Winter machen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51-07 vom 22. Dezember 2007

Kuscheln im Schnee
Einen gemütlichen Campingurlaub kann man durchaus auch im Winter machen

Mit dem Sommer ist auch die Campingsaison zu Ende – könnte man meinen. Bis vor einigen Jahren trauten sich tatsächlich nur abgehärtete Camping-Fans mit ihrem Wohnwagen in den Schnee. Heute gewinnt Wintercamping immer mehr Fans, denn es ist doch ein recht komfortables Vergnügen geworden. Zwar stapft man morgens nach wie vor durch Kälte und Schnee zum Waschraum – im Wohnwagen ist es dafür aber kuschelig warm: Eine gute Isolierung macht es möglich. Und wer noch etwas mehr Wärme vertragen kann, dem bieten viele Stellplätze einen Wellnessbereich mit Hallenbad und Sauna.

Der Vorteil der Campingplätze sei ihre Nähe zur Natur, sagt Viktoria Groß vom Deutschen Camping Club. Vor allem im Alpenraum und in den Mittelgebirgen hätten die Besitzer das Potential erkannt: Rund 90 Prozent der Plätze seien ganzjährig geöffnet. Wintersportler wissen das zu schätzen: „Egal ob Langlauf, Winterwandern oder Skifahren, man kann meistens direkt vom Campingplatz aus starten“, sagt Groß. Häufig steht ein Skibus zur Verfügung.

Wer mit seinem eigenen Caravan oder Reisemobil anreist, sollte an Winterreifen denken – und dabei auf die Profiltiefe achten: „In Österreich müssen die Winterreifen zum Beispiel eine bestimmte Profiltiefe haben. Ist diese nicht vorhanden, kann die Polizei das Fahrzeug stillegen“, mahnt die Expertin. Wer in höhere Gebirgsregionen fahren will, sollte außerdem Schneeketten dabei haben. Am besten probiert man deren Gebrauch schon zu Hause aus, denn „es ist extrem unangenehm, Schneeketten zum ersten Mal mitten in einem Schneetreiben aufzuziehen“, betont Groß.
Damit man es während seines Winterurlaubs auch schön warm hat, muß im Reisemobil oder Wohnwagen eine leistungsstarke Heizung eingebaut sein.

Von Experimenten mit Heizlüftern oder -strahlern rät die Camping-Expertin ab: Sie verbrauchten zu viel Strom und könnten sogar gefährlich werden. Die Heizung wird wie im Sommer mit Gas betrieben. In der kalten Jahreszeit läßt sich jedoch nur reines Propan einsetzen.

Butanflaschen können zu Hause bleiben – dieses Gas bleibt bei Kälte flüssig und die Heizung deshalb kalt. Allerdings: Auch zwei Elf-Kilogramm-Flaschen reichen im Winter nur für maximal sechs Tage. „Man sollte deshalb darauf achten, daß auf dem Campingplatz leere Gasflaschen getauscht werden können“, rät Groß.

Eines der größten Probleme beim Wintercamping ist die Feuchtigkeit. Damit sie sich nicht an den Innenwänden niederschlägt, ist regelmäßiges Lüften ein Muß: „Im Caravan gilt die gleiche Empfehlung wie zu Hause – mehrmals am Tag kurz und kräftig durchlüften.“ ddp


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