© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-08 vom 06. September 2008

Leserforum

Rußland mit übergroßer Härte
Betr.: „Grenzen einer Weltmacht“ (Nr. 33)

Die Nato und insbesondere die USA nehmen die Erben des Sowjetreiches, also Rußland, doch ständig in ihre politische Zange. Georgien ist darauf reingefallen und hat in Südossetien womöglich eine ethnische Vertreibung angefangen. Georgien und der Westen sind Rußland einfach zuviel, und es ist mit übergroßer Härte einmarschiert.

Wilhelm Eisenblätter, Schwentin

 

 

Die SPD soll die Wähler nicht für blöd verkaufen
Betr.: „CSU setzt auf ,anständige‘ Bayern“ (Nr. 33)

So primitiv sollte man in keinen Wahlkampf gehen, und ich könnte mir vorstellen, daß viele Bayern von der CSU einen anderen Stil erwarten.

Wer auf sich wirken läßt, wie die SPD versucht, ihre Bündnisabsichten mit Gysi, Lafontaine und Konsorten nur scheibchenweise von sich zu geben (zwei Schritte vor, einen zurück) und selbst die ultralinke Ypsilanti erst noch die Bayernwahl abwarten will, bevor sie sich von der Linkspartei auf den Ministerpräsidentensessel hieven läßt, der muß leider feststellen, daß er für dumm und blöd verkauft werden soll.

Und das sollte kein echter Bayer akzeptieren, auch wenn er bei Herrn Uhde in München zu Hause ist, so geht man nicht mit Bürgern und Wählern um.

Wir wollen klare Verhältnisse, wollen wissen, woran wir sind, und das vor der Wahl. Politiker sollten sich daran erinnern, daß das Wort eines Menschen zu gelten hat.

Karl Fabian, Ahlen

 

 

Europa zaudert
Betr.: „Zaungast Europa“ (Nr. 34)

Die EU erinnert an den Völkerbund unseligen Gedenkens. Wer sich auf ihn verließ, war schon verlassen. Mit der EU ist es heute nicht anders, mit der Nato gegenüber Rußland nicht besser. Man ist auch geneigt, an Briten und Franzosen gegenüber Hitler zu denken, die durch ihre Politik des Zauderns und Beschwichtigens den Weg in den Zweiten Weltkrieg geebnet haben.

Besonders unser Land zeichnet sich durch eine butterweiche Haltung aus. Ein ehemaliger Bundeskanzler wedelt mit dem Schweif, um seinem Herren Putin zu gefallen. Sein Zuarbeiter in seiner Amtszeit war der heutige Außenminister Steinmeier, was jedes Wundern erspart.

Rußland hat seinen Anrainern gezeigt, was ihnen zu jeder Zeit drohen kann und daß sie alleine sind, wenn es bei ihnen brennt. Mehr als zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern sind nicht drin.

Martina Jaerisch, Neunkirchen

 

 

Gesundheit kostet
Betr.: „Bei Privatpatienten weiß der Arzt, was er bekommt“ (Nr. 34)

Wie oft haben wir schon gehört, daß sich Praxen nur durch ihre Privatpatienten am Leben erhalten. Und wenn wir dann noch hören, was die öffentlichen Kassen zahlen, haben wir dafür volles Verständnis.

Wir Privatpatienten sind es, die das Rückgrat vieler Praxen sind. Aber wir sind dann auch die, die angefeindet werden, wenn Ärzte uns Vorteile einräumen.

Wir dürfen nach Meinung der Kritiker zwar mehr als sie bezahlen, sollen dafür aber keinen Vorteil haben.

Das ganze Gesundheitssystem ist krank und wird von Politikern gemanagt, deren Intelligenz zu bezweifeln ist und die nicht den Mut haben, den Bürgern klar zu machen, was Gesundheit kostet und daß zu ihrem Erhalt eigenes Bemühen und eigene Leistung gehört.

