© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-08 vom 16. Februar 2008

MELDUNGEN

Hauskirchen im Visier

Midland – Die religiöse Verfolgung in der Volksrepublik China hat sich im vergangenen Jahr verschärft. Das geht aus einer Statistik hervor, die das Hilfswerk China Aid Association (CAA / Midland, Texas) am 5. Februar veröffentlicht hat. Insgesamt gab es danach 60 Übergriffe auf staatlich nicht anerkannte Hausgemeinden, ein Zuwachs von mehr als 30 Prozent gegenüber 2006. Die Zahl der Verfolgten wuchs um 18,5 Prozent auf 788 Personen. 693 wurden festgenommen und eingesperrt. Lediglich die Verurteilungen zu Freiheitsstrafen gingen zurück – um knapp sechs Prozent auf 16 Personen. Fast 60 Prozent aller Festnahmen betrafen Hauskirchenleiter (415). Laut CAA wurden 2007 mehr als 100 ausländische Christen festgenommen, verhört und ausgewiesen. Die meisten dieser Personen kamen aus westlichen Ländern sowie einige aus Südkorea. Sieben Fälle religiöser Verfolgung betrafen laut CAA den Druck und Vertrieb christlicher Literatur. Die Gesamtzahl der Christen im kommunistisch regierten China liegt laut CAA einem internen staatlichen Bericht zufolge bei 130 Millionen. Andere China-Kenner gehen von 40 Millionen aus. Unbestritten ist, daß sich die meisten in staatlich nicht registrierten Gemeinden versammeln, weil sie eine Kontrolle durch das kommunistische Regime ablehnen. Idea


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