© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-08 vom 06. September 2008

Neuer Chefredakteur
Die redaktionelle Leitung der Preußischen Allgemeinen übernimmt ab dieser Ausgabe Herr Konrad Badenheuer, zuletzt Redakteur für deutsche Innenpolitik beim „Bayernkurier“.

Herr Badenheuer, der selbst keine Wurzeln im ehemals deutschen Osten hat, ist den Anliegen der Vertriebenen seit vielen Jahren intensiv verbunden. Schon als Student war er mehrfach im Norden und Süden Ostpreußens unterwegs, von 1993 bis 2001 war er Pressesprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft in München. In dieser Zeit hat er auch zahlreiche Beiträge im „Deutschen Ostdienst“ verfaßt, wodurch sein Name über den Kreis der Sudetendeutschen hinaus vielen Vertriebenen ein Begriff ist. Als Redakteur des „Bayernkuriers“ hat er die Diskussion um das geplante Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin ganz im Sinne der Betroffenen publizistisch begleitet, auch über die Deutschlandtreffen der Ostpreußen und weitere Vertriebenentreffen hat er in dieser Zeit regelmäßig berichtet. Zuletzt ist er durch die Mitwirkung an dem Buch „50 Thesen zur Vertreibung“ von Professor Alfred de Zayas und durch die Ausstellung „Die Sudetendeutschen – eine Volksgruppe in Europa“ (in der auch Ostpreußen eine gewisse Rolle spielt) hervorgetreten.

Herr Badenheuer übernimmt die neue Aufgabe in einer für die Preußische Allgemeine Zeitung nicht ganz einfachen Situation. Der Rückgang der Erlebnisgeneration schreitet voran, was nicht ohne Auswirkung auf die Auflage unserer Zeitung bleibt. Es ist die Aufgabe der Redaktion unter neuer Leitung, die bereits im Jahre 2002 eingeleitete Öffnung des Ostpreußenblattes von der reinen Vertriebenenzeitung zur preußisch geprägten wertkonservativen Wochenzeitung weiter voranzubringen und dem Blatt damit neue Aufmerksamkeit und neue Leser zu erschließen. Die PAZ wird von Ostpreußen herausgegeben und gelesen. Deshalb bleibt Ostpreußen ein inhaltlicher Schwerpunkt der Zeitung.

Mehr lebendig geschriebene, aktuelle Berichte über Ostpreußen und andere Vertreibungsgebiete und eine insgesamt straffere Gliederung des Blattes mit etwas kürzeren Artikeln sind ebenso vorgesehen wie mehr Interviews. Nicht verändern wird sich die inhaltliche Linie der Preußischen Allgemeinen: Die christlich-konservative Wertebasis, die sprichwörtlichen preußischen Tugenden, eine deutliche Sprache, die die Vorgaben der political correctness immer wieder ganz bewußt in Frage stellt, und natürlich die Ziele der Landsmannschaft Ostpreußen bleiben die unveränderte Grundlage unseres Blattes.      

Wilhelm v. Gottberg


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