Rudi Haferkorn, Kiel

 

 

Erinnerung an »Dr. humoris causa«
Betr.: Altmeister des Humors

Vor 30 Jahren, am 29. August 1979, starb der Königsberger Otto Franz Krauß. Über 2500 Auftritte als Alleinunterhalter mit dem „Lachenden Krauß-Abend“ waren sicher sein Markenzeichen. Aber auch als Sänger, beispielsweise in Operetten und Kabaretts, war er ein gefragter Künstler. Seine Erfolge führten schließlich dazu, daß die Presse ihm kurzerhand den Titel „Dr. humoris causa“ verlieh. Neben dem gesprochenen und gesungenen Wort war ihm das Schreiben wichtig. Viele Jahre hat er für Tageszeitungen geschrieben. Texte für besondere Veranstaltungen, ja sogar für ein Singspiel stammen von ihm. 14 seiner Gedichte sind in dem von ihm verfaßten Buch „Trotz allem zum Humor im Frack“, in dem er auch seinen Lebensweg schildert, enthalten.

Sein letzter öffentlicher Auftritt war 1977, als das Blasorchester Bad Salzuflen versuchte, das von ihm geschriebene und von Dr. Nieveling komponierte Lied „Bad Salzuflen, das Bad für dein Herz“ wieder aufleben zu lassen. Das 1935 gut angenommene Werk fand aber nicht den erhofften Anklang. So bleibt nur noch das Andenken an einen liebenswerten Menschen, einen großen Künstler  und seine Gedichte. In Bad Salzuflen, wo er seit 1930 lebte, ist auf dem Obernbergfriedhof immerhin eine Zwiesprache an seinem Grab möglich.

Horst Peter, Bad Salzuflen

 

 

Deutschland braucht eine nationale Partei
Betr.: „Bewährtes bewahren“ (Nr. 31)

Herr Schönbohm lobt die von Franz Joseph Strauß einst verkündete CSU-Maxime, daß man rechts von der Union keine Partei dulden dürfe. Strauß war ja einer der Hauptmatadore im Kampf gegen das Aufkommen einer rechtsgerichteten Partei.

Vor jeder Wahl köderte er national eingestellte Wähler mit rechten Sprüchen und Zusagen, die dann nach der Wahl nie eingehalten worden sind. Viele aus dem rechten Lager, allzu viele, sind  immer wieder auf ihn hereingefallen.

Die Bildung einer wirklich nationalen Partei wurde und wird weisungsgemäß im stets einträchtigen Zusammenwirken aller im „Verfassungsbogen“ aufgenommenen Parteien und der meinungsbeherrschenden Links-Medien mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert. In den Jahren nach 1945 war bei uns noch kein Mangel an national denkenden Deutschen. Infolge der jahrzehntelangen Diffamierung und Unterdrückung jeglicher rechten Gesinnung gibt es aber heute kaum noch Menschen, die sich zu Volk und Vaterland bekennen. Deutschland hätte aber dringend einer nationalen Partei bedurft, denn dann hätte es sicher nicht den massenweisen Zuzug fremdstämmiger Menschen in unser Land und die Bildung von fremden Parallelgesellschaften gegeben. Es wären nicht schon ganze Stadtteile von Fremdstämmigen bewohnt, und es wären nicht in vielen unserer Schulen unsere deutschen Kinder bereits in einer verängstigten Minderheit. Wenn nicht alles trügt, dann wird es das Land der Deutschen in wenigen Generationen nicht mehr geben; das „finis Germaniae“ ist bereits eingeläutet. Die Schuldigen an dieser unseligen Entwicklung wird man feststellen können, siehe oben, aber dann ist es zu spät.

