© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-08 vom 06. September 2008

ZITATE

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) erklärte in der „Bild am Sonntag“ (31. August), warum er bei einem weiteren Vormarsch der Linkspartei um Deutschland fürchtet:

„... weil ich weiß, wohin die Reise mit der Linkspartei ginge: Die Linke hat zur Zerstörung von Deutschlandfahnen während der Fußball-EM aufgerufen. Sie hat Gästen einer Großveranstaltung der Bundeswehr ... abgetrennte Hände und Füße aus Pappe ausgehändigt – unter dem Motto: Soldaten sind Mörder. Sie kooperiert mit der Roten Hilfe, die Straftäter aus dem linksextremistischen Spektrum unterstützt. Die Linke flirtet weltweit mit Extremisten der PKK, der Eta, der Hamas, der Hisbollah.“

 

Fassungslos ist SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend darüber, daß Parteichef Beck die jüngsten Vorschläge des linken Flügels als „wertvoll“ bezeichnet habe. Der „Rheinischen Post“     (3. September) sagte Wend:

„Der Text der Parteilinken ist eine Distanzierung von den letzten zehn Jahren SPD-Politik. Und ich verstehe nicht, warum der Parteivorsitzende das als einen wichtigen Beitrag für das Wahlprogramm ansieht. Auf diese Weise führt uns Kurt Beck direkt in die Opposition.“

 

Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch, sieht seine Partei weiter auf Kosten der SPD gewinnen. Der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (31. August) sagte er:

„Heute liegen wir in Sachsen 20, in Thüringen zehn Prozent vor der SPD. Das ist im Bund und im Westen bei weitem noch nicht so. Aber wenn die SPD so weitermacht, dann kann sich das ändern.“

 

Der Familienforscher und Professor für Mikrosoziologie an der Berliner Humboldt-Universität, Hans Bertram, meint, die Leistung heutiger Familien werde heruntergeredet. Im „Tagesspiegel“ (31. August) stellte er fest:

„Heute machen mehr Kinder als je zuvor das Abitur, weniger scheitern in der Schule. In den 60er Jahren verließ noch jeder Dritte die Schule ohne Abschluß. Daß das heute anders ist, ist eine Leistung der Eltern, nicht der Schule. Die Mittelschicht investiert unheimlich viel. Für das Geld, das Sie heute für zwei Kinder brauchen, hätten Sie früher drei aufziehen können.“

 

Der Gründer des Hilfswerks „Cap Anamur“, Rupert Neudeck, übte in der ARD-Sendung „Fakt“ am 2. September heftige Kritik an der bisherigen Entwicklungshilfe:

„Die deutsche Entwicklungspolitik hat eigentlich geleistet, daß die Staaten Afrikas die miserabelsten Regierungen bekommen haben, Regierungen, deren Korruption zum Himmel stinkt. Sie hat es nicht geschafft, die Wirtschaft dieser Länder zu fördern.“


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