© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-08 vom 29. März 2008

MELDUNGEN

Parzellierung geplant

Lyck – Vor dem Hintergrund der Forderung des Verbandes der jüdischen Gemeinden auf Rückgabe des Grundstückes, auf dem sich früher der jüdische Friedhof befand, will die Stadtverwaltung Lyck das Gelände neu parzellieren. Der jüdische Friedhof umfaßte den sogenannten Jersalemhügel, an dem heute nach Papst Johannes Paul II. benannten Platz. Als die Stadtverwaltung begann, für diesen Bereich einen Bebauungsplan aufzustellen, war der Verband der jüdischen Gemeinden wegen der Rückgabe des Grundstücks vorstellig geworden. Das hatte sämtliche Arbeiten unterbrochen, weil sich herausstellte, daß in den Flurkarten der gesamte Platz, das benachbarte Marktgelände und der Bereich, auf dem der Friedhof lag, als eine einzige 15 Hektar große Parzelle verzeichnet war. Vorkriegskarten zeigen, daß der Friedhof nur 2000 Quadratmeter groß gewesen war. Nach der Parzellierung will die Stadtverwaltung dem jüdischen Verband nur den Teil überlassen, der an dem Hügel liegt.

 

Bayern steht zu den Ostpreußen

München – Bayern steht zu seinen Verpflichtungen gegenüber den Vertriebenen und besonders zur Patenschaft über die Landsmannschaft Ostpreußen. Der neue bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein erinnerte beim ersten Empfang für den Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, Wilhelm v. Gottberg, den Landesvorsitzenden der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, Landesgruppe Bayern, Friedrich-Wilhelm Böld, und den Stellvertreter der Landesgruppe, Peter Benz, in der Münchner Staatskanzler an die bereits 1978 übernommenen Aufgaben des Freistaates. Beckstein will die vom damaligen bayerischen Regierungschef Alphons Goppel eingerichtete Patenschaft und den engen Kontakt zur Landsmannschaft wie seine Amtsvorgänger fortsetzen. Die Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt berichtet in der kommenden Ausgabe ausführlich über den Antrittsbesuch in der Staatskanzlei.

 

Wegen Spionage verurteilt

Königsberg – Wasilij Chitruk, Oberstleutnant a. D. und Mitarbeiter der Regionalverwaltung für Strafvollzug, ist wegen Spionage für Litauen zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der KGB-Nachfolger FSB wirft Chitruk in concreto vor, die Gefechtsbereitschafts- und die Mobilmachungspläne der Baltischen Flotte und ihrer Landstreitkräfte ausgekundschaftet zu haben. Er ist bereits der vierte, der seit dem Ende der Sowjetunion wegen Spionagetätigkeit für den baltischen Nachbarn im Königsberger Gebiet festgenommen und verurteilt worden ist.


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabo bestellen Registrieren