© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-08 vom 16. Februar 2008

Sturzgefahr
Mobilität im Alter erhalten

Für ältere Menschen endet ein Sturz häufig mit einer schmerzhaften Fraktur. „Die Knochendichte und Muskelmasse nimmt im Alter ab, beides macht den Körper anfälliger für Brüche“, sagt Manfred Gogol von der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie. Es drohen lange Klinikaufenthalte. Nicht selten sind die Frakturen so kompliziert, daß die Betroffenen die gewohnte Mobilität nicht mehr zurückerlangen.

Für die Sturzanfälligkeit älterer Menschen kommen Gogol zufolge mehrere Gründe infrage. So wird der Gang unsicherer, weil sich die Schrittlänge im Alter verkürzt und unregelmäßig wird. Auch schwindet die sogenannte Stellmuskulatur und die Gleichgewichtsreaktion läßt nach. Schlechteres Sehen und Hören tragen ebenfalls zur Unsicherheit beim Gehen bei.

Vorbeugen läßt sich Stürzen, indem man in der eigenen Wohnung Stolperfallen beseitigt.  Handläufe an der Treppe und andere Möglichkeiten zum Festhalten senken das Sturzrisiko. „Auch auf ausreichende Beleuchtung sollte man achten“, fügt Gogol hinzu.

Für längere Spaziergänge oder den Gang zum Einkaufsmarkt bieten sich fahrbare Gehhilfen an, sogenannte Rollatoren. Eine Begleitung durch einen Angehörigen gibt ebenfalls Sicherheit.

Grundsätzlich rät der Mediziner, sich auch bei einem unsicheren Gang regelmäßig zu bewegen: „Das stärkt die Muskulatur, dadurch ist die Chance größer, daß man bis ins hohe Alter mobil bleibt.“ Neben Walking oder Spaziergängen bieten sich spezielle Trainingsprogramme für Senioren an, um die Koordinationsfähigkeiten zu erhalten sowie Muskelkraft und das Herz-Kreislauf-System zu stärken.

„Immer mehr Fitneßstudios bieten entsprechende Kurse an“, sagt Gogol. Wer auf regelmäßige Bewegung verzichtet, riskiert dagegen Muskelabbau, Verletzungen und frühzeitige Invalidität.           Ddp


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabo bestellen Registrieren