© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 46-08 vom 15. November 2008

Gleiche Rente
Wirbel um Angleichung der Ost-Altersbezüge

Es war nur ein Verweis auf einen angeblich vorhandenen vorläufigen Gesetzentwurf zur Anhebung der Ost-Renten, den der „Spiegel“ in Umlauf brachte, doch der Sturm der Entrüstung war groß. Die Möglichkeit, daß die Bundesregierung eine Anpassung der Ost-Renten an das West-Niveau erst für 2020 anstrebe, rief Verbände wie Parteien auf den Plan. Die Linke klagte, daß mit dieser Entscheidung „vier Generationen der Ostdeutschen gleiche Renten für gleiche Lebensleistungen verwehrt“ würden. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm gab zu bedenken, daß noch keinerlei Entscheidungen über die angestrebte Angleichung der Ost-Renten getroffen worden sei und bisher erst einige Arbeitspapiere vorlägen, die noch beurteilt werden müßten. Die Kanzlerin habe aber zugesagt, daß es in dieser Legislaturperiode noch eine Entscheidung geben werde. Derzeit erhalten Rentner im Osten der Bundesrepublik Deutschland erst 88 Prozent des Rentenwertes ihrer West-Nachbarn, bei allerdings oft deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der auch für den Aufbau Ost zuständig ist, hatte bisher das Jahr 2019 als wahrscheinlichen Termin für eine Angleichung genannt.             Bel


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