Friedemann Köstler, Karlsruhe

 

 

Kolonial-Platitüden
Betr.: „Buren raus aus Namibia“ (Nr. 33)

Mit dem Abtreten altgedienter Autoren scheint sich auch der Inhalt der PAZ zu verändern – leider nicht unbedingt zum Besseren. Wenn ich Platitüden zum Thema Koloniale Vergangenheit lesen muß wie „... erinnerte an die Niedermetzlung Tausender Schwarzer während der deutschen Kolonialzeit in Südwestafrika ...“ oder „...das trifft nicht nur Deutsche ... mit ihrer historischen Schuld...“, bin ich nicht sicher, ob ich versehentlich nicht doch die „Zeit“ in den Händen halte.

K. Weiß, Berlin

 

 

Esperanto: Eine Sprache für alle
Betr.: „Eine geplante Weltsprache für alle“ (Nr. 32)

Daß Sprachen sich bis heute nicht durchsetzen, sondern durchgesetzt werden, zeigt, daß Macht die Sprachenpolitik regiert (wirtschaftlich, militärisch, geopolitisch). So ist es kein Wunder, daß die Weltsprache Esperanto noch nicht in allen Staaten der Erde eingeführt wurde. Ist Esperanto doch neutral, gehört niemandem beziehungsweise allen und würde es auch dem sogenannten „Kleinen Mann“ ermöglichen, sich auf gleicher Augenhöhe mit Ausländern zu verständigen. Esperanto ist die Sprache des Friedens und seinetwegen wurde noch nie ein Krieg geführt. Außerdem ist es leicht erlernbar, denn Schulversuche haben schon wiederholt gezeigt, daß man das geplante Esperanto erheblich schneller beherrscht als andere Nationalsprachen und sich dann wirklich über „Gott und die Welt“ mit anderen verständigen kann. Keine der Nationalsprachen hat bis heute das Weltverständigungsproblem gelöst, und daß man mit Englisch überall durchkommt, ist einer der großen Irrtümer unserer Zeit.

Eine gemeinsame Sprache dient als „Kitt“ für den Zusammenhalt. Was würden wir Deutsch-Sprechenden machen, wenn wir nicht unser Hochdeutsch hätten? Könnten wir uns mit den Bayern, Schwaben, Sachsen, Hessen und Kölnern, um nur einige unserer Dialekte zu nennen, auf gleicher Augenhöhe verständigen?

Und wie ist es mit den Österreichern und Schweizern?

Unser Hochdeutsch ist der „Kitt“ zwischen den schützenswerten Dialekten.

Und genauso kann eine neutrale Sprache wie Esperanto, zusätzlich zur jeweiligen Muttersprache, der „Kitt“ sein zwischen den europäischen und kontinentalen Sprachen.

Ich denke, daß damit auch der unsägliche Zug zur Sprachverhunzung in Form des „Denglisch“ bei uns vermieden werden kann.

In der „Charta der Grundrechte der Europäischen Union“ aus dem Jahr 2000 verpflichtet sich die Union zum Erhalt der Sprachenvielfalt (Artikel 22) und verbietet die Diskriminierung auf Grund der Sprache (Artikel 21). Die Achtung der Sprachenvielfalt ist ein Grundwert der EU, genauso wie der Respekt der Person, Toleranz und Akzeptanz anderer Menschen.

Wie sieht aber die Wirklichkeit aus?

Soll Deutsch seine Strahlkraft verlieren und damit seine Identität und Kultur?

Akzeptieren das andere Völker auch?

Ich meine, wenn man ehrlich miteinander umgeht und bereit ist, das Sprachenproblem wirklich zu lösen, dann gilt es eine gemeinsame, neutrale Zweitsprache für alle einzuführen: Esperanto!

Karl Heinz Schaeffer, Aalen

 

 

Einige sind gleicher als andere
Betr.: „Zweierlei Maß“ (Nr. 34)

Für die Unterschiede zwischen den Regelungen 1933 bis 1945 und 1945 bis 1949 gibt es rechtliche Gründe. Während die erste Gruppe durch Maßnahmen der Nationalsozialisten geschädigt wurde, erlitt die zweite Gruppe Schäden durch die Sowjets und ihre SBZ-Satrapen. Weshalb der bundesdeutsche Gesetzgeber aber diese beiden (und nicht zu vergessen: die dritte Geschädigtengruppe, das sind die zwischen 1949 und 1989 in der DDR Enteigneten) völlig unterschiedlich behandelt, ist kaum zu erklären. Zu begründen oder zu rechtfertigen ist es schon gar nicht.

