© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-08 vom 05. April 2008

MELDUNGEN

Nase putzen, aber richtig

Wiesbaden – Manche Menschen schnäuzen so laut in ihr Taschentuch, als wollten sie sich mit trompetenden Elefanten messen. Eine freiere Nase bekommen sie dadurch aber in der Regel nicht, im Gegenteil: „Durch den hohen Druck kann ein Teil des Nasensekrets wieder in die Nasennebenhöhlen zurückgepreßt werden“, sagt Professor Ludger Klimek, Leiter des Zentrums für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden. Sinnvoller sei ein behutsames und separates Schnäuzen beider Naseneingänge. „Dafür hält man sich abwechselnd eines der Nasenlöcher zu und bläst das andere frei“, erläutert Klimek. So konzentriert sich der Druck besser auf das jeweilige Nasenloch und es läßt sich leichter freischnäuzen. Wirksam sind auch Nasenspülungen beziehungsweise Nasenduschen. Sie verflüssigen das Nasensekret, so daß es besser abfließen kann. Auch das vor allem bei Kindern beliebte Hochziehen ist nicht grundsätzlich falsch. „Wenn sich das Sekret weit hinten in der Nasenhöhle befindet, kann es durch Hochziehen leichter in den Rachenraum abfließen und dann runtergeschluckt werden“, sagt Klimek. Die Viren und Bakterien werden von der Magensäure zersetzt.               ddp                         

 

Fromme Unterschicht

Rosengarten – Arme Menschen nehmen den christlichen Glauben am ehesten an. Zu diesem Ergebnis kommt die evangelikale „Bibel Liga“ nach Auswertung ihrer Missionsarbeit in über 60 Ländern. Nach Angaben der Bibelmission beteiligten sich im vergangenen Jahr über 3,2 Millionen Menschen weltweit an einem evangelistischen Bibelkurs. Sie hätten danach ein Neues Testament oder eine Bibel erhalten. Die meisten Teilnehmer gehörten in ihren Ländern zur Unterschichten, hätten die Leiter von mehr als 200 Missionsbüros festgestellt. So danke ein Kursabsolvent aus dem krisengeschüttelten Simbabwe für die Möglichkeit, täglich in der Bibel lesen zu können. Diese gesunde geistliche Kost sei die einzige regelmäßige Mahlzeit am Tag. Dem Leiter des deutschen Zweiges der „Bibel Liga“, Reinhard Kannenberg, zufolge wirkt sich die geistliche Dynamik häufig positiv auf die äußeren Verhältnisse aus. An zahlreichen Orten hätten die Menschen neue Zuversicht gewonnen, so daß sich die Lebensbedingungen spürbar verbesserten. Die „Bibel Liga“ wurde 1938 gegründet, um Gottes Wort durch Bibeldruck und Mitarbeiterschulung weltweit zu verbreiten. idea

 

Anstößige Werbung

Berlin – Der Deutsche Werberat  hat im vergangenen Jahr 82 Werbekampagnen beanstandet. Das waren 18 mehr als 2006.  In 70 Fällen hätten die Firmen die kritisierte Werbung eingestellt und in neun Fällen geändert. Drei Mal sprach der Werberat eine Öffentliche Rüge aus, weil die Unternehmen zunächst der Aufforderung zu einer Korrektur ihrer Werbung nicht folgten. In allen drei Fällen ging es um Darstellungen von Frauen als Sexualobjekte. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr 269 Beschwerden von Bürgern ein, die Werbeaktivitäten für anstößig hielten (40 mehr als 2006), so der Werberat.                 Idea


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