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22.12.07 / Gunter-Sachs-Ausstellung eröffnet / Fotos des ehemaligen Playboys in Königsbergs Kunstgalerie zu bewundern

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51-07 vom 22. Dezember 2007

Gunter-Sachs-Ausstellung eröffnet
Fotos des ehemaligen Playboys in Königsbergs Kunstgalerie zu bewundern
von Jurij Tschernyschew

Ich wollte immer die Heimat meiner lieben Freunde besuchen!“ So sprach der Millionär und Fotokünstler Gunter Sachs und stattete der ostpreußischen Hauptstadt einen Besuch ab, um in der Königsberger Kunstgalerie anläßlich ihres 20jährigen Bestehens seine Fotoausstellung zu eröffnen. Diese Ausstellung zeigt er in nur zwei Städten der Russischen Föderation, in St. Petersburg hat er es bereits getan, in Königsberg tut er es jetzt.

Gunter Sachs ist ein sehr vielseitiger Mensch. Der Urenkel des Gründers des Autokonzerns Adam Opel hat im Laufe seines Lebens vieles gemacht, und das meist mit Erfolg. Er betätigte sich als Geschäftsmann, Regisseur und Autor mehrer Bücher. Er fährt Motorrad und ist ein leidenschaftlicher Sammler. In seiner Sammlung befinden sich viele bekannte Werke der Weltkunst; ihr Wert wird auf fast 100 Millionen Euro geschätzt. Von 1967 bis 1975 war Sachs gemeinsam mit Konstantin von Bayern Präsident des von ihm mitbegründeten Vereins „Modern Art Museum München“, der sich für den Bau eines Museums für zeitgenössische Kunst in München einsetzte. Und von 1972 bis 1975 unterhielt er eine Kunstgalerie in Hambugs Stadtteil Pöseldorf.

Er war mit der weltbekannten französischen Filmschaupielerin Brigitte Bardot verheiratet, die zu ihrer besten Zeit als Vorbild für die Marianne in Frankreichs Rathäusern diente. Aber sein Familienglück fand Gunter Sachs erst mit seiner schwedischen Frau Mirja Larsson, mit der er nun schon 30 Jahre zusammen lebt. Ihr Hochzeitstag fiel mit dem Besuch Königsbergs zusammen. Gunter Sachs hat drei Söhne und drei Enkel.

Bei seiner Ausstellung in der Kunstgalerie wurden 85 Arbeiten gezeigt. Es waren nicht nur Fotografien, sondern auch Leinwände von großem Ausmaß. Zwischen ihnen war die Serie „Heldinnen“ mit Claudia Schiffer plaziert. Nach Meinung von Kennern beziehungsweise jenen, die sich dafür halten, drückt der Meister durch die Schönheit der Frauen seine lebendige und fließende Wahrnehmung unserer Zeit aus. Meisterlich erzeuge er mit der Fotokamera und dem Computer ungewöhnliche Meisterwerke. Die Arbeiten von Gunter Sachs waren sogar in der Sowjetunion bekannt. So wurden Werke von ihm in dem großen Journal „Sowjetisches Foto“ veröffentlicht. Nur wenigen Glücklichen war es vergönnt, bei der Ausstellungseröffnung ein Fotoalbum mit Autogramm des Fotografen geschenkt zu bekommen. Die Ausstellung in Königsberg ist noch bis zum 28. Februar 2008 zu sehen.


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