Die Gruppe der 1933 bis 1945 Geschädigten wird bei weitem am besten abgefunden. Die Entschädigungen betragen mindestens das Vierfache der Entschädigungen anderer (vgl. § 2 Satz 2 NS-VEntschG), bei Geldvermögen gegebenenfalls sogar das 40fache. Während die Zahlungen aus Vergleichen an die SPD einer breiteren Öffentlichkeit bekanntgeworden sind, gilt dies offenbar nicht für die Zahlungen an die Gewerkschaften und die Conference on Jewish Material Claims against Germany (JCC). Deshalb sei hier ergänzt: Aus Vergleichen erhielten die Gewerkschaften bislang rund 18 Millionen Euro, die JCC sogar 140 Millionen Euro. Dazu kommen Vermögensrestitutionen und Einzelentschädigungen. Letztere betragen im Falle der JCC jährlich zwischen 30 und 60 Millionen Euro.

Würden die materiellen Verluste der Vertriebenen und der „45/49-Enteigneten“ in gleicher Weise entschädigt, so würde ihnen wenigstens insoweit Gerechtigkeit widerfahren.

Brigitte Schüller, Lohmar

 

 

Den Berliner Lehrern werden zur Gewalt aufrufende Koranverse verschwiegen
Betr.: „Scharia an den Schulen?“ (Nr. 33)

Welche Art der „Aufklärung über den Islam“ die selbsternannten Multikulti-Volksbeglücker meinen, ergibt sich daraus, was sie über den Islam, vor allem über den Wortlaut des Korans, verschweigen, nämlich, daß es in der Sure 2,187 im Bezug auf Christen und Juden heißt: „Erschlagt sie, wo immer ihr auf sie trefft“, daß es in der Sure 4,9 heißt: „Nehmt keinen von ihnen zum Freund ... und so sie den Rücken kehren, so ergreift sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet“ und daß ähnliche Todesdrohungen den Juden und uns Christen gegenüber in den Suren 8,12, 8,17, 8,40 (Tod für nicht Konvertierungswillige), 9,5, 9,14, 9,29, 9,74, 9,112 (Paradiesische Verheißung für gefallene Muslime), 9,124, 47,4-7 enthalten sind.

Die Frage sei erlaubt: Kann man von „Aufklärung“ sprechen, wenn diese Sätze in der Aufklärungs-Broschüre des Berliner Schulsenators Zöller (SPD) für die Berliner Lehrer offensichtlich bewußt verschwiegen werden?

Dr. Ferdinand v. Pfeffer, Lünen

 

 

Integrationswille
Betr.: „Die Wurzeln im Ausland“ (Nr. 32)

Menschen, die ihre Wurzeln im Ausland haben, müssen nicht schädigend auf den deutschen Organismus wirken, wenn die Zuwanderer eine neue Heimat suchen, in der sie heimisch werden und dazugehören wollen.

Die Geschichte belegt nicht nur für unser Land, daß Zuwanderer mit ihrer neuen Heimat verschmolzen sind, denken wir bei uns zum Beispiel an die Hugenotten oder die polnischen Zuwanderer vor dem Ersten Weltkrieg in Nordrhein-Westfalen.

Probleme bereiten Zuwanderer aus anderen Kulturen und Religionen, die für sich bleiben und sich nicht integrieren wollen.

Wenn ihrer zu viele sind, kann ein Staatsvolk in Gefahr geraten. Ich fürchte, wir sind nicht mehr weit davon entfernt.

Lisa Dragan, Peine


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